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Neues Gleis im Westen

Das Sperrschild stand am Freitag schon: Die Schienenanlagen auf diesem Abschnitt der August-Bebel-Straße werden erneuert. Das Gleisbett soll dabei mit Asphalt versehen werden.
Das Sperrschild stand am Freitag schon: Die Schienenanlagen auf diesem Abschnitt der August-Bebel-Straße werden erneuert. Das Gleisbett soll dabei mit Asphalt versehen werden. © Foto: MOZ
Annette Herold / 19.08.2011, 21:04 Uhr
Frankfurt (MOZ) Es ist nach dem Ausbau der Markendorfer Endhaltestelle die zweitgrößte Investition des Jahres in Frankfurts Straßenbahnnetz: Ab Montag werden in der August-Bebel-Straße 190 Meter Gleis erneuert. Die Straße bleibt bis 26. September gesperrt.

Fünf Wochen lang wird die August-Bebel-Straße zwischen Rathenaustraße und Immenweg zur Großbaustelle. Rund 290 Meter Bogengleise müssen erneuert werden, wie Hartmut Huwe, Leiter des Geschäftsbereichs Technik bei der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF), ankündigt. Die Anlagen seien so verschlissen, dass die Bahnen dort nur noch mit gedrosseltem Tempo fahren könnten; hinzu kämen Mängel bei der Schienenentwässerung – dadurch würden die für die Stabilität wichtigen Tragschichten beschädigt. Die SVF will jetzt Nägel mit Köpfen machen und sowohl die Gleise als auch deren Unterbau erneuern. Anstelle von Gleisplatten wird, wie schon anderswo in Frankfurt, Gussasphalt verbaut, so dass es sich auch mit dem Auto besser auf dieser ?Strecke fahren lässt. Zugleich verspricht Huwe eine Lärmreduzierung für die Anwohner, auch, weil die Schienen elastisch in sogenannten Phönix-Profilen gelagert werden.

Dabei weiß man bei der SVF, dass den Anwohnern zunächst einige Geduld und Verständnis abverlangt werden. „Wir bitten dafür um Verständnis, sind aber gezwungen, diese Baumaßnahme jetzt auszuführen“, sagt Hartmut Huwe. Zugleich sichert er den Anwohnern Entgegenkommen zu. Es sei auch mit der Baufirma abgesprochen, dass die Belastungen möglichst gering gehalten werden.

Aus diesem Grund hat man sich auch dazu entschlossen, den Anliegerverkehr an der Baustelle vorbeizuführen. Zur Verkehrsregelung wird eine mobile Ampel aufgestellt. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer heißt es, eine Umleitung zu nehmen. Umgeleitet wird der Verkehr aus Richtung Westkreuz über Birnbaumsmühle und Klingetal zur Rathenaustraße beziehungsweise weiter über die Kieler Straße, Karl-Liebknecht-Straße zur August-Bebel-Straße. Die Umleitung in Richtung Westkreuz führt über die August-Bebel-Straße, Karl-Liebknecht-Straße, Kieler Straße und Klingetal zur Rathenaustraße bzw. zur Birnbaumsmühle und schließlich zur August-Bebel-Straße. Fahrgäste der SVF können den Schienenersatzverkehr nutzen: Die Straßenbahnlinie 2 vom Messegelände zur Europa-Universität wird durch einen Bus ersetzt. Montags bis freitags fährt er zwischen 6.30und 17.30 Uhr endet jede dritte beziehungsweise zweite Fahrt an der Haltestelle Gerhart-Hauptmann-Straße. Die Linie 5 fährt ersatzweise zwischen Neuberesinchen und Europa-Universität.

Rund 944 000 Euro werden in die Bauarbeiten investiert, davon sind der SVF zufolge?666 000 Euro Fördermittel.

Hartmut Huwe geht davon aus, dass die Arbeiten planmäßig am 26. September abgeschlossen, noch bevor an der Europa-Universität das Wintersemester beginnt. Die Baufirma habe zugesichert, dass der Termin zu halten sei. Indes gibt es bei der SVF bereits die nächsten Planungen für Schienenersatzverkehr: Zwischen 29. September und 10. Oktober soll der Bahnhofstunnel gesperrt werden. Anlass sind Arbeiten der Deutschen Bahn.

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Marcel 03.09.2011 - 21:56:10

Wer hat denn da wieder fleißige Lobbyarbeit geleistet?

Jeder weis ja inzwischen, welche Stadtversammlungsabgeordneten die Häuser gehören und aus Profitgier für die eigenen Immobilien diese Parkplätze geschafft wurden und die PKW-Fahrer auf das Gleisbett ausweichen müssen. Gab es vor dem Erwerb der Bauuninion (S+F + CDU- weitere) nie! Nicht gebnug Platz auf den Höfen (wohl zu bteuer als ein paar erkaufte Verkehrsschilder) oder auf dem Kasernengelände? Andere Eigentümer zahlen 4000 pro Stellplatz für DG-Ausbauten auch wenn diese nicht da sind! Jeder sei sein eigener Lobbyist! Und liebe Immobilienbesitzerund SSV´s schon die Schäden vor der Schule beseitigt?

Guntram Zaching 19.08.2011 - 23:30:37

Anwohnerparkplätze

Diese Ankündigung, die SVF will jetzt Nägel mit Köpfen machen und sowohl die Gleise als auch deren Unterbau erneuern sowie der Text: Anstelle von Gleisplatten wird, wie schon anderswo in Frankfurt, Gussasphalt verbaut, so dass es sich auch mit dem Auto besser auf dieser Strecke fahren lässt. Zugleich verspricht Huwe eine Lärmreduzierung für die Anwohner, auch, weil die Schienen elastisch in sogenannten Phönix-Profilen gelagert werden, stimmt nur teilweise. Seit der Sanierung der Wohnblöcke entlang der Fahrbahn wurden nach kurzer Verzögerung Parkplätze auf der Fahrbahn per Beschilderung eingerichtet. Auf dieser sehr viel befahrenen Straße sind die Verkehrsteilnehmer seitdem gezwungen, auf dem Gleisbett über mehrere hundert Meter zu wechseln. Kein Wunder, das sich die parkenden PKW-Besitzer jetzt über den Krach beschwert haben. Das Straßenverkehrsamt hat nach der erfolgten teuren Sanierung die Fahrbahn für den Fahzeugverkehr frei zu geben und die Anwohner sollten in einem anderen Bereich Parkmöglichkeiten zugesprochen bekommen. Auch einige Minuten Fußweg sind zumutbar. Außerdem wird das erneuerte Gleisbett dann mehr geschont und wird nicht ständig vom Schwerlastkraftverkehr neu beeinträchtigt.

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