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1. Oberschule feierte den Abschluss der umfangreichen Sanierung

Geigensolo für neue Stufen

Solo auf der neuen Stahlbetontreppe: Heidi Hirsch aus der 9.Klasse spielte ein Weihnachtslied.
Solo auf der neuen Stahlbetontreppe: Heidi Hirsch aus der 9.Klasse spielte ein Weihnachtslied. © Foto: MOZ/Uwe Stemmler
Uwe Stemmler / 07.12.2011, 07:58 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Großer Andrang herrschte gestern im Treppenhaus des 182 Jahre alten Schulgebäudes an der Fürstenwalder August-Bebel-Straße. Auf der letzten Stufe stand Heidi Hirsch aus der 9. Klasse und spielte auf der Geige ein Weihnachtslied. Aber sie war nicht der Grund für den Menschenauflauf, sondern die kulturelle Beigabe für einen kleinen festlichen Akt, zu dem Schulleiterin Ute Schädlich eingeladen hatte. Sie wolle allen danken, die dazu beigetragen haben, dass das Gebäude im Inneren jetzt einen so schmucken, einladenen Charakter hat, sagte sie in einer kurzen Rede vor der untersten Stufe der Treppe.

Dass die Feier genau an diesem Ort stattfand, hat einen Grund: Die Treppe war Kern des Umbauvorhabens, das hauptsächlich während der Sommerferien in der 1. Oberschule verwirklicht wurde. "Hier gab es eine alte, enge, dunkle Holztreppe, die alle Gerüche der vergangenen 182 Jahre in sich gespeichert hatte", erzählte Jürgen Roch, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Und über diese Stufen musste nicht nur die Direktorin täglich steigen, deren Büro im oberen Stockwerk ist. Sondern zum Beispiel auch die Eltern, die ihr Kind hier anmelden wollten, mussten dort entlang. Einladend war das nicht. "Wir mussten etwas für die Attraktivität der Schule tun", sagte Roch. Das ist gelungen, davon konnte sich gestern viele Gäste überzeugen.

Insgesamt wurden 191 500 Euro - 90 Prozent davon Fördermittel aus dem Konjunkturpaket - für das Vorhaben aufgewendet. Zu dem gehörten noch etliche weitere, kleinere Arbeiten: Unter anderem wurden Leseraum und Bibliothek im Erdgeschoss zu einem großen Raum mit Schiebetür verwandelt, der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht, eine Generalschließanlage für alle drei Gebäude, die zur Schule gehören, angeschafft und die Klassenraum-Türen mit Spionen ausgestattet.

Die meisten Schüler nahmen gestern übrigens von dem Festakt wenig Kenntnis. Verständlicherweise. Am Nachmittag veranstalteten sie, wie jedes Jahr am Nikolaustag, auf dem Schulhof ihren Schul-Weihnachtsmarkt.

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