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Bauarbeiten auf der Umgehungsstraße B 168 haben gravierenden Auswirkungen

Stau-Chaos in Fürstenwalde-Süd

Umleitungs-Ursache: Auf der Umgehungsstraße wurde am Dienstag mit dem Abfräsen des Asphalts begonnen.
Umleitungs-Ursache: Auf der Umgehungsstraße wurde am Dienstag mit dem Abfräsen des Asphalts begonnen. © Foto: moz
Uwe Stemmler / 14.09.2011, 07:32 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Am Dienstag ging seit 8 Uhr in Fürstenwalde fast nichtsmehr, wer von Süd nach Nord mit dem Fahrzeug unterwegs war, musste lange Stau- und Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Auswirkungen der Bauarbeiten auf der Umgehungsstraße waren gravierend.

Auch drei MOZ-Mitarbeiter waren im Staugeschehen dabei: Eine Kollegin kam aus Richtung Rauen und wollte die verstopfte Rauener Straße meiden. Sie wechselte die Einflugschneise, fuhr zur August-Bebel-Straße – und stellte sich ganz hinten an. Dort harrte auch die zweite Kollegin 40 Minuten aus, nachdem sie bei Lidl ihr Frühstücksbrötchen gekauft hatte.

Der Dritte kam aus Briesen über die Autobahn, fuhr Ost ab und musste in die Lise-Meitner-Straße einbiegen. In der Langewahler Straße war das Stauende bald erreicht. Also die nächstbeste Querstraße nach links – um in der Bebelstraße im Stau anzukommen. Also weiter, quer bis zur Puschkinstraße – auch Stau. Da blieb nur das lange Anstehen in der Rauener Straße, auf die von den westlichen Querstraßen Pkws und Linienbus aus Richtung Margrafpieske drängten.

Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst setzte gleich am Vormittag eine Sitzung mit den Leitern vom Straßen- und Grünflächen- und vom Ordnungsamt an. Eine Frage stand im Raum: Welchen Einfluss können wir auf das Geschehen nehmen? Die Antwort: Eigentlich keine. Man wolle sich, erklärte Hengst später der MOZ, für großräumigere Umleitungen einsetzen.

Marion Nötzel, in der Verwaltung für die Straßen zuständig, sieht auch keine Einflussmöglichkeiten, denn es werde an einer Bundesstraße gebaut und über Landesstraßen umgeleitet. „Wir wurden bei einer Sitzung am 2. September über die Pläneinformiert. Wir haben auch diskutiert, weil uns die Problemlage klar war.Aber eine wirkliche Alternative gibt es nicht.“

Mit am Tisch saß damals auch der Busverkehr Oder-Spree (BOS). Dort fühlte man sich am Dienstag an die Zeiten erinnert, als es noch keine Umgehungsstraße gab. „Alle Stadt- und Regionallinien sind massiv von Verspätungen bis zu 20 Minuten betroffen“, hieß es weiter. Dadurch konnten Anschlüsse und Umsteigemöglichkeiten, beispielsweise am Bahnhof, nicht gewährleistet werden. Beim BOS hofft man, dass sich die Lage in den kommenden Tagen entspannt. Alle Fahrten würden auch weiterhin stattfinden. Fahrgästen, die Termine einhalten müssen, wird geraten, ausreichend Puffer einzuplanen. Marion Nötzel empfahl gestern allen Pendlern, die von Süd zum Bahnhof wollen, um nach Berlin oder Frankfurt zu kommen, von der Station Fürstenwalde Süd aus mit dem Zug zu fahren. Der fahre zwar nur jede Stunde, aber an jedem Stau vorbei.

Auf der Baustelle, dem Grund allen Übels, waren derweil gestern die Maschinen auf der nördlichen Hälfte der Kreuzung am Werk. 16 Zentimeter tief wurde schon abgefräst, berichtete Detlev Müller, Chef der Landestraßenmeisterei Fürstenwalde. „Partiell werden wir wegen der Schäden noch sechs Zentimeter tiefer müssen“, fügt er hinzu.

Er erläutert auch, warum der Verkehr dort nur von der Lindenstraße Richtung Berkenbrück laufen kann, und umgekehrt die Umleitung über die Lise-Meitner-Straße geht: Für zwei Spuren ist kein Platz. Und eine Bauampel ist nicht möglich, weil sie nicht mit der Bahnschranke abgestimmt werden kann. Dadurch könnte Rückstau bis auf die Schienen entstehen.

Bis 23. Oktober sind die Arbeiten geplant. „Unser Kampfziel ist aber der 8. Oktober – wenn alle Umstände passen“, sagt Müller. Er will so zeitig wie möglich fertig werden, weil unmittelbar danach ein weiterer dicker Brocken kommt: Noch im Oktober soll die August-Bebel-Straße zwischen Spree-Brücke und Langewahler Straße saniert werden. Die Stauzeit geht also noch weiter.

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Pendler 15.09.2011 - 13:17:07

Und es geht weiter ...

Wer heute morgen über die Lindenstraße zur A12 wollte, musste sich durch eine wüste Baustellle schlängeln. Hier angekommen wusste man nicht so genau, ob diese gesperrt oder freigegeben ist. Es waren auch keine Schilder wg. einer evtl. Sperrung zu erkennen. Also durch, durch die hohen Löcher und Kanten. Und frühs um 7 sind natürlich noch keine Bauarbeiter da, oder sollte man sagen zum Glück? Sonst hätten die einen vielleicht gleich wieder zurück geschickt. Eine ordentliche Beschilderung mit Auskunft wo ,wann, was gesperrt ist, wäre das Mindeste. Denn unter diesen Umständen kann keiner auf "Verständnis" hoffen, wie es immer so schön auf den Baustellenschildern steht.

Ralf Müller 14.09.2011 - 21:27:39

ein erstaunter Bürger

Ich frage mich ganz ernsthaft, wie geht man mit unseren Steuergeldern um. Die Umgehungsstrasse die jetzt saniert wird, wurde erst vor 8 Wochen gesplittet.WARUM? Haben wir nicht genug andere Maßnahmen die durch geführt werden müssen.

genervter Autofahrer 14.09.2011 - 12:28:40

Chaos

Die Stadt war gestern komplett lahmgelegt, wer hat diese Baustellenplanung zu verantworten? Und zur Krönung finden im größten Stau in der Langewahler Straße Baumschnittarbeiten statt. Na Prost wenn das noch bis Oktober so weitergeht!!

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