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Schöneicher Kultourkate beherbergt bald Kultur- und Tourismusbüro, Bibliothek und Archiv / Eröffnung am 15. Februar

Schöneicher Kultourkate eröffnet am 15. Februar

Freut sich über die gelungene Architektur des Hauses: Carola Grunwitz, Leiterin der Kultourkate
Freut sich über die gelungene Architektur des Hauses: Carola Grunwitz, Leiterin der Kultourkate © Foto: MOZ
Michael Gabel / 22.01.2013, 07:53 Uhr
Schöneiche (MOZ) Immer wieder musste der Termin verschoben werden. Jetzt steht fest: Am Sonnabend, 15. Februar, 17  Uhr, wird die Schöneicher Kultourkate eröffnet. Derzeit befinden sich die Mitarbeiter im Umzugsstress. Doch die MOZ durfte schon mal einen Blick durchs Schlüsselloch werfen.

Eigentlich gibt es in dem neuen Kultur- und Informationszentrum, in dem auch das Gemeindearchiv untergebracht ist, ja einen Fahrstuhl. Aber den benutzt dort zurzeit kaum jemand. Dauert zu lange. Denn in der Kultourkate ist jeder in Eile. In den kommenden Tagen werden immerhin mehr als 400 Kisten ausgepackt.

Anja Bachhoffer zum Beispiel, die Bibliotheksleiterin, muss sich mächtig ranhalten. Mit ihrer Kollegin Annett Dreher und rund 16 000 Büchern, CDs, Zeitschriften etc. ist sie vom bisherigen Standort in der Storchenschule hierher gezogen. Die Kartons stehen fein säuberlich aufgereiht an der Wand. Jetzt muss "nur" noch ausgepackt und eingeräumt werden. Immerhin: Die meisten Regale sind schon aufgebaut. Und wenn ein Regal erst einmal mit Büchern vollgestellt ist, sieht es auch gleich richtig nach Bibliothek aus. Doch es ist ein mühsamer Weg, bis alles an seinem Platz ist. Und damit die Arbeit noch ein wenig schneller geht, packt Anja Bachhoffer beim Möbelschleppen auch mal selbst mit an.

"Wir bekommen täglich Anrufe. Die Leute sind neugierig und fragen uns, wann es endlich so weit ist und sie uns besuchen dürfen", erzählt die Bibliotheksleiterin. Da die Bücherei in den Umzugswochen geschlossen ist, muss Anja Bachhoffer die Anrufer dann immer auf Mitte Februar vertrösten.

Für Carola Grunwitz ist die Situation im Moment sogar noch etwas komplizierter. Denn auch mitten im Umzug des Kultur- und Tourismusbüros vom Helga-Hahnemann-Haus in die Dorfaue geht die Arbeit für sie und ihre Mitarbeiterin Regina Flikschuh - fast - ganz normal weiter. "Es ist ein Spagat. Wir packen hier Kisten aus und müssen uns aber auch in diesen Tagen zum Beispiel um die Vorbereitung von Musik- und Heimatfest kümmern", sagt die Leiterin der Kultourkate.

Doch merkt man ihr den Stress nicht an. "Weil die Freude überwiegt", sagt die Frau, die in Schöneiche zur Schule ging und von 2006 an im Tourismus- und Informationsbüro arbeitete. "Es ist einfach total spannend, das Haus wachsen zu sehen, das Konzept mit zu erarbeiten und dann zu helfen, es zu realisieren", schwärmt die Marketingfrau, der besonders gut gefällt, dass die Kultourkate mitten im Ort liegt und gut mit Bus und Straßenbahn zu erreichen ist.

Dass beim Neubau, anders als bisher beim benachbarten neuen Rathaus, nicht alles glatt lief, gerät über der Vorfreude auf die baldige Eröffnung ein wenig in den Hintergrund. Es gab eine ganze Reihe von Pannen, wie sie bei Neubauten zwar immer mal wieder vorkommen, die sich aber kein Bauherr wünscht. In die Keller drang Wasser ein, es gab Probleme mit einigen Handwerkerfirmen. Die Folge war, dass der ursprünglich geplante Einzugstermin von Mitte des vergangenen Jahres immer weiter verschoben werden musste. Doch nun kann bis zum 15. Februar eigentlich nichts mehr dazwischen kommen.

Gekostet hat das elegante Gebäude, das sich außen kühl und sachlich präsentiert und in der Form am Stil märkischer Landhäuser orientiert, rund 1,5 Millionen Euro. Doch nicht alles musste die Gemeinde selbst aufbringen: 663 000 Euro sind Fördermittel der Europäischen Union.

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