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Autofahrer können seit Montag aber wieder bis zum Vorplatz rollen / Heute beginnen in Güldendorf die ersten Bauarbeiten im Mühlental

Bahnhofstunnel bleibt Nadelöhr

Dienstag, 10.30 Uhr: Schweres Baugerät ist westlich des Bahnhofstunnels im Einsatz. „Wir bauen unter vollem Rad“ heißt es bei den Bauspezialisten der Deutschen Bahn. Vollsperrungen sind in den kommenden Monaten aber geplant.
Dienstag, 10.30 Uhr: Schweres Baugerät ist westlich des Bahnhofstunnels im Einsatz. „Wir bauen unter vollem Rad“ heißt es bei den Bauspezialisten der Deutschen Bahn. Vollsperrungen sind in den kommenden Monaten aber geplant. © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Jörg Kotterba / 19.10.2011, 07:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Großbaustelle Bahnhofstunnel: Seit Montag können Autofahrer ohne Schleichwege wieder bis zum Bahnhofsvorplatz rollen. Doch Verkehrseinschränkungen bleiben. Die Bahn baut ab Mittwoch auch eine Baustraße zur Eisenbahnüberführung am Güldendorfer Mühlental. Die Anwohner sind skeptisch.

Der Schleichweg Ferdinandstraße/Klenksberg hinauf zum Bahnhofsvorplatz ist passé: Seit Montag rollt der Autoverkehr von der Heilbronner Straße bis zum Bahnhof. Mit kleinen Einschränkungen und einer Rot-Ampel oberhalb der Bahnhofsstraße, weil am Straßenrand Platz für Medien geschaffen wird. „Ähnliches passiert derzeit in der Dresdener Straße, direkt am Bahnhofstunnel“, informierte gestern Uwe Brettin (53), Leiter Baubüro/Bauüberwachung der DB Mobility Logistics AG. Dort habe man in der Nacht zum Dienstag sogenannte Verbauarbeiten durchgeführt: Die Medien werden umgeleitet, ohne die durch den Tunnel fahrenden Straßenbahnen zu behindern.

Michael Ebermann, Chef der Stadtverkehrsgesellschaft, sprach am Dienstag von einem „großen Verständnis, das wir den Frankfurtern abringen müssen“, denn der Bahnhofstunnel wird komplett abgerissen und bis 2014 neu gebaut. Somit gebe es an diesem Nadelöhr, das zu gegebener Zeit auch komplett gesperrt sein wird, hin und wieder Veränderungen im Straßenbahn- und Busverkehr. Doch es lohne sich, die Baustelle zu ertragen, machte Ebermann Mut. Das jetzt 86 Jahre alte Überführungsbauwerk, wie der Bahnhofstunnel offiziell heißt, wird danach ein lichtes, schönes Bauwerk, „auf das Frankfurt stolz sein wird“, ist sich Ebermann sicher.

„Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten gibt es keine Pläne, einen Verbindungsweg vom Bahnsteigtunnel zum Dresdner Platz zu bauen“, informierte Gisbert Gahler, Sprecher der DB Mobility Logistics AG, auf MOZ-Anfrage. Leser wie Evi Jost und Christlieb Hemmerling hatten gehofft, dass ein alter Traum endlich in Erfüllung gehe.

Gahler informierte, dass der Fußgängerverkehr bei Montage- und Demontagearbeiten im und am Bahnhofstunnel in einem Schutzgang durch die überführte Dresdner Straße geleitet wird – von kurzen Unterbrechungen einmal abgesehen.

Ab heute rollen erste Baufahrzeuge Richtung Güldendorf, um Am Zwickel und im Mühlental eine Baustraße auch für 40-Tonner zur angrenzenden Eisenbahnüberführung zu bauen. Sie wird aufwändig saniert. Anwohner zeigten sich gestern skeptisch. Denn in einem Flugblatt, das am Wochenende in ihren Postkästen steckte, wurde „nur sehr vage, nicht konkret informiert, was passiert“, erklärte gestern eine Betroffene, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Baubüro-Chef Brettin erklärte, dass die Baumaßnahme das sogenannte Planfeststellungsverfahren passiert habe und alles rechtens sei. Der zuständige ARGE-Bauleiter Frank Schumann ergänzte: „Wir werden die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich halten.“

MOZ-Leser Bernd Erfurth lebt mit seiner Frau seit fast 18 Jahren im Mühlenweg 47 am Alten Wasserturm. Mit Freude habe er gelesen, dass in seinem Wohnbereich die Bahn den Bau von Lärmschutzwänden vorgesehen hat. „Schwer beladene Güterzüge lassen bei hohen Geschwindigkeiten das Haus erzittern.“ Wird sich das ändern? Gisbert Gahler: „Ja, das wird es. Die Gleise erhalten Planumsschutzschichten und Bereiche von Dämmen werden neu errichtet.“ Nach schalltechnischen Untersuchungen werden mit Hilfe der Lärmschutzwände die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten.

Am 2. November wird auf einer Pressekonferenz das komplette Vorhaben offiziell vorgestellt. Bahnsprecher Gahler versprach, dass von den Baumaßnahmen betroffene Frankfurter zusätzlich von der ausführenden Bau-ARGE informiert werden.

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Marco Habeck 19.10.2011 - 18:49:09

welche Opfer müssen die Pendler noch erbringen?

Schon jetzt kommen Pendler jeden Tag zu spät zur Arbeit. Die Pünktlichkeit ist im Moment auf ein Level abgesunken das nur noch traurig ist. Baustelle hin oder her. Dann muss man eben früher losfahren. Wie es dann aussieht wenn für ein halbes Jahr oder auch länger kein Zug mehr in Richtung Berlin fährt wird hier nicht geklärt. Wie es dann zu ertragen ist mit dem Bus bis nach Rosengarten zu fahren könnte schon interessant werden. Am Wochenende konnte man erleben wenn gar nichts mehr geht. Aus irgend welchen Gründen die die Bahn selbst nicht mal weiß fuhr ab 18:00 kein Zug in allen Richtungen in Frankfurt. Die Fahrgäste wurden natürlich umfassend und vorher informiert. Mir einen Klappschild am Freitag Vormittag. Über die direkt Busse kein Wort. Wer nach Berlin wollte hatte eine Tolle fahrt vor sich. Das mal kurz erklärt! Mit dem SEV nach Jacobsdorf. Dann mit dem Zug nach Fangschleuse. SEV von Fangschleuse nach Erkner . Mit der S-Bahn von Erkner bis Ostbahnhof. Achja zwischen durch kann man sich auch nicht auf die S-Bahn verlassen die baut auch. Um diese Show einigen Leuten zu ersparen wurden dann wohl direkt Busse eingesetzt. Wem das zu verdanken ist keine Ahnung der DB jedenfalls nicht. Das ist Nahverkehr vom feinsten! Personal naja die eine Mitarbeiterin die auch nicht viel wusste oder Ausrichten konnte. Wenn uns das erwartet gute Nacht. Mein Tip macht euch stark für ein Ersatzbahnsteig oder das die Brücke teilweise abgerissen wird. Kein SEV wenn Laute zur Arbeit müssen.

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