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Zetkinsiedlung feiert sich und

"Willkommen in der gr³nen Lunge von Eberswalde": Margot Moldenhauer (82) lebt seit 1937 in der Siedlung, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg ihren heutigen Namen bekam. Die ehemalige Lehrerin freut sich auf das Jubilõumsfest.
"Willkommen in der gr³nen Lunge von Eberswalde": Margot Moldenhauer (82) lebt seit 1937 in der Siedlung, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg ihren heutigen Namen bekam. Die ehemalige Lehrerin freut sich auf das Jubilõumsfest. © Foto:
DRIETZN / 03.07.2009, 07:57 Uhr
Eberswalde Der in der Clara-Zetkin-Siedlung aktive Siedlerbund überlässt nichts dem Zufall. Daher ist auch die 75-Jahr-Feier des Eberswalder Stadtteils am 10. und 11. Juli straff organisiert. Die etwas mehr als 1000 Einwohner und ihre Gäste können sich auf ein rauschendes Fest freuen.

"In der Zetkinsiedlung halten wir alle zusammen wie Pech und Schwefel", sagt Margot Moldenhauer (82). Die Lehrerin im Unruhestand sitzt im Vorstand der nach eigenen Angaben größten Siedlergemeinschaft in Brandenburg, in der 268 Familien vereint sind. Und sie kümmert sich mit jeder Menge Einsatz und noch mehr Ideen um die Öffentlichkeitsarbeit für das bevorstehende Jubiläum.

Weil die Organisatoren vor bösen Wetter-Überraschungen gefeit sein wollen, haben sie die Feierlichkeiten extra in den Juli verlegt. "Wir haben ja keinen geschlossenen Festsaal mehr. Dafür aber zwei große Zelte, von denen eines der Siedlergemeinschaft gehört und das andere der Feuerwehr", betont Margot Moldenhauer.

Der Grundstein für die Siedlung war am 13. März 1934 gelegt worden - vor den Augen von 200 Siedlerfamilien mit 428 Kindern und 2400 Betriebsangehörigen der Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG. Das damals von Siegmund Hirsch geleitete Unternehmen und die Brandenburgische Kleinsiedlung Gesellschaft hatten die Bauträgerschaft.

Über die Geschichte des Stadtteils hat die ehemalige Lehrerin eine Broschüre verfasst, die in 500 Exemplaren zum 70-Jahr-Feier erschienen war und auf dem Markt nicht mehr zu haben ist. "Aber Wolfgang Schmoldt, der Vorsitzende unseres Siedlerbundes, hat noch ein paar Hefte, die wir zu besonderen Gelegenheiten verschenken können", sagt Margot Moldenhauer.

Dass die grüne Lunge von Eberswalde anfangs nicht nach der Kommunistin Clara Zetkin benannt war, versteht sich. "Ursprünglich hieß der Ort Dietrich-Eckart-Siedlung - zu Ehren eines braunen Funktionärs übelster Kategorie", betont die Chronistin.

Von den alten Straßenbezeichnungen haben nur die Fliederallee, die Eichendorff- und die Fontanestraße den Wandel der Zeiten unbeschadet überstanden. Seit 1975 kamen drei Straßen hinzu: der Ligusterweg, Am Graben und Zum Oder-Havel-Kanal. "Wegen ihrer idyllischen Lage zwischen Wäldern und Seen und fernab vom städtischen Trubel ist die Siedlung trotz ihrer mangelhaften Infrastruktur ein gefragtes Wohngebiet", freut sich Margot Moldenhauer, die von 134 Doppelhäusern, 112 Eigenheimen und zehn Mietwohnungen zu berichten weiß. Letztere befinden sich in der alten Schule, die 1998 geschlossen und ein Jahr später unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das ortsbildprägende Gebäude ist auch auf einem Sonder-Barni zu sehen, der zum Jubiläum herausgegeben wird.

Die Fete steigt auf der Aue vor dem Feuerwehrdepot.

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