Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

17. Brandenburger Selbsthilfetag in Eisenhüttenstadt / Eine Bratwurst deckt die Hälfte des Tagesbedarfs an Fett

Falsche Ernährung macht krank

Beratung: Rita Burmester informiert in einem Vortrag über Möglichkeiten der gesunden Ernährung.
Beratung: Rita Burmester informiert in einem Vortrag über Möglichkeiten der gesunden Ernährung. © Foto: Jürgen Pahn
Jürgen Pahn / 23.10.2011, 18:27 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) In der Inselhalle fand am Sonnabend der 17. Brandenburger Selbsthilfetag statt. Mehr als 200 Gäste waren gekommen, um sich unter dem Motto „Gesund essen – Essen geht uns alle an“ über gesunde Ernährung zu informieren und mit Experten über Lebensmittel zu diskutieren.

„Alle zwei Jahre wird dieser Selbsthilfetag von der Landesarbeitsgemeinschaft für Selbsthilfeförderung an einem anderen Ort durchgeführt“, erklärte Ramona Weinert, Leiterin der Eisenhüttenstädter Selbsthilfezentrale. „Wir haben diesmal das Thema Ernährung auf die Tagesordnung gesetzt, weil niemand mehr nachvollziehen kann, was in unseren Lebensmitteln wirklich alles drin ist.“

Falsches und zu viel Essen sowie veränderte Lebensmittel zögen bei vielen Menschen gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich. In Vorträgen über gesunde Ernährung und das Wirken der Verbraucherzentralen bei der Aufklärung über Inhaltsstoffe wurde die Vielschichtigkeit dieser Probleme beleuchtet. Teilnehmer, die an verschiedenen Krankheiten leiden, hatten die Möglichkeit, über eigene Erfahrungen bei der Umstellung der Ernährung zu berichten. An mehreren Informationsständen gab es zusätzliche Informationen. Und: Um die Bedeutung der gesunden Ernährung zu unterstreichen, lag auf jedem Platz ein köstlicher Apfel.

Wertvolle Tipps zur gesunden Ernährung brachte Rita Burmester, Diätassistentin und Diabetesberaterin aus Bad Saarow, in ihrem Vortrag zur Sprache, ergänzt von Anett Bisanz, Diät- und Diabetesassistentin am Krankenhaus Eisenhüttenstadt. „Wir müssen unseren Blick für die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln öffnen“, sagte Rita Burmester. „Sie haben nicht nur einen Einfluss auf die Bildung von Körperfett, sondern zum Beispiel auch auf unser Immunsystem.“

Ohne die Freude am Essen zu verlieren, solle auf dessen Energiegehalt geachtet werden. Eine Bratwurst beispielsweise decke bereits den halben Tagesbedarf eines Erwachsenen an Fett ab. Frischen Produkten aus regionalem Anbau oder Tiefkühlprodukten solle unbedingt der Vorzug gegeben werden.

„Angesichts der rapiden Zunahme von Diabeteserkrankungen sollten wir damit beginnen, umzudenken“, fügte Anett Bisanz hinzu. Sie hatte einen kleinen Zuckerquiz mitgebracht, um den Gästen zu zeigen, wie viel Zucker in unseren Lebensmitteln enthalten ist.

Alles, was wir zu viel aufnehmen, schlage sich in der Zunahme des Körperfetts nieder, was zu Übergewicht führt – mit allen gesundheitlichen Folgeerscheinungen. Dabei haben beide nichts gegen ein gutes Essen, sofern dem auch eine adäquate Bewegung gegenüber steht. Eine dreiviertel Stunde täglich spazieren gehen sei ein guter Anfang. Wer es genau wissen will, erfährt bei seinem Hausarzt und den Diätassistenten, z. B. in den Krankenhäusern, alles genau. Die Selbsthilfezentralen stellen die Kontakte her.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG