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6. Leichhardt-Konferenz in Goyatz / Projekte und Termine zum 200. Geburtstag vorgestellt

Entdecker aus Stahl und Glas

Künftiges Wahrzeichen: Die australische Künstlerin Sue Hayward präsentiert während der Leichhardt-Konferenz das Modell einer Stele, die den Forscher darstellt. Mit im Bild: Jörg Müller von der australischen Botschaft und Amtsdirektor Bernd Boschan (v. l.)
Künftiges Wahrzeichen: Die australische Künstlerin Sue Hayward präsentiert während der Leichhardt-Konferenz das Modell einer Stele, die den Forscher darstellt. Mit im Bild: Jörg Müller von der australischen Botschaft und Amtsdirektor Bernd Boschan (v. l.) © Foto: MOZ/Jörg Kühl
Jörg Kühl / 26.10.2011, 07:58 Uhr
Goyatz (MOZ) Auf der sechsten Leichhardt-Konferenz, die gestern in Goyatz stattgefunden hat, sind erstmals Ideen für Projekte und Veranstaltungen vorgestellt worden, die 2013 anlässlich des 200. Geburtstags des Australienforschers in der Region stattfinden sollen.

Der 200. Geburtstag des bekanntesten Deutschen in Australien wirft seine Schatten voraus: Auf der sechsten Leichhardt-Konferenz, die auch in diesem Jahr wieder in den Hafenterrassen in Goyatz abgehalten wurde, haben die Referenten Ideen für Veranstaltungen und Projekte für das Leichhardt-Jahr 2013 präsentiert. Jeannette Gruner von der Lokalen Aktionsgruppe Oderland stellte die Konzeption für ein neues Leichhardt-Museum vor und sorgte damit gleich für eine Überraschung. Denn anstatt das Museum am angestammten Platz in Trebatsch zu konzentrieren, soll es künftig drei Standorte geben: Neben Trebatsch ist nun auch der Naturcampingplatz in Zaue sowie die Wasserwelt in Beeskow im Gespräch. Welchen Anteil jeder der Standorte künftig haben soll, wurde nicht mitgeteilt. Die räumliche Streuung sei ein Resultat aus der Überlegung, die Schwielochseeregion samt Anrainerkommunen als „Leichhardt-Land“ zu etablieren. „Wir brauchend daher mehrere Anlaufpunkte, um die Besucher zu lenken“, begründete Jeannette Gruner. Die Referentin bezeichnete das bestehende Leichhardt-Museum als veraltet. Mit den angestrebten neuen Strukturen müsse man sich auch um eine moderne Museumsdidaktik bemühen. Als Beispiel nannte sie einen interaktiven Museumsraum, der wie ein Lagerfeuer mit Sitzgruppe gestaltet sein könnte. Besucher könnten sich auf einen Baumstumpf setzen und Geschichten aus dem Leben Leichhardts lauschen.

Heiko Jahn, Geschäftsführer der Tourismusentwicklungsgesellschaft Lieberose/Oberspreewald (TEG) präsentierte eine Terminplanung für das Leichhardt-Jahr. Das beginnt demnach im Februar mit einer Feierlichkeit in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlin. Anfang März wird eine neue Wanderausstellung über Leben und Wirken des Multitalents eröffnet. Anfang April wird der Leichhardt-Trail eingeweiht. Dabei handelt es sich um einen Wanderweg, der von Leichhardts Geburtsort Trebatsch durch die Lieberoser Heide bis nach Cottbus führt, wo Leichhardt das Gymnasium besuchte. Im Mai steht ein wissenschaftliches Symposium auf der Agenda, im Juli wird es auf dem Schwielochsee im Namen Leichhardts eine Segelregatta geben. Ebenfalls im Juli ist eine Bildungskonferenz mit internationaler Beteiligung geplant. Die „Aquamediale“ soll 2013 Australien zum Thema haben. Die Höhepunkte im Leichhardt-Jahr sind nach dem Entwurf die Aufführung der australischen Nationaloper „Voss“, die, basierend auf der gleichnamigen Novelle Patrick White‘s, das Leben des Australienforschers thematisiert. Außerdem werden an die achte Leichhardt-Konferenz, die im Oktober stattfindet, große Erwartungen geknüpft. Das Leichhard-Jahr endet im November mit der Grundsteinlegung für eine Leichhardt-Akademie auf dem Naturcampingplatz Zaue.

Als besondere Attraktion präsentierte die australische Künstlerin Sue Hayward, die in Berlin lebt, das Modell einer Stele, die den Forscher und Entdecker zeigt. Die Stele, deren Höhe ebensowenig festgelegt ist, wie ihr künftiger Standort im „Leichhardt-Land“, soll aus Stahl und Glas bestehen und mit Texten aus der Feder Leichhardts beschriftet sein.

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