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Angeblich gibt es neue Hinweise auf den umstrittenen Nazi-Schatz bei Himmelpfort

29.07.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 29.07.2011, 06:13
himmelpfort Himmelpfort (pilz) – Das Thema ist wie ein Geysir aus dem abgrundtiefen Sommerloch der Boulevard-Presse geschossen: Schatzsucher wollen angeblich wieder Anlauf nehmen, die sagenhaften 18 Kisten voller Gold aus dem Stolpsee zu holen, die auf dem Grund lagern sollen.

Diesmal sind es Engländer. Diesmal wollen sie ein U-Boot in Stellung bringen. Spökenkieker, aber auch manch ernsthaft recherchierende Zeitgenossen vermuten schon seit Jahren den Schatz (wir berichteten). Sogar die Stasi soll nach ihm gesucht haben.

Heimatkundler und Pfarrer im Ruhestand Erich Köhler bestätigte am Freitag auf Nachfrage, dass zahlreiche Medienvertreter in den vergangenen Tagen ihn aufsuchten, um nach Einzelheiten zu fragen. „Es gibt angeblich neue Hinweise darauf, dass die Nazis tatsächlich im Stolpsee am Ende des Zweiten Weltkrieges einen Schatz versenkt haben“, sagte er. Im Koblenzer Bundesarchiv seien Papiere aufgetaucht, die den Verdacht erhärteten. Danach habe die SS während der Flucht vor den Russen Häftlinge des KZ dazu gezwungen, die wertvolle Fracht – rund 350 Kilo Gold und 100 Kilo Platin – mit Schlauchbooten auf den See zu transportieren und sie dort zu versenken.

Köhler hat eine Kopie des vermeintlichen Beleges. Es ist ein Blatt Papier, auf dem mit unsicherer Hand der See, die Havelmündung und dort, wo der Verfasser das Wort Petrus geschrieben hat, die Himmelpforter Klosterkirche verzeichnet sind. Eine Linie stellt eine Verbindung zwischen einem Nagel und dem Kreuz der Kirche her. „Der Witz ist, die Kirche in Himmelpfort verfügt auf dem Turm über kein Kreuz“, merkt Köhler an.

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