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Gitarrist Frank Basner über die Anfänge der Premnitzer Band

28.06.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 28.06.2011, 06:13
premnitz Premnitz – Dank der Nähe zu Westberlin und der kulturellen Vielfalt im Radio erhielt die DDR-Jugend reichlich Inspiration. Die musikalische Entwicklung des 1964 in Premnitz geborenen Frank Basner begann indes im Elternhaus. Von René Wernitz

Sein Vater war Tanzmusiker in der Gruppe „Die Hardys“. Es war Basners früher Traum, einmal das Spiel auf der Trompete zu beherrschen. Er besuchte dafür die Musikschule im Ort. Zudem spielte er Querflöte im Spielmannszug der BSG Chemie Premnitz, wo er mit 14 bereits als Übungsleiter tätig wurde. Im Chor seiner Wilhelm-Pieck-Oberschule sang er ebenfalls. Und ab der fünften Klasse wurde er auch in der Schul-Arbeitsgemeinschaft „Gitarre“ aktiv.

In dieser AG zupfte Frank Basner gemeinsam mit seinem Klassenkameraden Frank Schmundt an den Saiten. Mit einem anderen Jungen aus der Klasse, Christian Rudolf, und weiteren Premnitzern gründeten die Hobbymusiker während der zehnten Klasse eine Band. Diese nannten sie Utopia.

Rudolf wurde zum Frontmann, gesanglich unterstützt durch die Gitarristen Basner und Schmundt. Als Keyboarder kam Andreas Maaz zum Einsatz, an den Drums saßen Jens Alex bzw. Fred Westermann. Bassisten waren Gunter Burkamp bzw. Mario Jungebauer. Weil die DDR-Jugend während der Ausbildung und der sich anschließenden Armeezeit vielfach kreuz und quer durch die Republik geschickt wurde, änderte sich die Utopia-Besetzung mehrfach. Frank Basner, der als musikalischer Leiter der Gruppe agierte, wurde 1987 eingezogen. Ein Jahr zuvor wurde Utopia in einer Junge-Welt-Umfrage nach der beliebtesten Amateurband auf Platz 18 gewählt, 192 Vorschläge waren eingegangen.

Nach der Wende zog es die Bandmitglieder ins wiedervereinigte Deutschland hinaus. Mit Musikern wie Bodo Mackebrandt und Arnim Beyer (beide Gitarre) sowie Christian Sladek (Keyboard) machte Utopia zunächst weiter.

Obwohl die Gruppe nicht mehr regelmäßig auf der Bühne stand, feierte sie 2006 ihr 25. Bandjubiläum mit einem Konzert vor 700 Gästen in einer alten Kantine des Premnitzer Chemiefaserwerks. Den 30. Jahrestag zelebriert Utopia am 9. Juli. Diesmal wird ein riesiges Festzelt auf dem Gelände des Stadions der Chemiearbeiter aufgebaut. Beginn ist um 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr.

Frank Basner, der inzwischen in Potsdam lebt und als Handwerksbeauftragter für die Inter-Versicherung arbeitet, kündigt alle Musiker an, die bisher für Utopia spielten. Nur Gunter Burkamp fehlt, der leider viel zu früh verstorben ist. Vermutlich kennen TV-Freunde den Frontmann Christian Rudolf aus der „Lindenstraße“. In der ARD-Serie spielt der heutige Schauspieler im Hauptberuf den bayerischen Hausmeister Jimi Stadler.

Auch die Premnitzer Gruppe TOR 11 legt sich im Stadion ins Zeug. Mitglieder sind Frank Schmundt, Frank Basner und Sohn Christian Basner. Da setzt sich offenbar eine musikalische Familientradition fort.

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