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Was jeweils am 17. März so alles geschah / Zeitreise durch 25 Jahre Märkische Oderzeitung in Eberswalde und Umgebung

Als sich der Liter Benzin auf 1,03 Euro verteuerte

KArikatur von Ioan Blahm aus Eberswalde . 5.3.2015
KArikatur von Ioan Blahm aus Eberswalde . 5.3.2015 © Foto: Ioan Blahm
Sven Klamann / 12.03.2015, 19:00 Uhr - Aktualisiert 16.03.2015, 16:57
Eberswalde (MOZ) Ein Vierteljahrhundert lang berichtet die Märkische Oderzeitung bereits aus Eberswalde und Umgebung. Viel ist in dieser Zeit passiert. Das zeigt schon der kurze Blick in Ausgaben aus 25 Jahren, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind an einem 17. März erschienen.

1990: In ihrer ersten Lokalausgabe berichtet die MOZ davon, dass die Stadtverordnetenversammlung nicht tagen konnte, weil nur 50 Volksvertreter zur Sitzung erschienen waren. Außerdem wird Tischlermeister Bruno Samland vorgestellt, der den Auftrag hatte, 38 Wahlkabinen zu bauen.

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1992: Die MOZ vermeldet, dass zum 31. März 120 Kranbauer ihre Kündigung erhalten. Ihnen sollen zumutbare Arbeitsplätze bei anderen Firmen auf dem Werksgelände vermittelt werden. Im Kranbau selbst bleiben nach dieser Entlassungswelle noch 660 Beschäftigte.

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1993: Hans Mai, Bürgermeister von Eberswalde-Finow, stellt den Antrag, die marode Villa des Märkischen Elektrizitäts-Werkes (MEW) zum Sitz der Stadtwerke

zu erklären. Es wird auf eine schnelle Entscheidung durch die Oberfinanzdirektion Frankfurt (Oder) gehofft. Niederfinows Gemeindevertreter sprechen sich für einen Standort der Amtsverwaltung in Eberswalde aus.

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1994: Die Papierfabrik Wolfswinkel GmbH ist in Zahlungsschwierigkeiten. Die knapp 60 Mitarbeiter müssen monatelang auf ihren Lohn warten. In Finowfurt soll zum April das Essen für Kita- und Schulkinder pro Portion um eine Mark teurer werden: In der Kita sind dann 2,50 Mark, in der Schule drei Mark zu zahlen.

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1995: Der Eberswalder Bauausschuss begrüßt die Pläne des zuständigen Dezernenten Thomas Kemmann, im Brandenburgischen Viertel eine verkehrsberuhigte Zone zu schaffen. Durch ein Teilstück der Potsdamer Allee sollen nur noch Obusse und Rettungswagen fahren dürfen. Auf dem Potsdamer Platz sollen überdies die Anschlüsse für einen möglichen Pavillon mit WC vorbereitet werden.

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1996: In der Kasse der Industriegewerkschaft Metall fehlen 204 000 Mark. Unter Verdacht steht ein bereits als Erster Bevollmächtigter für Ostbrandenburg abgesetzter Gewerkschaftsfunktionär aus Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Joachimsthal versucht, das Geld für einen Schulsozialarbeiter aufzutreiben, nachdem im Jugendklub ein Hitlerbild entdeckt worden war. Mit der Kirche schmiedet die Kommune eine Allianz der Vernunft.

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1997: Die Modedroge Ecstasy sei auf dem Vormarsch, warnt die Polizei, 1996 seien in Barnim und Uckermark 85 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zu Protokoll genommen worden, Die aus der DDR-Zeit übernommenen Hemmschwellen würden allmählich sinken.

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2000: Die formalen Weichen für die städtische Tower Finow GmbH sind gestellt. Eberswaldes Stadtverordnete stimmen dem Gesellschaftervertrag mehrheitlich zu. Die CDU-Fraktion regt nach der Beschlussfassung an, auch den Kreis und Finowfurt an den Kosten zu beteiligen.

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2001: Für die Sanierung des Sportkomplexes werden 21 Millionen Mark veranschlagt. Für den Haushaltsausgleich, ohne den der Kreis die Aufnahme eines Kredites durch die Technischen Werke nicht gestattet, sind Grundstücksverkäufe geplant. Oderberg streicht die Ermäßigung für Rentner: Der Museumbesuch kostet jetzt für alle Altersgruppen vier Mark.

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2002: Im Barnim sind die Autofahrer wütend: Der Liter Normalbenzin kostet kurz vor Ostern meist 1,03 Euro. Anfang März waren es nur 0,93 Euro gewesen.

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2003: Das Brandenburgische Straßenbauamt hält es für möglich, dass an der Ortsumgehung der B 167 für Eberswalde bereits ab 2005 gebaut wird.

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2005: Der Naturschutzbund Eberswalde schlägt Alarm, weil im Totalreservat Grumsiner Forst/Redernswalde rund 500 alte Eichen gefällt wurden.

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2006: Im Brandenburgischen Viertel wird das neue Bürgerbildungszentrum an der Schorfheidestraße 13 eröffnet, das rund 1,9 Millionen Euro gekostet hat.

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2011: Der Sozialausschuss des Barnimer Kreistages ermächtigt den Landrat, Verhandlungen zum Verkauf des Altersheimes Webers Ablage aufzunehmen.

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