Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Leichtfüßige A-capella-Klänge in der Schönfließer Dorfkirche

24.07.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 24.07.2011, 06:13
oberhavel Oberhavel – Ob Popsong-Legende oder klassischer Ohrwurm – in der Schönfließer Dorfkirche kam das Quartett Klangbezirk mit seinem A-capella-Gesang ausgesprochen gut an.Von Gitta Dietrich

Eins, zwei, drei, vier – ein zart angestimmter Grundton schwillt zu einem durchdringenden Rhythmus eines pochenden menschlichen Herzens an. Ein vielschichtiger Klangteppich breitet sich in der Schönfließer Dorfkirche aus. Es verspricht, ein Hörerlebnis der besonderen Art zu werden. So besang das A-capella-Quartett Klangbezirk am Sonnabend fast schon ätherisch den Sternenstaub – eine ganz eigene Interpretation des Lieds „We are stardust“ von Folkrock-Legende Joni Mitchell.

Das Quartett Klangbezirk besteht aus jeweils zwei Frauen und Männern, die mit jazzigen, klassischen und modernen Stücken im Rahmen der mittlerweile 21. Schönfließer Sommermusiken am Sonnabend vor etwa hundert Musikfreunden auftraten.

„Beim A-Capella-Gesang muss man neben einer Intonationssicherheit und großem Interpretationswillen natürlich die Ohren für die anderen offen halten“, erklärte Sängerin Tanja Pannier nach dem einstündigen Konzert. „Wir stützen uns gegenseitig.“ Mit ihrem vielfältigen und unbeschwert dargebotenen Repertoire ist das erst vor sechs Jahren gegründete Quartett schon durch ganz Europa getourt. Doch selbst in Hongkong und Korea eroberte Klangbezirk bereits auf Festivals die Zuhörerherzen. Da wundert es auch nicht mehr, dass ihr Gesang bereits international preisgekrönt ist. So errangen die vier Musiker den ersten Platz beim finnländischen Tampere Vokal-Wettbewerb.

„Dieses Jahr sind wir etwas zur Ruhe gekommen und singen nur das, worauf wir Lust haben“, erzählte Juan Garcia. So konnte sich das Publikum neben Songs aus der Woodstock-Ära à la „With a little help from my friends“ von den Beatles an Werken von Georg Friedrich Händel und ungewöhnlichen chinesischen Klängen erfreuen. Aber auch Herbert Grönemeyers „Flugzeuge im Bauch“ begeisterte. Zudem wurden die Zuhörer kurzerhand als Chor in eine Improvisation integriert.

Nur allzu gern haben die Künstler die Einladung nach Schönfließ angenommen. „Ich mag diese Kirche, sie hat ihren eigenen Charme. Sie atmet Geschichte“, schwärmte Sängerin Tanja Pannier. Oft habe man es, so berichtete sie aus Erfahrung, mit zu viel Hall in großen Kirchenschiffen zu kämpfen. „Hier ist der Klang sehr angenehm.“

Der Abstecher in die Schönfließer Kirche ist der engen Verbundenheit zur privaten Musikschule von Erik Enseleit in Berlin-Hermsdorf zu verdanken. So unterrichteten dort schon die Klangbezirkler Tanja Pannier und Matthias Knoche. „Uns verbindet mittlerweile eine enge Freundschaft“, so Enseleit, der sich um die künstlerische Bandbreite bei den Schönfließer Sommermusiken kümmert.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG