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Unzufriedenheit am Helenesee wächst weiter

frank groneberg / 04.07.2009, 07:30 Uhr
Am Helenesee nimmt die Unzufriedenheit zu. Fast 100 Camper haben jetzt ein Protestschreiben unterzeichnet, das der Helenesee AG und der Stadtverwaltung übergeben wurde.

Die gute Nachricht zuerst: Camper, die ihr Gepäck zu ihren Wohnwagen fahren wollen, müssen nicht länger zeitraubende Umwege auf sich nehmen. Wie berichtet, hatte die Helenesee AG bestimmt, dass das Befahren zum Be- und Entladen nur noch gegen 20 Euro Pfand, die an der Rezeption hinterlegt werden müssen, möglich ist. Seit Freitag kann das Pfand direkt an der Kasse am Ost-Tor hinterlegt werden. Die Kasse soll ab sofort täglich besetzt sein, teilte Karin Biermann vom Helene­see-Beirat mit.

Die Pfandregelung, mit der das illegale Parken unterbunden werden soll, ist Bestandteil der neuen Campingplatzordnung, die am 1. Juli in Kraft trat. Camper und andere Nutzer wurden darüber noch nicht informiert. Der Helenesee-Beirat war in die Erarbeitung nicht einbezogen worden. Karin Biermann, Vorsitzende des Beirates, hatte den Wortlaut erst am Abend des 30. Juni per E-Mail zugesandt bekommen - zu spät für eine Mitwirkung. "Ich hätte erwartet, dass vorher mit uns gesprochen wird", sagte sie.

Aus Sicht des Beirates gibt es durchaus Gesprächsbedarf. Beispielsweise wird in der Platzordnung bestimmt, dass das Benutzen aller Wege auf eigene Gefahr geschehe. Die Helenesee AG werde für Unfälle und Verletzungen keine Haftung übernehmen, heißt es weiter. Auch wer barfuß gehe oder Spielplätze benutze, mache dies "auf eigene Gefahr". Schließlich wird vorgeschrieben, dass jeder Gast über eine "Haftpflichtversicherung zu verfügen" habe. Die AG könne die Vorlage der Versicherungspolice verlangen.

"Die Helenesee AG wird damit nicht von ihrer Verkehrssicherungspflicht entbunden", sagte Karin Biermann am Freitag nach einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der AG, Oliver Greifenhagen. Einen Tag zuvor hatte sie ihm ein als offener Brief verfasstes Protestschreiben besorgter Camper übergeben.

"Wir Dauercamper e_SLps sind in großer Sorge um unsere Freizeiteinrichtung. Ein anfängliches Absinken des Niveaus ist inzwischen leider in den freien Fall übergegangen e_SDLq , heißt es darin. Zahlreiche Missstände werden aufgelistet. Die Unterzeichnenden weisen darauf hin, dass seit der Entlassung der Handwerker niemand erreichbar sei, wenn es abends oder am Wochenende zu Störungen komme. 40 Dauercamper hätten 2008 der Helene den Rücken gekehrt. Es bestehe der " Verdacht einer systematischen Vernichtung des Campingparks e_SDLq , so die Unterzeichnenden.

"Die Stimmung ist kriegerisch", sagte Karin Biermann, "die Camper sind wütend wie noch nie." Das Vertrauensverhältnis zwischen Campern und AG sei endgültig zerstört. Statt Erholung gebe es nur noch Empörung.

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