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Handball: Der ehemalige HCN-Coach Dietmar Rösicke heuert bei Damenteam in der Hauptstadt an

Trainer-Fuchs nun Füxxe-Trainer

Ex-HCN Trainer Dietmar Rösicke trainiert jetzt das Frauenteam der Berliner Füchse
Ex-HCN Trainer Dietmar Rösicke trainiert jetzt das Frauenteam der Berliner Füchse © Foto: MZV
Marcus Gansewig / 02.09.2011, 11:20 Uhr - Aktualisiert 02.09.2011, 11:52
Neuruppin (MZV) Dietmar Rösicke kehrt in den Frauen-Handball zurück. Knapp sechs Monate nach seinem vorzeitigen Abschied als Coach der Oberliga-Männer des HC Neuruppin hat der 51-Jährige vor gut zwei Wochen das Training beim Frauen-Drittligisten Spreefüxxe Berlin übernommen. Damit findet Rösicke nach sieben Jahren Männer-Handball wieder in jenen Bereich zurück, in der er seine bisher größten Erfolge gefeiert hat. Als Trainer der Handball-Frauen des Frankfurter HC gewann er unter anderem die Deutsche Meisterschaft und den Europapokal.

Und trotz der siebenjährigen „Frauen-Pause“ fiel ihm die Umstellung auf den Damenhandball nicht schwer. „Der Unterschied ist eigentlich nicht so groß“, betont er und fügt lachend hinzu: „Ich kann nur nicht mehr nach dem Spiel mitduschen.“

Es sind daher mehr die kleinen Dinge, die mit jedem Trainerwechsel einhergehen, die ihn in den ersten Wochen bei den ambitionierten Berlinern beschäftigten. „Ich muss die Spielerinnen kennen lernen, die Gegner“, so Rösicke. In seinem Team hat er dabei nach einem kurzen Trainingslager und einem Vorbereitungsturnier in Mecklenburg-Vorpommern schon große Fortschritte gemacht, zumal ihm einige der Spielerinnen ohnehin nicht ganz fremd waren. „Sandra Woycieszack hatte ich als 17-Jährige beim Frankfurter HC in die Damen hochgeholt. Und Ina Seeger kannte ich auch schon, weil sie damals in den A-Junioren in Frankfurt gespielt hat“, kann der Trainer auf alte Bekannte zurückgreifen.

Beim Studium der Drittliga-Gegnerschaft hingegen wird ihm die Professionalität der Spreefüxxe über die Wissenslücken helfen. „Wir verfügen über ordentlich Videomaterial“, berichtet Dietmar Rösicke. Überhaupt ist es diese Professionalität, die den Coach relativ schnell von der Aufgabe überzeugt hat. „Wir trainieren bis auf den Freitag jeden Tag. Und die Mädels ziehen richtig mit.“ Diese Einstellung gepaart mit „viel Potenzial nach oben“ stimmt Rösicke vorsichtig optimistisch, die Ziele des Vereins erreichen zu können. „Die Spreefüxxe wollen zurück in die Zweite Liga.“ Das werde zwar durch die im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Ligen enorme Anzahl von Zweitliga-Absteigern erschwert, ist aber alles andere als utopisch. Doch erst einmal will Rösicke, der weiterhin in Neuruppin wohnen bleibt, davon nichts wissen. Wichtiger sei jetzt erst einmal, „in den normalen Rhythmus reinzukommen“, beugt der Coach der Füxxe zu hohen Erwartungshaltungen und einer drückenden Favoritenrolle vor – und ist damit schon wieder ganz Fuchs.

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Frank Furter 02.09.2011 - 22:02:14

Rösicke

Gehört das in die FHC-Rubrik?

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