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Bruder Jakob auf Chinesisch

Aus China kam die weitgereisteste Teilnehmerin am 3. Workcamp des SCI in der Bildungsstätte Schloss Trebnitz. In diesem Jahr stand besonders die Arbeit mit Kindern aus der Region, unter anderem aus dem Kinderheim in Bollersdorf, auf dem Programm.
Aus China kam die weitgereisteste Teilnehmerin am 3. Workcamp des SCI in der Bildungsstätte Schloss Trebnitz. In diesem Jahr stand besonders die Arbeit mit Kindern aus der Region, unter anderem aus dem Kinderheim in Bollersdorf, auf dem Programm. © Foto: michael märker
Markus Woller / 13.08.2011, 06:43 Uhr - Aktualisiert 13.08.2011, 09:36
Trebnitz (In House) Drei Wochen lang haben junge Leute aus zehn Ländern im Schloss Trebnitz einen Workshop durchgeführt. Dabei ging es um die Arbeit mit Kindern. Am Donnerstag wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Zehn Länder, eine Stimme – die Teilnehmer des Workcamps des SCI (Service Civil International) in der Bildungsstätte Schloss Trebnitz intonierten auf der Abschlussveranstaltung gemeinsam das bekannte Lied vom „Bruder Jakob“ – allerdings auf Chinesisch. Aus diesem Land kam nämlich die am weitesten angereiste Teilnehmerin. Drei Wochen lang haben die jungen Leute, unter anderem aus der Türkei, aus Russland oder der Schweiz, mit dem Nachwuchs aus der Region gespielt und gearbeitet.

„Es waren hauptsächlich Kinder aus Trebnitz, einem Kinderheim in Bollersdorf und aus Neulewin“, erklärt Campleiterin Ricarda Vetter. Die Teilnehmer präsentierten Bilder, Videos und Geschichten von den einzelnen Thementagen. So gab es neben einem Kennenlerntag mit gemeinsamen Spielen einen Indianertag, an dem passende Kleidung gebastelt und geschminkt wurde, einen Polnisch- und einen Wandertag.

Der während des Indianertages performte Sonnentanz erwies sich leider als Schlag ins Wasser, was die Teilnehmer nach eignener Aussage nicht weiter störte. „Es ist bereits mein zweites Workcamp. Ich habe mich in Poznan diesmal um die Teilnahme hier in Deutschland beworben, weil ich die Sprache gelernt hatte und üben wollte“, erzählt die 21-jährige Polin Camilla. Alle Teilnehmer haben sich bereits vorher für Jugendarbeit interessiert. Neben vielen Spielen haben die jungen Leute auch wieder etwas für das Schloss Trebnitz auf die Beine gestellt. So haben sie eine Wand in einem Aufenthaltsraum gestaltet und eine dreisprachige Tafel mit der Geschichte des Ortes erstellt.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Lieske zeigte sich besonders von den guten Deutschkenntnissen beeindruckt, die fast alle Teilnehmer an den Tag legten. Sie streifte mit den jungen Leuten im Anschluss an die Präsentation durch die Ausstellung, die im Flur zu sehen war.

Das Workcamp war bereits das dritte, das zusammen mit dem SCI im Schloss Trebnitz durchgeführt wurde. Im nächsten Jahr wolle man sich wieder verstärkt um die Gestaltung des Schlossumfeldes kümmern, kündigte Darius Müller, Leiter der Bildungsstätte, an.

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