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Werneuchen schrammt beim 36:39 gegen Lok Rangsdorf an der Pokal-Sensation vorbei

Rot-Weiß auf Augenhöhe

Siebenmeter: Trotz manch handballtypischen, heftigen Aktionen in den Abwehrreihen war es ein gutes Pokalspiel. Hier wird Stefan Brockhusen gestoppt.  Foto: Sergej Scheibe
Siebenmeter: Trotz manch handballtypischen, heftigen Aktionen in den Abwehrreihen war es ein gutes Pokalspiel. Hier wird Stefan Brockhusen gestoppt. Foto: Sergej Scheibe © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Andreas Büttner / 23.11.2011, 06:52 Uhr
(Andreas Büttner) Werneuchen. Es war für die Männer von Rot-Weiß Werneuchen viel mehr drin, an diesem Handball-Wochenende im Pokalwettbewerb des HVB. Der Verbandsligist war mit den Favoriten Lok Rangsdorf über lange Zeit auf Augenhöhe.

Nur die bessere Physis gab in der entscheidenden Phase des Spiels den Ausschlag für dasWeiterkommen. Aber die Werneuchener Spieler konnten mit erhobenen Köpfen aus der Begegnung gehen, denn sie haben wieder hervorragend gekämpft und einen scheinbar uneinholbaren Rückstand aufgeholt. Beinahe hätten sie die Partie gegen Ende noch gedreht.

Rangsdorf trat zwar nicht in Bestbesetzung an, trotzdem zeigte der derzeitige Dritte der Brandenburgliga seine Klasse. Es entwickelte sich bald ein hochklassiges, schnelles Spiel mit tollen Angriffszügen auf beiden Seiten. Auch die beiden Torhüter Gust und Müller zeigten hervorragendes Stellungsspiel und entschärften einige hochkarätige Würfe mit klasse Paraden.

Der Bruch bei Werneuchen kam aber nach 20 Minuten, als aufgrund der hohen Intensität zu viele Stammspieler auf einmal ausgetauscht wurden. Aus einem 11:10 wurde schnell ein 15:18-Rückstand. Aber die Barnimer bissen auf die Zähne und so hielt sich der Halbzeitrückstand mit 17:19 in achtbaren Grenzen.

Die zweite Halbzeit verlief anfangs recht unspektakulär, denn die Gäste zogen ab der 38.?Minute davon. Bei Werneuchen baute sich schon so etwas wie Resignation auf. Beim 27:34 schien das Spiel gelaufen, die Körpersprache einiger Spieler sprach Bände.

Dann ging ein Ruck durch die Werneuchener Mannschaft. Ihr gelangen vier Tore am Stück, das brachte die Halle wieder zum Kochen. Als dann auch noch das Kunststück gelang – Björn Schaffland sprang von ganz rechts außen aufs Tor zu, spielte aber Michael Seidler am Kreis an, der locker einwerfen konnte – war das Spiel plötzlich wieder offen. Denn Werneuchen war vier Minuten vor Schluss bis auf ein Tor wieder dran (35:36).

Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Carsten Krüger im nächsten Angriff bei seinem Tor nicht auf der Linie gestanden hätte. Denn zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste völlig von der Rolle. Aber die Barnimer konnten den Sack nicht zumachen, die Aufholjagd nahm ein jähes Ende. In den letzten drei Minuten zogen die Rangsdorfer noch einmal mächtig an und machten den 39:36-Auswärts-Sieg perfekt.Wieder einmal war Rot-Weiß ganz dicht dran an einer Überraschung, aber der kleine Tick Kaltschnäuzigkeit fehlte dann im letzten Moment.

RW Werneuchen mit: Matthias Müller und Thomas Gust im Tor, Denis Dumke, Stefan Dumke, Tino Hase, Christian Stahlberg (1), Björn Schaffland (10), Michael Seidler (3), Frank Polke (5), Martin Seidler (8), Carsten Krüger (2), Stefan Brockhusen (4) und Robert Kanzler (3).

Zwei-Minuten-Strafen: 6?–?6; Rot: 0?–?1

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