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Milchbauern wollen höhere Subventionen / Turbo-Kuh in der Agrar GmbH Kraatz

07.10.2010, 06:13 Uhr - Aktualisiert 07.10.2010, 06:13
Gransee Kraatz (was) – Auf die Straßen gehen Oberhavels Bauern nicht mehr für bessere Milchpreise. Zufrieden sind sie dennoch nicht.

Mit 30,5 Cent pro Liter Milch könne man leben, es reiche aber nicht, um in moderne, tiergerechte Anlagen zu investieren, sagte Beate Stuht, Vorsitzende des Kreisbauernverbands Oberhavel, am Rande einer Auszeichnungsveranstaltung am Donnerstag in Kraatz.

Im vergangenen Jahr hatte der niedrige Milchpreis Betriebe in der Region dazu gezwungen, die Milchwirtschaft aufzugeben. Stuht sieht darin eine falsche Tendenz. „Die Tierproduktion gehört in die Region. Was wollen Sie sonst mit den Wiesen machen?“

Sie fordert deshalb neben einer weiteren Anhebung des Preises eine veränderte Subventionspolitik, die stärker die Tierhaltungsbetriebe berücksichtigt. „Wir müssen mehr Leute beschäftigen als der Ackerbau, bei beiden gibt es die Subventionen aber nur auf die Fläche“, so Stuht gegenüber Die-Mark-online.de

In der Kraatzer Agrar GmbH war am Donnerstag die zweite Turbo-Kuh in zwei Jahren ausgezeichnet worden. Die zehnjährige Ricarda hat es in ihrem Leben bisher auf 100 000 Liter Milch gebracht. Sechsmal musste sie dafür kalben. Damit liegt die Kraatzer Kuh deutlich über dem Schnitt in Brandenburg. 23 000 Liter beträgt die durchschnittliche Lebensleistung im Land.

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