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Die Rolf-Zuckowski-Grundschule in Lindenberg feierte gestern mit einem bunten Fest ihr 20-jähriges Bestehen

Eine Stätte zum Wohlfühlen

Sind mittlerweile gute Freunde geworden: Rolf Zuckowski und die Chorkinder aus Lindenberg.  Gemeinsam sangen sie auf dem Schulfest mehrere Lieder.
Sind mittlerweile gute Freunde geworden: Rolf Zuckowski und die Chorkinder aus Lindenberg. Gemeinsam sangen sie auf dem Schulfest mehrere Lieder. © Foto: Karl-Heinz Arendsee
Iris Stoff / 27.08.2011, 07:41 Uhr
Lindenberg (MOZ) Mit einer ganzen Festwoche hat die Grundschule Lindenberg ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkt war gestern ein buntes Talentefest. Auch der Namenspatron dieser Schule, der Hamburger Sänger und Liedermacher Rolf Zuckowski, hatte es sich nicht nehmen lassen, seine Aufwartung zu machen.

Die Sonne schien und alle waren prächtig gelaunt. Gleich zu Beginn sangen die Mädchen und Jungen aus dem Chor voller Inbrunst das Lied „Ich schaff das schon". Dieser bekannte Song von Rolf Zuckowski steht sozusagen symbolisch für das Motto an dieser Bildungseinrichtung. Kinder sollen in einer Atmosphäre, in der sie sich wohlfühlen, befähigt werden, selbstbewusst ihren Weg zu gehen. Der Lieddichter selbst, dessen Namen diese Schule trägt, saß mit seiner Frau in der ersten Reihe und freute sich an den Darbietungen. Unter den Gästen waren neben Eltern und Großeltern auch ehemalige Lehrer dieser Schule, Vertreter des Staatlichen Schulamtes, der Gemeinde und aus den Ortsteilen, in denen die Schüler zu Hause sind.

Nach der Wende ist die Grundschule in Lindenberg an einem separaten Standort eingerichtet worden. Zuvor gab es im Ort eine Polytechnische Oberschule, in der die Klassen 1 bis 10 unterrichtet wurden. Die Grundschule bekam ihr Domizil vor zwei Jahrzehnten dann gleich auf der anderen Straßenseite in dem Gebäude der früheren Zentralen Vorbereitungsküche, das für den neuen Zweck baulich hergerichtet worden ist. An der Lindenberger Grundschule lernen derzeit 135 Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse.

Schulleiterin Anne-Kathrin Claus zählte in ihren Ausführungen einige der markanten Punkte auf dem Weg zu dem heutigen Profil der Schule auf. So gehörte die Lindenberger Schule mit zu den ersten im Land, in denen die flexible Eingangsstufe sowie Englisch als Begegnungssprache eingeführt worden sind. „Es war gut, dass wir mit zu den Vorreitern gehörten, so hatten wir reichlich Zeit für die Vorbereitung, waren immer offen, Neues auszuprobieren. Gemeinsam mit den Eltern wurde ein qualitätsvolles Konzept erarbeitet“, beschrieb Anne-Kathrin Claus, die hier seit 1997 Schulleiterin ist. Ein bedeutsames Ereignis sei für die Schule im Jahre 2004 die Verleihung des Namens Rolf Zuckowski gewesen. Mit dem Liedermacher habe sich dann eine enge Zusammenarbeit ergeben, von ihm sei auch der Vorschlag gekommen, mit der Patenschule im Nachbarland einen deutsch-polnischen Chor zu gründen. „Seither gab es schon tolle gemeinsame Projekte und Auftritte“, so die Schulleiterin. Weiteres Markenzeichen der Lindenberger Schule ist der klassenweise Gitarrenunterricht. Gut angenommen wird auch die Ganztagsbetreuung. Was die Kinder dort in den Arbeitsgemeinschaften alles gelernt haben, davon bekamen die Gäste auf dem Fest eine fröhliche Kostprobe. Neben dem Chor hatten auch die Cheerleader, Instrumentalisten und die Zirkusgruppe einen vielbeklatschten Auftritt.

Die Lindenberger Grundschule sei einer von heute noch zwei Schulstandorten in der Gemeinde, die sehr gut angenommen würden, betonte Bürgermeister Gerd Mai. „Es ist uns eine große Freude und Verpflichtung, diese zu erhalten.“ Als Beitrag zum Fest überreichte er einen Scheck über 150 Euro. Im Namen der Gemeindevertreter überbrachte Ingeborg Miethe mit herzlichen Worten die besten Glückwünsche und viel Lob für die tolle Arbeit.

Auch Rolf Zuckowski hatte ein Geschenk im Gepäck. Er übergab den Jubilaren eine hübsche Schiffsglocke. „Immer, wenn hier ein besonderer Anlass ist, müsst ihr diese Glocke läuten“, sagte er. „Ich mache mich dann auf den Weg nach Lindenberg.“

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