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18-jährige Mutter von Ex-Freund erstochen

21.08.2011, 16:16 Uhr
Siegen (dapd) Bei einem Beziehungsdrama ist eine 18-jährige Mutter in Siegen von ihrem Ex-Freund mit einem Messer angegriffen und umgebracht worden. Die junge Frau aus dem Raum Koblenz hatte am Samstagabend ihr sechs Monate altes Baby bei sich, als sie im Bereich des Siegener Bahnhofs von dem Täter attackiert wurde.

Nach dem Angriff nahm der 21-Jährige das gemeinsame Kind mit und gab es im Laufe seiner Flucht in einer Moschee ab, wie die Ermittlungsbehörden am Sonntag mitteilten. Schon kurz nach der Tat konnte der Mann festgenommen werden.

Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten ein Beziehungsdrama als Hintergrund der Tat. Wahrscheinlich sei es um den Umgang mit dem gemeinsamen Kind gegangen. Möglicherweise habe auch Eifersucht eine Rolle gespielt, hieß es.

Zwtl.: Mutmaßlicher Täter flüchtet mit Kind auf dem Arm

Der 21 Jahre alte Mann soll die 18-Jährige den Angaben zufolge in einer Bahnhofsunterführung in Siegen mit einem Messer angegriffen haben. Die Frau starb noch am Tatort. Nachdem der Mann den sechs Monate alten Jungen auf der Flucht in die Innenstadt. Später habe er den Jungen in einer Moschee abgegeben habe, sei allein weiter gelaufen und in einen Fluss gesprungen.

Passanten und Männer aus der Moschee verfolgten den Verdächtigen, die Besatzung eines Streifenwagens nahm ihn schließlich fest. Der Säugling blieb unverletzt, wurde aber vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Zwtl.: Couragierte Zeugen verfolgten den Täter

Den Angaben zufolge gelang die Festnahme des Mannes innerhalb von 20 Minuten nach der Tat vor allem dank Hinweisen von Anwohnern und Passanten. Staatsanwaltschaft und Polizei bedankten sich bei den Zeugen für ihre couragierte Unterstützung.

Gegen den Mann, der wie sein Opfer aus dem Raum Koblenz stammt, wurde am Sonntag Haftbefehl wegen Mordes erlassen. In einer Vernehmung durch die Mordkommission räumte er die Tat ein. Das Tatmesser war bereits bei der Festnahme des jungen Mannes sichergestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leiche an. Die Ermittlungen dauern an.

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