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Feuerwehr bezieht neues Gerätehaus

Steffen Göttmann / 24.08.2011, 05:40 Uhr
Altranft (MOZ) Mit einem Festakt hat die Feuerwehr Altranft jetzt ihr neues Feuerwehrgebäude offiziell in Beschlag genommen. Bis auf wenige Restarbeiten ist das Depot auf dem alten Gutshausgelände fertiggestellt worden. Die Stadt Bad Freienwalde investierte 310 000 Euro.

„Wir sind stolz darauf, es endlich geschafft zu haben, denn wir haben lange darum gekämpft“, sagte Ortswehrführer Marco Lemke erleichtert. Eigentlich sollte die Feuerwehr ihr neues Gerätehaus bereits im Herbst vergangenen Jahres beziehen, doch die Haushaltssituation der Stadt verzögerte den Bau. „Auf diesen Tag haben wir lange gewartet“, so der Ortswehrführer. Eigentlich hatten die Altranfter Feuerwehrleute gehofft, schon bei der 100-Jahrfeier vor zwei Jahren das neue Gebäude eröffnen zu können. Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Umso größer ist die Freude jetzt.

„Wir waren kaum umgezogen, da wurden wir bereits zum ersten Einsatz gerufen“, sagte Lemke. Dabei habe sich das Haus bereits bewährt.Der Ortswehrführer dankte Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos), Ortsvorsteher Bernd Hoffmann (CDU) und den Stadtverordneten, dass die finanziellen Mittel zum Bau des Hauses bereitgestellt hatten. Im Juni 2010 hatten die Feuerwehrleute mit dem Ausbau einer ehemaligen Mähdrescher-Garage auf dem alten Gutshofgelände begonnen. Viele Arbeiten erledigten die Mitglieder der Feuerwehr ehrenamtlich. So entkernten sie beispielsweise das Haus, reinigten die Mauern und entfernten die alten Elektroleitungen. Im Juni war das Gebäude so weit fertig, das die Feuerwehr einziehen konnte. Der letzte Hammerschlag konnte noch nicht vollzogen werden. Die Rückseite des Hauses ist noch nicht gedämmt und die dahinter liegende Terrasse noch nicht fertig. „Der Aufwand ist aber bereits in der Investition enthalten“, bestätigte Rainer Texdorf, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt, der bei der Einweihung den Bürgermeister vertrat. Das neue Gebäude sei das erste Feuerwehrgerätehaus, das die Stadt neu gebaut habe. Stadtverordnetenvorsteher Jörg Grundmann (Linke) überbrachte die Glückwünsche des Parlamentes. „Wir sind uns sicher, dass das Geld hier an der richtigen Stelle investiert wurde und hoffen, dass die fehlenden Bauabschnitte noch folgen“, bekräftigter er.

Er sei froh darüber, dass es endlich geschafft sei, erklärte Ortsvorsteher Bernd Hoffmann. Es habe viele Hindernisse gegeben.

Das neue Feuerwehrhaus diene nicht nur der Gefahrenabwehr, sondern biete den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung einen neuen Treffpunkt, sagte Stadtbrandmeister Bernd Schmidt. „Wir wollen hoffen, dass das Gerätehaus lange Gerätehaus bleibt und nicht für irgendetwas anderes verwendet wird“, fügte er hinzu. Für Unruhe unter den Blauröcken hat die Ankündigung der Stadtverwaltung gesorgt, aus den Feuerwehren der Stadt einschließlich der Ortsteile möglicherweise drei Löschzüge bilden zu wollen.

Es sei höchste Zeit gewesen, dass eine so schlagkräftige Truppe ein neues Feuerwehrhaus bekommt, sagte der Bad Freienwalder Ortswehrführer Jürgen Knoll. Die bisherige „Tiefgarage“ sei nicht mehr zumutbar gewesen. Damit das Löschfahrzeug in die alte Garage passte, war der Boden vertieft worden. Zudem hatte das alte Feuerwehrhaus weder eine Toilette noch Sanitärräume.

Als Gastgeschenk der Stadt übergab Jens Schmoldt, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, 13 neue Schutzanzüge für die Feuerwehrleute, damit ist die Hälfte der 26 Aktiven voll ausgerüstet. Denis Geppert, Inhaber einer Installationsfirma und selber Feuerwehrmann, spendierte den elf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr neue T-Shirts.

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