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Landrat lobt Bernauer Strategie

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 11.08.2011, 21:56 Uhr
Bernau (In House) Als „eine der leistungsstärksten Kommunen, die wir haben“, hat Landrat Bodo Ihrke (SPD) die Stadt Bernau bezeichnet. Deren Strategie, 
Problemorte, wie beispielsweise ehemalige Militärflächen, in Angriff zu nehmen und zu Wohnorten umzugestalten, halte er für ausgesprochen richtig, sagte er nach seinem Besuch in Bernau am Mittwoch.

Zunächst war Ihrke mit Bürgermeister Hubert Handke (CDU) zusammengekommen, um grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit von Kreis und Stadt zu erörtern. Dabei ging es sowohl um die immer noch in Rede stehende Ansiedlung von Unternehmen wie Weber Motoren – „was dabei an Hürden zu nehmen war, haben Stadt, Kreis und Land genommen“, sagte Ihrke – als auch um die Hinterlassenschaften der insolventen GEAB und anderer Recycling- und Entsorgungsfirmen. Zu einer Altlastenregelung mit dem Landesumweltamt könne man nur durch „kommunale Solidarität“ kommen, zeigte sich Ihrke überzeugt.

Am Nachmittag besichtigte der Landrat dann den Handwerkerhof in der Oranienburger Straße, den die Stadtentwicklungsgesellschaft Bernau Stab 2006 erworben hatte, um Existenzgründer zu unterstützten. Die könnten in den Gewerberäumen mit niedrigen Mieten ihre Ideen ausprobieren, erläuterte Stab-Geschäftsführer und Wirtschaftsamtsleiter Thomas Rebs. „Für manchen ist der Handwerkerhof auch das Sprungbrett zu einem eigenen Firmenstandort“, ergänzte Bürgermeister Handke.

Selbstständige in den unterschiedlichsten Branchen – vom Kfz-Handwerk über Kartuschenrecycling bis zur Lackiererei – versuchten sich auf dem Handwerkerhof schon. Manche scheiterten auch. „Das Problem waren nicht die Mieten, sondern die Betriebskosten“, erklärte Thomas Rebs. Auch um die zu senken, entschied sich die Stadt für eine Dachsanierung, kombiniert mit einer Photovoltaikanlage, mit 
98 kwp. „Mit Abstand die größte in Bernau“, wie Hubert Handke bemerkte. Er traf damit den Nerv von Bodo Ihrke. „Wir wollen im gesamten Kreis die Energie erzeugen, die wir selbst verbrauchen“, bekräftigte der.

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Karl 15.08.2011 - 12:44:09

Ziel und Ergebnis

Mich würden mal das Ziel und das Ergebnis der Dienstreise des Landrates nach Bernau interessieren. Oder gab es beides gar nicht ?

Berger 14.08.2011 - 19:16:11

volle Zustimmung

Herr Doktor, und das ohne Wenn und Aber!

Dr.-Ing.- Frank Valentin 14.08.2011 - 12:53:05

Traumtänzer

Lieken-Schließung mit über 200 Arbeitslosen, Klementstraßen-Skandal, der seit Jahren dauernde Nelkenstraßen-Ringelpietz, Fata Morgana Bahnhofsvorplatz, seit 2 Jahren geplantes Fahrradparkhaus am Bahnhof und das ewig geplante Parkhaus in der Eberswalder Str., Millilionendeal um das ehemalige Deutsche Bank-Gebäude Bürgermeisterstraße (das nun wahrscheinlich teuer neu gebaut wird), Marktplatz-Verwirrung, Stadthalle ohne Konzept, Schwimmbad nach wie vor Fehlanzeige, fehlender Winterdienst. Alles "Ausflüsse" der hervorragenden Bernauer Strategie?! Gegenseitiges Schulterklopfen: Mann, sind wir Zwei toll! Und während ringsherum alles zusammenbrach, zeichnete Genosse Mielke den Genossen Honecker mit dem Orden "Stern der Völkerfreundschaft" aus.

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