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Anzahl der märkisch-oderländischen Fahrzeughalterinnen seit vergangenem Jahr um 0,3 Prozent gestiegen

„Auch Frauen wollen mit ihrem Auto auffallen“

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autografik © Foto: dietgart oberst
Teja Herbst / 13.09.2011, 07:55 Uhr - Aktualisiert 13.09.2011, 09:10
Bad Freienwalde (tjb) Wenn die Internationale Automobilausstellung (IAA) am 17. September ihre Tore fürs Publikum öffnet, spielen Frauen eine Schlüsselrolle. Im Kreis Märkisch-Oderland besitzt die Weiblichkeit im Moment ganz offiziell 37 835 der zugelassenen Pkw. Damit ist die Zahl der weiblichen Halter gegenüber 2010 um 869 gestiegen. Im ganzen Land wuchs die Zahl der Autobesitzerinnen um 8785. Es ist allerdings nicht so, dass der Mann am Steuer zu einer bedrohten Art gehört. Die männlichen Halter nahmen im Kreis Märkisch-Oderland um 755 zu. Insgesamt gehören Männern hier immer noch 57,7 Prozent der Autos. Im Land sind es ?57,8 Prozent.

Männer, Frauen, Firmen – in diese drei Bereiche teilt sich der Pkw-Markt. Bei den Firmenwagen gibt es keine Unterschiede nach Geschlecht. Deswegen gilt derzeit folgende Verteilung: Männliche Halter gab es am Jahresanfang 60?179 gleich 57,7 Prozent (Land: 57,8 Prozent). Auf Firmen waren 6265 Pkw zugelassen. Das sind 6,0 Prozent (Land: 6,7 Prozent). 36,3 Prozent der im Kreis Märkisch-Oderland zugelassenen Pkw (Land 35,5 Prozent) sind in Frauenhand. Verglichen mit dem Vorjahr, stieg die Zahl der Frauen mit eigenem Auto um 869. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter von 2010 auf 2011 um 755. Bei den Firmen kletterte die Zahl der Firmen-Pkw um 110.

Diese Zahlen sind mit ein Grund dafür, dass die Hoffnungen der Autohersteller und -händler auf den Frauen ruhen, sagt Klaus Heschke, Pressesprecher des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes. „Es gibt die Prognose, dass der Pkw-Besitz bei Männern und Frauen langfristig gleich sein wird.‘‘ Wenn tatsächlich einmal so viele Frauen wie Männer ein Fahrzeug halten, dann müsste die Zahl der Frauen allein im Kreis Märkisch-Oderland um 22?000 wachsen.

„Einer Umfrage zufolge beeinflussen Frauen heute 75 Prozent aller Autokauf-Entscheidungen‘‘, sagte Marion Johl-Roesing, Vertriebsleiterin Kfz der Santander Consumer Bank. Prof. Doris Kortus-Schultes, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Auto der Hochschule Niederrhein, forscht seit 2003 am Verhältnis von Frauen und Autos. Erkenntnis der jüngsten Studie vom Juli 2011: „Frauen sind immer häufiger Halter eines Wagens der Ober- oder Luxusklasse. Und sie interessieren sich sehr wohl für Leistung, Komfort und Ausstattung ihrer Wagen.“ Befragt wurden dazu 94 Frauen und 64 Männer.

Susanne Bitzer, die als Studentin an der Studie mitgearbeitet hat, erklärt: „Die Frauen wollen, dass sie mit ihrem Wagen auffallen. Außerdem zeigen viele Frauen, besonders Geschäftsfrauen und Selbstständige, mit ihrem Wagen, was sie erreicht haben. Sie kaufen sich ein ihrem Status angemessenes Fahrzeug.“

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