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Stadtverkehrsgesellschaft verfügt jetzt über 34 elektronische Info-Säulen und neun Monitore

Digitaler Service für Fahrgäste

Jörg Kotterba / 21.10.2011, 07:59 Uhr
Frankfurt (MOZ) Wann kommt mein Bus? Wann fährt die Straßenbahn? Dank teurer Elektronik können die Kunden der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft jetzt an ?34 Info-Säulen vor den Haltestellen und auf neun Monitoren an markanten Standorten der Stadt sogenannte Echtzeit-Informationen ablesen.

Der Fahrplan auf Papier wird zum Relikt aus alten Tagen. Wer es auf die Minute genau wissen will, wann Bus oder Straßenbahn um die Ecke biegen, kann in Frankfurt mittlerweile auf ?34 sogenannte Smart-Infosäulen an ausgewählten Haltestellen ?blicken. Oder liest die Ankunftszeit von Tram und Bus an jetzt neun markanten Standorten in der Stadt an Info-Monitoren ab. Per teurer Elektronik werden in Echtzeit, wie die Fachleute sagen, die Ankunftszeiten der entsprechenden Linien angezeigt. Auf die Minute genau. „Ein Gewinn für den Fahrgast. Und die Zukunft der Fahrplanauskunft in Deutschland“, war sich gestern Michael Ebermann sicher. Er ist Geschäftsführer der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) und setzte zum Thema Echtzeit-Information noch nach: „Der Öffentliche Nahverkehr wird digital. In Zeiten, in denen Navigationsgeräte auch in Kleinwagen selbstverständlich werden und das Autofahren immer einfacher machen, muss auch unsere Branche technisch nachrüsten.“ Dank moderner Leitstellen- und Informationstechnologie könnten künftig immer mehr vor allem die jugendlichen und interneterfahrenen Fahrgäste durch die öffentlichen Bus- und Bahnnetze navigieren. „Fahrplanbücher und Abfahrtstafeln sind die Klassiker. Jetzt besteht sogar die Möglichkeit, über internetfähige Mobiltelefone jederzeit Abfahrtszeiten abzufragen“, informierte der SVF-Geschäftsführer. Über www.vbb-fahrinfo.de gibt es grenzüberschreitende Fahrgast-Informationen.

Frankfurts Stadtverkehrsgesellschaft hat sich die verlässliche Echtzeit-Info, die auf jede Störung auf der Straße oder Schiene, auf jede Verzögerung durch Baustellen oder Verkehrsunfälle reagiert, etwas kosten lassen. Jede dieser 34 Smart-Infosäulen, die vom elektronischen Bordinformationssystems des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mit aktuellen Daten gespeist wird, ist 10 000 Euro teuer. „Die Kosten der Info-Monitore halten sich hingegen in Grenzen“, informierte Ebermann. Diese „Fernseher“ spucken im und am Kundenzentrum der Stadtverkehrsgesellschaft mit Blick auf die Lenné Passagen ihre Daten aus. Weitere Standorte: Die Eingangsbereiche des Uni-Hauptgebäudes, des Audimax’ und des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes, des Kleist Forums und der Konzerthalle, am SMC-Radio im Spitzkrug-Multi-Center und in der neuen Messehalle. Demnächst sollen auch das Rathaus und das Stadthaus mit diesem Service ausgerüstet werden.

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ÖPNV-Nutzer 22.10.2011 - 20:13:04

früher oder später kommt der Bus

Schön und gut, aber was nutzt die ganze Technik, wenn der Busfahrer 3 Minuten vor der eigentlichen Abfahrtzeit an der Haltestelle vorbeifährt, man trotz Rennens nur noch die Rücklichter sieht und einem anschließend von der Leitstelle selbstherrlich erklärt wird, dass die Haltestelle pünktlich angefahren wurde? Dann sagt mir die tolle neue Technik, dass in 23 MInuten der nächste Bus kommt ... Toll!

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