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Briesener Hirsch-Denkmal saniert

Im neuen Glanz: Das Hirschdenkmal in Briesen - besser bekannt auch als 66-Ender.
Im neuen Glanz: Das Hirschdenkmal in Briesen - besser bekannt auch als 66-Ender. © Foto:
Cornelia Link / 24.06.2009, 08:12 Uhr
Briesen Das Hirsch-Denkmal in Briesen erstrahlt in neuem Glanz. Der Tourismus-Magnet am Weg zur Kersdorfer Schleuse wurde für 3500 Euro vom Moosbefall gereinigt, mit neuer Farbe versehen und versiegelt.

Das Denkmal erinnert an die Stelle, wo im Jahre 1696 der legendäre 66-Ender erlegt wurde. Kurfürst Friedrich III. (später als Friedrich I. zum ersten Preußenkönig ernannt, lebte von 1657 bis 1713) hat den kapitalen Rothirsch mit sonderbarem Geweih am 18. September 1696 geschossen. Wann das 15-Fuß-hohe, steinerne Denkmal errichtet wurde, ist nicht genau bekannt. Allerdings gehen auch die Briesener Ortschronisten um Ralf Kramarczyk davon aus, dass das Denkmal, entworfen vom Bildhauer und Baumeister Andreas Schlüter, am 16. September 1707 feierlich eingeweiht wurde.

Sogar Sachsens Kurfürst August der Starke war mehr als angetan von der Trophäe und bat 1727 den Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. um den 66-Ender für sein barockes Jagdschloss in Moritzburg. Der Tauschhandel gelang - Preußen erhielt eine Kompanie hochgewachsener Grenadiere, die "Langen Kerls" aus Sachsen, und der 66-Ender schmückte dafür die Geweihsammlung im Schloss Moritzburg. Seit jener Zeit gibt es viele Kupferstiche, Zeichnungen und Abbildungen vom 66-Ender, unzählige Touristen besuchten das Denkmal in Briesen. Die Gemeinde nahm den Hirsch sogar in ihr Wappen auf.

Die erste Sanierung des Denkmals gab es laut Angaben der Chronisten 1788. Größe und Form seien bis heute unverändert, auch wenn es im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört und erst in den 1970er Jahren nach Originalvorlagen wieder aufgebaut wurde. Die letzte umfangreiche Sanierung fand 1996 zur 300-Jahrfeier des Hirschabschusses statt.

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