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Handball: HCN-Trainer Rösicke zieht Konsequenzen

15.02.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 15.02.2011, 06:13
neuruppin Neuruppin (macs) – Dietmar Rösicke ist nicht mehr Trainer des Handball-Ostsee-Spree-Ligisten HC Neuruppin. Der ehemalige Europacup-Sieger zieht die Konsequenzen aus den finanziellen Problemen des Vereins und der sich so ergebenden sportlichen Situation.

„Da brauchte ich nicht lange zu überlegen“, so Rösicke zu seinem Rücktritt, den er seinem Team schon mitteilte. Kurz zuvor war der Vorstand an Mannschaft und Trainer mit der Information herangetreten, dass ohne Kürzungen der Aufwandsentschädigungen der Spielbetrieb in der Oberliga nicht aufrecht erhalten werden kann. Von Kürzung von bis zu 50 Prozent war die Rede, drang es aus dem Mannschaftskreis. Nun also gab Dietmar Rösicke nach knapp zweieinhalb Jahren als Trainer seinen Abschied offiziell bekannt. „Ich habe gerade mit Peter Lange telefoniert (Präsident des HCN, Anm.d.Red.) und ihm meine Entscheidung mitgeteilt“, so Rösicke.

Als Grund für den Rückzug gab der Trainer, unter dem der HCN in der vergangenen Saison mit der Berlin-Brandenburger Meisterschaft den größten Erfolg seiner Historie feierte, nicht nur die finanziellen Kürzungen, sondern vielmehr die Konsequenzen daraus an. Einmal die Woche will die Mannschaft künftig nur noch trainieren, um Geld für Aufwand und Hallenmiete zu sparen. Wohl zu wenig, um sportlich in der Oberliga bestehen zu können, wie auch Rösicke meint. „Dafür halte ich nicht mehr meinen Kopf hin“, erklärte er und sprach von „keiner Perspektive mehr“. Zumal mit Robert Kählke und Krzysztof Gorniak zwei Stützen – die einzigen Linkshänder – den HCN verlassen.

Doch während die beiden bereits einen neuen Verein gefunden haben, wird Dietmar Rösicke den Handball erst einmal aus der Distanz beobachten. „Ich habe noch keinen neuen Club“, so der Ex-Coach, der aber spätestens zur neuen Saison wieder ein Amt übernehmen will. Trotz des vorzeitigen Abschieds bescheinigt er dem Vorstand eine „gute Arbeit“, kritisiert aber die kurzfristige Informationspolitik. „Das ging alles Holter-die-Polter. Ich habe in dieser Saison drei-, viermal nachgefragt, ob wir finanziell durchkommen.“ Zuletzt vor wenigen Wochen. Immer sei die Antwort positiv ausgefallen. „Es wäre schön gewesen, wenn sie uns früher informiert hätten.“ Damit tritt wohl Plan B in Kraft und Harald Pusch, Trainer der Zweiten, und Marcin Feliks übernehmen am Spielfeldrand.

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