Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Freigabe des Ginsterwegs in Werneuchen-Stienitzaue mit Straßenfest gefeiert

Neue Straße dank Eigeninitiative der Anlieger

Kleiner Schnitt, große Bedeutung: Klaus-Peter Neumann (r.) und Burkhard Horn durchschneiden das Band zur Eröffnung des Ginsterwegs. Viele Anwohner kamen.
Kleiner Schnitt, große Bedeutung: Klaus-Peter Neumann (r.) und Burkhard Horn durchschneiden das Band zur Eröffnung des Ginsterwegs. Viele Anwohner kamen. © Foto: moz
FOSCHROEDER / 31.10.2011, 18:50 Uhr
Werneuchen (fos) „Es ist eine einmalige Leistung“, hob Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn (Linke) voller Anerkennung hervor und zielte damit auf ein Projekt der Anwohner des Ginsterwegs in Stienitzaue. Sie haben durch Engagement und Eigenfinanzierung eine Straße geschaffen, die alle Querelen der vergangenen Jahre mit der desolaten Fahrbahn vor ihren Häusern vergessen lässt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Anwohner zu Schippe und Spaten gegriffen, den Ginsterweg notdürftig hergestellt, um über den Winter zu kommen, erinnerte am Sonnabend zur feierlichen Freigabe der Straße Anwohner Klaus-Peter Neumann. Doch bereits im Januar erhielten die Anlieger Post vom Bodenschutzamt des Landkreises. Da das Asphaltfräsgranulat von Bundesstraßen stammte, sollte entweder der alte Zustand des Ginsterwegs wiederhergestellt oder das Recyclingmaterial gebunden werden.

Die Anlieger der etwa ?35 Grundstücke entschieden sich für die dauerhafte Variante. Unter der Federführung von Klaus-Peter Neumann und in enger Abstimmung mit der Werneuchener Stadtverwaltung wurde der Auftrag vergeben und aus dem Dauerprovisorium eine vernünftige Straße gemacht. „Ohne den Rückhalt aller wäre das nicht möglich gewesen“, machte Neumann noch einmal deutlich.

Möglich wurde das Projekt aber auch, weil die baulichen Voraussetzungen günstig waren. So hatte der Ginsterweg bereits einen Unterbau; es handelt sich also nicht um einen kompletten Straßenausbau, der deutlich teurer gekommen wäre.

Als das Vorhaben von den Anliegern ernsthaft angegangen wurde, fand es zugleich die Unterstützung des Bürgermeisters. Zur Eröffnung der Straße machte Horn noch einmal deutlich, was das Beispiel Ginsterweg für Werneuchen bedeutet. Die Stadt sei derzeit finanziell nicht in der Lage, Straßen auszubauen. „Wir diskutieren gegenwärtig gerade einmal darüber, welche Straßen als erste ausgebaut werden könnten, wenn wir denn genügend Geld hätten“, so Burkhard Horn. Er bekräftigte damit zugleich, dass niemand im Ginsterweg davor Angst haben müsse, die Stadt würde die Straße in den nächsten Jahren noch einmal grundhaft ausbauen.

Noch ist die 400 Meter lange einspurige Straße, an deren Sackgassen-Ende eine Wendemöglichkeit für Müllfahrzeuge errichtet wurde, nicht ganz fertig. Dort, wo keine Borde gesetzt wurden, wird die Fahrbahn noch mit Bankettstreifen versehen. Außerdem werden noch einige Mulden geschaffen. Die vorläufige Investitionssumme beträgt 23?800 Euro, so Klaus-Peter Neumann. Allerdings liegen noch nicht die Endabrechnungen vor, so dass ein etwas höherer Betrag noch möglich ist.

Froh sind die Anlieger, dass das Vorhaben noch vor dem Winter abgeschlossen wurde. Am Sonnabend feierten sie den gelungenen Abschluss mit einem Straßenfest. Als Gegenleistung für die Investition freuen sie sich über eine auf Jahre und Jahrzehnte hinaus nicht nur von Autofahrern, sondern auch von Fußgängern und Menschen mit Gehbehinderungen gut zu nutzende Straße. Sollten doch einmal Reparaturen auftreten, stellte Bürgermeister Horn klar, so würden diese mit den üblichen Instandhaltungsarbeiten der Stadt durchgeführt werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG