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Tafel erzählt Glocken-Geschichte

In Stein gehauen: Die Geschichte der Friedensglocke, die einen neuen Standort bekommen hat.
In Stein gehauen: Die Geschichte der Friedensglocke, die einen neuen Standort bekommen hat. © Foto: Heinz Köhler
Karin Sandow / 24.08.2011, 07:58 Uhr
Frankfurt (san) Auf eine Tafel zur Geschichte der Friedensglocke, die wie das Geläut am neuen Standort auf der Oderpromenade angebracht wurden, machte Leser Joachim Hennig aufmerksam. „Was da in Stein geschrieben steht, ist schwer zu lesen“, ärgert er sich und hat schon im Büro des Oberbürgermeisters angefragt, ob es da nicht bessere Varianten gegeben hätte.

Der Stadtbote machte gestern die Probe aufs Exempel und entzifferte die Schrift komplett. In großen Lettern steht da „Der Frieden besiegt den Krieg“, was Joachim Hennig auch lesen konnte. Und dazwischen: „Aus Anlass der Unterzeichnung des Vertrages über die Oder-Neisse-Friedensgrenze überreichte am 27. Januar 1953 der Präsident des deutschen Friedensrates Prof. Dr. Walter Friedrich diese Friedensglocke. Sie ist das Symbol des Friedens und der Freundschaft zwischen dem polnischen und dem deutschen Volk.“

Die Schrift ist in Stein gehauen. Aber das ist sie schon seit vielen Jahren, konkret seit 1953, als die CDU die Friedensglocke stiftete. Denn die Tafel ist das Original, das früher auch am alten Standort hing, erklärt Sabine Wunderlich vom Zentralen Immobilienmanagement der Stadt. Offensichtlich war sie da aber nicht allen Besuchern aufgefallen, weil sie sich im Glockenhaus befand. „Wir haben die Tafel jetzt reinigen lassen und an den neuen Standort umgesetzt“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. Ansonsten seien aber keine Veränderungen, also etwa ein Einfärben der Schrift geplant. Schließlich sollte das Original erhalten bleiben. Möglicherweise seien die Zeilen bei ungünstigem Sonneneinfall schlechter zu lesen, jedoch nicht prinzipiell. Sicher, so meint Sabine Wunderlich aber, müssten die Platten jetzt öfter mal gereinigt werden, weil sie offen hängen und der Witterung ausgesetzt sind.

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Odermöve 28.08.2011 - 17:10:43

Abgesperrt ?

Nun haben wir sie, die rot-weiße Absperrung an der " Friedensglocke". Sie passt sich harmonisch in das Gesamtkunstwerk ein, verhindert ein Herabstürzen über die hohen Treppenstufen und verweist auf die nahe liegende Grenze. Eine tolle Idee des Künstlers, so viele Komponenten in einem Kunstwerk zu vereinigen.

hjhgj 25.08.2011 - 23:48:42

Denkmäler sind nichts mehr wert

Ich erinnere mich noch, wie in der MOZ berichtet wurde, dass vor 2 1-2 Jahren ein CDU-Politiker und kommunaler "Großvermieter" scheinheilig die Friedensglocke laäuetete mit erstem Interesse. HERR SCHÖNHEERR (CDU) Auf ein mal waren die EU- Fördermittel pi mal daumen 200.000 Euro für eine Umsetzung da, weil irgendwer den alten Standort bebauen wollte. Dies ist ja das medienkräftige Vorranggig beliebte Baugebiet des Stadtverordneten mit Symphatisanten auch wie Frau Fenger vom Bauamt (google-Recherche) "Pflastern wir mal die Oderpromande zu mit Mieten ab 6,50 KaltMiete" Ja und schon wandert ein denkmal von A nach b auf EU- Kosten (Steuergelder). EU-Subventionen sind ja eigentlich verboten! Jede Einmischung in die Wirtschaft regelt den Ausnahmetatbestand. Aber welchen? Geschichte verändern? Historik verändern? Lobbyisten zum Wohlgefallen? den eiogenanteil der Stadt hättte wohl jedem Schul-Kloo sehr gut getan oder auch einen zuschuss fürs immer noch mangelhafte Schulessen. So versetzt man einfach Denkmäler im Sinne der EU? Plant ne sinnlose >straßenbahn als eigenes und persönliches Denkmal, vergisst Wähler und Bürger und selbst die eigenen Interessen der Stadt und bspw. die der 100% iigen Tochter WOWI, die bereits den Block saniert mit noch-Oderblick. Sorry wenn ich mal Klartext schreibe: Ihr habt keine Ahnung was ihr tut! Ihr umgeht die Interessen der Bürger und Wähler und auch der Wirtschaftlichkeit. Wer hat euch gewählt? die Lobbyisten mit deren Wahlkampfspenden oder die Wähler mit VERTRAUEN?

