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"Hort-Opa" öffnet Donnerstag die Holzwerkstatt

So wird's gemacht: Gerhard Peste zeigt Nico (7) und David (9) in der Holzwerkstatt, wie es funktioniert.
So wird's gemacht: Gerhard Peste zeigt Nico (7) und David (9) in der Holzwerkstatt, wie es funktioniert. © Foto: MOZ /Gerd Markert
Irina Voigt / 19.02.2017, 07:40 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Eine große Überraschung erlebten Dieter Schloder und Gerhard Peste beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Sie wurden für ihr ehrenamtliches Engagement im Hort der Eggersdorfer Grundschule öffentlich gewürdigt.

Es ist Donnerstagnachmittag. Und wie so oft warten die Kinder schon ungeduldig darauf, dass Kathrin Willmann die Tür zur Werkstatt aufschließt und sie mit ihrem "Hort-Opa" die Werkbänke stürmen können. "Hier kann man an Maschinen arbeiten und man kann dann das Gebastelte gleich mit nach Hause nehmen", sagt Julien. Der Zehnjährige ist gerade noch dabei, nach dem Donnerstagstreff die Werkstatt auszukehren, um dann stolz seinen aus Tannenzapfen selbst gestalteten Winterwald einzupacken. Julien ist eines der begeisterten Kinder, die sich jede Woche auf den Nachmittag in der Holzwerkstatt freuen.

Seit drei Jahren ist der Donnerstagnachmittag bei Gerhard Peste für den Hort reserviert. Der 67-Jährige ist dann Ansprechpartner, Kumpel und Fachmann für ein Dutzend Mädchen und Jungen, die ihren Nachmittag beim Basteln, Sägen, Malen und Gestalten verbringen. "Ich kenne den Hort schon lange, denn auch mein Enkel Paul ist gern hier gewesen und meine Enkelin Paula ebenso", sagt Peste. Als der selbstständige Handwerksmeister in den Ruhestand ging, kam er der Bitte der Horterzieherin Kathrin Willmann gern nach, in der Werkstatt zu helfen. Gemeinsam mit Dieter Schloder wurden sie zu den "Hort-Opas".

"Wir haben für die Hortkinder rund um die Woche sehr viele Angebote", sagt Kathrin Willmann. Aber manchmal käme das Team auch an die Grenzen, wenn beispielsweise Krankheiten zu Ausfällen führen. "Und dann ist es sehr schön, dass die Kinder dennoch ihren Lieblingsbeschäftigungen in der Werkstatt nachgehen können, weil eben Gerhard Peste für sie da ist und nach dem Rechten schaut." Und so hat schon manch ein Grundschüler - gleich ob Junge oder Mädchen - in der Werkstatt der Grundschule, die der Hort mitnutzen kann, erste Kontakte mit Hammer und Säge, Nägeln oder Kleber gehabt. "Die Kinder bestimmen selbst, was sie anfertigen wollen", sagt Peste und freut sich über die Fantasie, mit der sie dann am Werkeln sind. So entstanden hier - je nachdem, welche Serie im TV gerade Mode ist - Schwerter oder Zauberstäbe.

Manch einen Donnerstag ist das Gedränge an den Werkbänken sehr groß. "Da wäre es schön, wenn sich noch ein anderer Ehrenamtler finden würde", sagt Peste, denn nach dem Dieter Schloder aufgehört hat, muss er den lebhaften Ansturm allein bewältigen. Und er weist auf ein großes Plakat mit der Suchanzeige nach einem "Hort-Opa" für die Holzwerkstatt, donnerstags von 14.30 bis 15.30 Uhr.

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