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Auf Weltrekordkurs im Singen

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Britta Gallrein / 11.08.2011, 21:54 Uhr - Aktualisiert 12.08.2011, 08:36
Bernau (In House) Auf seiner Weltrekord-Tournee machte „Rudio“ alias Christoph Schneider gestern Station in Bernau. Der 25-Jährige will die meisten Konzerte innerhalb von 50 Tagen spielen und damit ins Guiness-Buch der Rekorde.

Viele Zuhörer haben Rudio alias Christoph Schneider und sein Bandkollege Stefan Schwensow nicht gerade und das miese Wetter will so recht zu ihrem Lied „Sommer“ auch nicht passen. Aber das ist den beiden egal. Sie haben auf ihrem zur Bühne umfunktionierten Lkw trotzdem viel Spaß und präsentieren ihre Musik, die Rudio selbst als „alternativen, popigen und tanzbaren HipHop“ beschreibt und die ein wenig nach den „Fantastischen Vier“ klingt.

Seit zehn Jahren macht der Eberswalder Rudio nun schon Musik, hat inzwischen sein Hobby zum Beruf gemacht. Der 26-Jährige spielt Konzerte, gibt HipHop-Workshops, unter anderem auch im Bernauer Klub Frischluft.

„Das mit dem Weltrekord ist aus einer Schnapsidee heraus entstanden“, sagt er. „Ich hatte gerade meinen Lkw zur Bühne umgebaut und wir sind damit probeweise auf Tour gegangen. Das hat ganz gut geklappt und da haben wir uns gefragt, ob das jemand schon mal gemacht hat und ob man da nicht einen Rekord aufstellen könnte.“

Gemacht hatte das sehr wohl schon jemand. Die Band 
„Jackyl“ aus den Vereinigten Staaten spielte 101 Konzerte an 50 Tagen. Das gilt es jetzt zu knacken. „Wir wollen 110 Konzerte spielen“, erklärt der HipHoper. Der Name der Tour: „Hochstapler auf’m Tieflader“ – in Anspielung auf die Bühne auf dem Lkw.

Durch die Uckermark und durch Mecklenburg-Vorpommern ging es bereits. Rudio spielte auf dem Angermünder Marktplatz, im Bollwerk in Schwedt und am Dom in Schwerin. Weiter ging es durch die Speicherstadt in Hamburg, den Nicolaiplatz in Salzwedel und den Markt in Magdeburg. Das Publikum wechselt. „Mal spielen wir vor drei Leuten, mal vor 150“, erklärt Rudio. Besonders viel Spaß hatte er bei einem Auftritt in einem Freibad und in Wismar. „Das war auch auf dem Marktplatz, da war es richtig voll.“ Gespielt werden zwei bis vier Lieder, wenn die Stimmung gut ist, auch mal sechs. Für mehr ist keine Zeit.

In Bernau machte das Ordnungsamt den Musikern jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Wir haben nachgefragt, ob es in Ordnung ist, dass wir hier etwa eine Viertelstunde spielen. Aber da wurde uns gesagt, das sei zu spontan“, erklärt Jule Uhlemann, die die Tour begleitet. Kurzerhand verlegte die Truppe ihren Auftritt auf den Bernauer Bahnhof. Dort spielten sie ihr 42. Konzert.

Die Musik ist selbst gemacht. „Meistens sitze ich am Computer und entwerfe eine Melodie. Anschließend kommt dann der Text dazu“, erklärt Rudio. Mit den eingängigen Melodien kommt er nicht nur bei jungen Zuhörern an. Heute Abend um 18.30 Uhr ist er mit seinem Lied „Sommer“ im RBB zu hören. In der Sendung zibb schaffte er es als Gewinner der Vorrunde ins Finale um den „Sommersong 2011“ und tritt heute Abend gegen vier weitere Bewerber an.

Im September beginnt der zweite Teil der Tour. Vorher findet am 27. August im „Exil“ in Eberswalde aber noch die „Weltrekordparty“ statt.

Weitere Infos und Tourdaten gibt es im Internet unter www.rudio.de

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