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Zur Bewerbung von Egmont Hamelow als Vize-Landrat in Oberhavel

16.06.2010, 06:13 Uhr - Aktualisiert 16.06.2010, 06:13
Oberhavel – Es kommt nicht überall gut an, dass die CDU Oberhavel Egmont Hamelow aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin für den Posten des neuen Vize-Landrats in Oberhavel favorisiert.Von Burkhard Keeve

Zwei Kommentare auf unserer Internetseite http://www.die-mark-online.de zeigen das.

Da ärgert sich ein anonymer Schreiber darüber, dass die CDU in Oberhavel „es nicht geschafft hat, einen geeigneten Kandidaten aus den eigenen Reihen“ zu gewinnen, der sich das Amt des Ersten Beigeordneten zutraut.

„Es scheint, als fehlte es der CDU Oberhavel an kompetenten, befähigten Mitgliedern. Ich frage mich, warum ich meine Stimme nochmals an eine Partei verschenken soll, die so ungeeignetes Personal zu haben scheint.“

Auch Internet-Kommentator Heinz (anonym) findet, dass nichts „peinlicher“ sein kann, „als einen Kandidaten zu wählen, der aus einem anderen Kreis weggelobt wird.“ Für Heinz ist das ein klares Indiz für den „Kuschelkurs der CDU“. Heinz ist gespannt, „ob der Kreistag mitspielt. Ich glaube noch nicht daran, dass alle Parteien so kuschelig veranlagt sind.“

Auf der Kreistagssitzung am 28. Juni stellt Oberhavels Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) seinen Kandidaten für den Posten des Vizes vor. Er hat das Vorschlagsrecht.

Dann will Schröter auch begründen, warum er so entschieden hat. Am 7. Juli haben die Kreistagsabgeordneten während des Kreistags das Wort.

Egmont Hamelow war am Montag in Oranienburg. Der aktuelle Vize-Landrat Ost-prignitz-Ruppins wurde von Schröter zum Gespräch gebeten. So eine Einladung haben alle acht Bewerber um den Job als Erster Beigeordneter erhalten, die noch im Rennen sind.

Allerdings scheint Egmont Hamelow mit dem Oberhaveler CDU-Ticket der aussichtsreichste Kandidat zu sein.

Oberhavels CDU-Kreisvorsitzende Frank Bommert und der Chef der CDU-Kreistagsfraktion, Wolfgang Sadowski, waren es, die Hamelow den möglichen Job in Oranienburg schmackhaft machte. Und zwar, nachdem sie in den eigenen Reihen verzweifelt, aber vergeblich nach einen eigenen Kandidaten gefahndet hatten, der allen in den Kram passte.

Hamelow selbst fühlte sich geschmeichelt, als er das Angebot aus Oberhavel erhielt. „Ich war zunächst überrascht und habe es erst einmal wohlwollend zur Kenntnis genommen“, sagte Hamelow am Mittwoch.

Die Entscheidung, sich tatsächlich zu bewerben, sei ihm nicht leicht gefallen. „Das ist schon ein Einschnitt“, sagte Hamelow.

Der Landkreis Oberhavel ist aber kein weißer Fleck für Hamelow. Er ist Mitglied im Tourismusverband Ruppiner Land und der Regionalen Planungsgemeinschaft Oberhavel-Ostprignitz Ruppin. Auch Landrat Karl-Heinz Schröter kennt er nicht erst seit Montag persönlich.

Hamelow ist seit 2007 stellvertretender Landrat in Ostprignitz-Ruppin. Sollte es wider Erwarten doch nicht zu einem Wechsel von Neuruppin nach Oranienburg kommen, bleibt Hamlow Erster Beigeordneter in der Fontane-Stadt.

Der 46-jährige lebt in Zaatzke. Er hat drei erwachsene Kinder. Bis Neuruppin hat er einen Anfahrtsweg von 45 Kilometern. Sollte Hamelow den Platz von Vorgänger Michael Ney einnehmen, müsste er knapp 93 Kilometer fahren. Für Hamelow kein Problem, wie er sagt, „dann bin ich eben 20 Minuten länger unterwegs.“

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