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Erwin Liberka neuer Europameister / Hühner erfüllen höchste Zuchtansprüche

Sieg für rote Henne aus Tantow

Erfolgreicher Züchter: Erwin Liberka aus Tantow hat eines seiner prächtigen Hühner der Rasse Orpington auf den Arm genommen. Der Tantower ist mit seiner Zucht Europameister.
Erfolgreicher Züchter: Erwin Liberka aus Tantow hat eines seiner prächtigen Hühner der Rasse Orpington auf den Arm genommen. Der Tantower ist mit seiner Zucht Europameister. © Foto: MOZ
Eva-Martina Weyer / 08.02.2012, 21:00 Uhr
Tantow (MOZ) Tantow hat einen Europameister. Er heißt Erwin Liberka und holte sich den Titel mit einem seiner Hühner der Rasse Orpington in der Farbe rot. Damit sind die jahrelangen Zuchtbemühungen des Rentners gekrönt worden.

Mit einem Twingo voller Hennen und Hähne ist Erwin Liberka extra bis zu einer Meisterschaft in den Niederlanden gefahren. Dort bewarben sich ungefähr 290 große Orpingtons unter anderen von Züchtern aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Belgien und den Niederlanden um den Meistertitel.

Ein Huhn war schöner als das andere. "Die Preisrichter achten auf einen würfelförmigen Körper.Kamm und Schwanz sollten eine Linie bilden, der Bauch nicht auf dem Boden schleifen", erzählt Erwin Liberka. Seine Tiere wurden von einem holländischen Preisrichter bewertet. Er selbst durfte in diesem Moment nicht mit dabei sein.

"Man geht von 100 Punkten aus. Aber die Preisrichter sagen, es gibt kein ideales Tier. Deshalb werden in Deutschland und Holland maximal 97 Punkte vergeben. Ich habe 96 bekommen", strahlt der Züchter und zeigt stolz die Urkunde, die ihn als Europa-Champion ausweist. In seinem Flur hängen weitere Trophäen der Zucht. Es sind Wimpel und Schleifen und Urkunden, die ihn unter anderem zum Landesmeister und Deutschen Meister erklären.

Den Orpingtons hat sich Erwin Liberka seit 1995 verschrieben. Er mag diese große Rasse, weil die Hühner gut legen und ein freundliches Wesen haben. Orpingtons gibt es in den verschiedensten Farbschlägen, so auch in Gelb und Blau. Wie aber kriegt man das Rot hin? "Züchten, züchten, züchten", lautet die knappe Antwort des 73-Jährigen. "Durch dauernde Selektion in jedem Jahr. Man darf als Züchter nicht alles laufen lassen und muss bei einem Kammfehler auch mal sagen: Du wanderst in den Kochtopf."

Erwin Liberka ist in Radekow aufgewachsen, nur einen Steinwurf von Tantow entfernt. Als Junge vom Land hatte er immer mit der Zucht zu tun. Er ist da hineingewachsen. Deshalb betrübt es ihn sehr, dass sich heutzutage so wenige Kinder für die Zucht interessieren. "Die Eltern müssen bei ihren Kindern die Liebe zum Tier wecken. Kinder mit so einem Hobby lernen, Verantwortung zu tragen", sagt Erwin Liberka, der eigentlich Imker ist. Viele Jahre hat er als Physiotherapeut im Eberswalder Krankenhaus gearbeitet sowie in einer Praxis in Tantow.

Zurzeit legt er den Grundstein für weitere Zuchterfolge. Er hat Hahn und Hennen gepaart, es gab Extra-Futter und im Stall besonders viel Licht. Jetzt ist der Brutapparat mit 100 Eiern bestückt und Liberka wartet.

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