Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zechlinerhütte: Kita braucht mehr Anmeldungen

Ihr Kinderlein, kommet

Stefan Ganschow beim Karate-Training mit den Kindern der Zechlinerhütter Kita „Hüttenzwerge“.
Stefan Ganschow beim Karate-Training mit den Kindern der Zechlinerhütter Kita „Hüttenzwerge“. © Foto: MZV/Holger Rudolph
Holger Rudolph / 28.09.2011, 16:10 Uhr - Aktualisiert 28.09.2011, 18:08
Zechlinerhütte (MZV) Per Video hatten die Mädchen und Jungen der Zechlinerhütter AWO-Kita „Hüttenzwerge“ Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau(CDU) zum Karate-Training eingeladen. Er kam, wissend, dass es um mehr als den Sport gehen würde: Der Kita mangelt es an Kindern.

Am Mittwochvormittag begrüßten die Knirpse den Bürgermeister. Zuerst sangen sie, angeleitet von Erzieherin Gundula Jaensch, gereimte Ulk-Lieder. Dabei ging es um Zechlinerhütte und die umliegenden Rheinsberger Ortsteile.

Während sich die Kleinen zum Karate-Trainig umzogen, gaben Rau und Michael Sachs, Geschäftsführer der AWO Ostprignitz-Ruppin, Auskunft zum Hintergrund ihres Treffens. Sachs stellte fest: „Es ist leider so, dass wir hier zurzeit sehr wenig Kinder haben.“ Ganze elf Knirpse seien angemeldet. Ausgelegt ist die Kita hingegen für bis zu 30 von ihnen.

Kita-Leiterin Sylvia Elias beschrieb die Situation: „Wir gehen davon aus, dass später ein paar Geschwister unserer heutigen Kita-Kinder zu uns kommen. Aber noch ist es nicht so weit.“

Auch in der Rheinsberger Kernstadt werden die Kitas „Spatzennest“ und „Märchenland“ im Stadt-Auftrag durch die AWO betrieben. Dort sei es gänzlich anders um die Auslastung bestellt, sagte Sachs und erläuterte: „In der Kernstadt sind wir zu fast 100Prozent ausgelastet.“ Schon oft seien Eltern darauf angesprochen worden, ob sie ihren Nachwuchs lieber in das nur sechs Kilometer entfernte Zechlinerhütte schicken wollten. Doch darauf sei niemand eingegangen. Dabei habe die kleine Kita große Vorteile. Es gehe familiärer zu, wodurch auch ein höherer Grad an Kontinuität zu verzeichnen sei. Hinzu komme die „tolle Lage“. Der Schlabornsee befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Die beiden Erzieherinnen Sylvia Elias und Dörte Sons bilden die Stamm-Belegschaft. Betreut werden Kinder im Alter von unter einem Jahr bis hin zur Einschulung. Zu den Angeboten der Kita gehört auch das Karate-Training mit Stefan Ganschow, der mehrere Karateschulen, eine davon in Rheinsberg, betreibt. Bei ihm geht es neben Grundzügen der Selbstverteidigung auch um die Verbesserung der Koordination, die Stärkung des Selbstbewusstseins sowie das Gruppen-Sozialtraining.

Erst im vergangenen Winter wurde die Kita komplett renoviert, wobei mehrere Eltern halfen. Auch noch längst nicht überall Standard: Es gibt zwei Computer, an denen die Kinder spielerisch den Umgang mit dem Internet erlernen können.Zum Konzept der Einrichtung gehört zudem der Vierbeiner Maya vom Rosennest. Der Collie von Sylvia Elias ist als Begleithund ausgebildet und versteht sich offensichtlich gut mit den Kindern.

Das Kita-Team würde sich über neue Anmeldungen freuen. Einen ersten Kontakt können interessierte Eltern per Anruf unter (033921) 70255 aufnehmen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG