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20 Grundschüler spielen beim 1. Hort-Schach-Turnier / Täglich Ferienprogramm im Jugendclub Heinersdorf

König schützen mit Blick auf die Uhr

Punkten mit Strategie: Niklas Tunkel (10), Tom Langlotz (10), Dominik Heinrich (10) und Cindy Mylke (10, v. l.) diskutieren den nächsten Spielzug.
Punkten mit Strategie: Niklas Tunkel (10), Tom Langlotz (10), Dominik Heinrich (10) und Cindy Mylke (10, v. l.) diskutieren den nächsten Spielzug. © Foto: MOZ/Lea Sophie Lukas
Lea Sophie Lukas / 11.10.2011, 07:12 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Schach ist nicht einfach nur ein Spiel.Schach ist ein Denksport. Schon Grundschüler finden Spaß daran und trainieren konzentriert das strategische Handeln, das zum Sieg führt. 20 junge Nachwuchsspieler trafen sich dazu am Montag in Heinersdorf – beim 1. Hort-Schach-Turnier.

Ihren Kampf tragen Nicklas und Robin schweigend aus. Zwar haben sie sich vorher pflichtgemäß und friedlich die Hände gereicht. Doch dann schicken die beiden Jungen ihre Bauern und Läufer los. Die Figuren fallen im Sekundentakt. Im Auge behalten der zwölfjährige Nicklas und Robin, der neun Jahre alt ist, dabei vor allem zwei Dinge: ihren jeweiligen König – den es zu schützen gilt – und die Stoppuhr. Fällt einer der Könige, ist das Spiel verloren. Gleiches gilt, wenn die Jungen für ihre Züge zu lange nachdenken müssen und auf der Uhr zu viel Zeit vergeht. Eine halbe Stunde bleibt ihnen, um den Gegner „Schach matt“ zu setzen. „Das hier sind alles Anfänger“, sagt Daniela Heinrich. „Sie schaffen es noch nicht immer.“

Daniela Heinrich hat das Heinersdorfer Hort-Schach-Turnier ins Leben gerufen. Den Teilnehmern möchte sie damit nicht nur etwas Abwechslung in den Herbstferien, sondern auch einen besonderen Anreiz bieten. „Diese Kinder haben bisher keine Turniererfahrung. Hier geht es darum, ein neues Ziel aufzuzeigen und eine Perspektive, wohin man beim Schach kommen könnte.“

An der Grundschule in Heinersdorf unterrichtet Daniela Heinrich das Spiel bereits als Schulfach und sie leitet eine Schach-AG. Sie selbst ist Mitglied im Schachverein Briesen. Mit dem Turniertag hat sie es geschafft, ein bisschen Wettkampfstimmung unter den Nachwuchsspielern aufkommen zu lassen. „Mein Vater hat mir Schach beigebracht“, sagt der neunjährige Robin Nuklies, der in Rauen in die vierte Klasse geht. „Es macht mir Spaß, weil es ein Konzentrationsspiel ist und ich würde gerne mal einen Pokal gewinnen.“

Unter den 20 Teilnehmern sind 16 Jungen. „Das ist kein Mädchensport“, sagt Daniela Heinricht, die sich wünscht, dass sich das irgendwann ändert. „Es gibt Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass gute Schachspieler anders denken und lernen können“, sagt sie. Beide Gehirnhälften würden auf besondere Art und Weise beansprucht und durch die Stoppuhr auch die Schnelligkeit trainiert. Dass das auch Mädchen Spaß macht, sieht die Lehrerin an ihrer eigenen Tochter: Juliane ist neun Jahre alt und bereits eine so gute Spielerin, dass sie an dem Anfängerturnier nicht mehr teilnehmen darf. Zum Zugucken ist sie trotzdem mitgekommen. Auch für Juliane ist so ein verregneter Ferientag gerettet.

Weil Brandenburgs Schüler noch eine ganze Woche Herbstferien haben, finden im Heinersdorfer Jugendclub bis zum Freitag weitere Veranstaltungen statt, mit denen sich die viele freie Zeit gut vertreiben lässt. Heute Nachmittag wird Pizza gebacken, morgen gibt es ein Familien-Rommé-Turnier, zu dem auch Eltern und Großeltern eingeladen sind, und am Donnerstag erfolgt der Anpfiff zum Mini-Fußball-Turnier. Zum Ferienabschluss gibt es am Freitag ein Lagerfeuer und Würstchen am Spieß. Alle Aktionen beginnen um 14 Uhr und enden zwischen 17 und 19 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten.

Jugendclub Heinersdorf, Lietzener Weg 4, Tel. 033432 71097

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