ABC 25.08.2011 - 12:49:24

@ Oskar Knoppe

Sind Sie vielleicht Paul? Ich bin scheinbar des Lesens zwischend en Zeilen nicht so mächtig wie manch anderer hier: Helfen Sie mir! Zeigen Sie mir bitte den Satz oder die Satzzeile im Kommentar des users "Rita Vogel", der eine Beleidigung irgendeinder Art darstellt. Das interessiert mich wirklich. MfG ABC

Oskar Knoppe 25.08.2011 - 12:24:30

@Paul N.

Gut gebrüllt, vielleicht ein wenig zu dolle für unsere Frankfurter. Aber Recht gast Du auf jeden Fall! @Rita Vogel - getroffene Hunde bellen! Und mit Beleidigungen gegenüber Teilnehmern dieser Runde haben Sie sich disqualifiziert.

Rita Vogel 25.08.2011 - 08:25:25

Kritiker-Mehrheit zwischen Nord- und Südpol

So pauschal, wie "Paul N." hier einseitig abwertend behauptet, sind "die Frankfurter" nicht. Gemeckert wird täglich überall im Land Brandenburg, in Deutschland und rund um den Globus. Anlässe dafür sind überall reichlich vorhanden, nur ist für dieses weltweite Phänomen der Provinzkritiker "Paul N." scheinbar nur taub und blind. Der "kleine Mann" von der Straße diskutiert am Stammtisch, am Küchentisch und neuerdings auch im Internet - in und über Berlin, in und über München und oft in und über Fürstenwalde. Auch in Slubice wird heftig "gemeckert". Frankfurt liegt im guten Durchschnitt und ist im Meckern nicht besser und nicht schlechter als andere Kommunen dieser Welt. Wer sich nur hier in der Stadt und nur hier im MOZ-Forum einseitig bewegt, wird diese menschliche Alltagserscheinung eben nur hier in Ffo. wahrnehmen und deshalb überbewerten. Ich bittte hiermit alle Frankfurter, sich weiterhin hier und anderswo kritisch zu den Entwicklungen in Frankfurt zu äußern. Letztendlich ist die regionale Herkunft der sich hier zu Wort meldenden Kritiker nicht nachweisbar - nur weil sich jemand hier im MOZ-Forum äußert, muss er noch lange nicht Frankfurter sein. Im Zeitalter des Internet sitzen etliche Schreiben irgendwo zwischen Nord- und Südpol.

marcus m. 25.08.2011 - 00:36:40

Paule hat Recht

Paul, ich find Du hast Recht mit dem was du schreibst. Mir gefällt die Glocke da wo sie jetzt steht. Sieht doch schön aus. Mit den Meckerern hast Du auch Recht. Man könnte deb Eindruck haben, dass Frankfurt ein ort von Rumheulern und Meckerern ist.

Nils Meerbaum 24.08.2011 - 17:03:27

Vor der Umsetzung fand an keiner Stelle in FFO eine Diskussion Statt?

Diskutiert wurde bereits hier im MOZ-Leserforum, als die Glocke noch nicht dort an der Oder hing. Leider finden nur ganz selten ganz wenige Stadtpolitiker den Mut, hier oder anderswo öffentlich in die Diskussion mit Kritikern zu treten. Beschwert man sich bei der Stadtverwaltung direkt - erntet man: SCHWEIGEN! In dieser Sprachlosigkeit zwischen Bürgerschaft auf der einen Seite und Politikern bzw. Stadtverwaltern auf der anderen Seite liegt die eigentliche Tragik dieses und vieler anderer Probleme.

Glöckner 24.08.2011 - 13:33:33

@Paul N. - Mecker, mecker, mecker

Sehr geehrter Paul N. , nehmen sie sich bitte die Zeit und verfolgen sie anteilslos die Gespräche an der "Glocke". Sie werden erstaunt sein, wie konträr die Meinungen sind. Einfach mal dem Volk " . .. aufs Maul schauen . . .". Das dieses Projekt wie andere auch, nicht ohne Reibungen abläuft liegt doch auf der Hand. Solche Faktoren wie Kosten, Standort, Form u.a. fordern doch förmlich die Diskussion heraus. Es gibt keine "Richtigmacher" und zum Glück auch keine "alles schön Finder". Die Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk/Denkmal ist normal. Nur in dieser offenen Diskussion liegt die Auseinandersetzung mit dem Objekt. Meckern kennen wir von den Ziegen auf der Wiese. Eine verbale oder schriftliche Auseinandersetzung mit Anstand ist etwas anderes. Leider fand vor der Umsetzung an keiner Stelle in FFO die Diskussion um diese Umsetzung statt. Und das ist das Problem!!!!!!

Fran 24.08.2011 - 12:16:27

Was hat das mit meckern zu tun ?

In jeder vernünftigen Firma gibt es eine Risiko Analyse, die hier nicht gemacht wurde. Werter Paul N. hier geht es um Sicherheit. Ist es der Fall, dass der neue Standort ein Risiko für Leib und Leben darstellt, sollte das Glockenteil am besten umgesetzt werden, bevor hier noch was passiert. Geld spielt ja schließlich keine Rolle bei unseren Stadtverordneten in Frankfurt(Oder). Die müssen es ja nicht persönlich zurückzahlen. Ich hoffe, dass dort wo Sie herkommen, Paul N., nicht noch mehr korrekte Schafe rumrennen und nur das fressen was ihnen vorgeworfen wird. Ganz schön arm wäre das für Ihre Gegend. Hier in FFO ist wenigstens ein Meinungsaustausch möglich. Gelebte Meinungsfreiheit nenne ich das.

Paul N. 24.08.2011 - 11:26:52

Mecker, mecker, mecker

..und da sind sie wieder - die Franfurter Meckerer! Ihr macht Euren Ruf alle Ehre, welcher auch außerhalb der Stadt bereits bekannt ist. Macker, mecker, mecker

Glöckner 24.08.2011 - 11:13:18

Vorsicht Stufe!

Geradezu einladend für einen Wegeunfall sind die oderseitigen Treppenstufen an der "Glocke". Wenn es hier keine Absperrkette von der oberen Oderpromenade gibt, dann sollte ein Rettungsfahrzeug für Frakturen aller Art gleich dort parken. Besonders gefährdet sind kleine Kinder. Wer baut und wer genehmigt so etwas? Das Umfeld in Richtung Stadtmitte ist das "Letzte", was Frankfurt (Oder) dem Besucher bieten kann. So die Kommentare von Besuchern des neuen Standortes. Viel Spaß beim "Bimmeln".

faules ei im omelette 24.08.2011 - 09:57:38

BItte, lass eine Schutzverkleidung sein!

Ist das die Endversion des Glockenstuhles??? War da nicht mal die Rede von einer Stahl-Plexi-Glas-Konstruktion? Oder ist das sichtbare Holz noch eine Schutzverkleidung, welche bis zum ersten Läuten vor dem Vandalismus der Idioten, die in Frankfurt (Oder,) wie überall, ihre "Tags" (Spray-Marke) wie kackende Hunde hinterlassen müssen. Das wäre schön. Wenn nicht, bin ich gespannt, wann sich die Leimholz-Konstruktion (???) durch Witterungseinflüsse und (hoffentlich nicht) Verwendung falschen Leimes auflöst und durch die Stadt restauriert werden muss (mal ganz davon abgesehen, dass das Holz regelmäßig mit Holzschutz behandelt werden muss). Aber so schlecht, wie das aussieht, kann es nur eine Schutzverkleidung sein. BITTE!!! Aber eine lustige wie auch leicht peinliche Episode ist "Tafel-Beschwerde" schon. :-))

Marco Habeck 24.08.2011 - 08:58:15

Na Laute ist doch schön geworden?

Warum regt ihr euch so auf. Bis auf die kosten wirkt die Glocke viel besser und wird von Besuchern jetzt auch mit ihrer Geschichte wahrgenommen.

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