Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Eklat rund um Erzieher-Prüfungen

Die Strausberger Erzieherinnen Nancy Reisener (l.), Ute Basche und Antje Kotwoski (vorn) haben die Prüfung nicht bestanden.
Die Strausberger Erzieherinnen Nancy Reisener (l.), Ute Basche und Antje Kotwoski (vorn) haben die Prüfung nicht bestanden. © Foto: MOZ/Henning Kraudzun
Henning Kraudzun / 10.07.2012, 19:50 Uhr - Aktualisiert 10.07.2012, 20:15
Frankfurt (Oder) (MOZ) In Brandenburg werden Kita-Erzieher dringend gesucht, auch Quereinsteiger. Doch nur ein Viertel der angehenden Fachkräfte, die bei freien Trägern ausgebildet wurden, hat in diesem Jahr die Prüfung bestanden. Betroffene und Arbeitsagenturen kritisieren die Umstände der Tests.

Zuerst dachte Uta Basche an einen Scherz, als sie den Brief mit ihren Prüfungsergebnissen öffnete. Zwei Mal die Note Sechs und eine Fünf waren dort notiert. "Ich war sprachlos", sagt die 42-jährige Strausbergerin, die sich in einem Jahr zum Erzieher ausbilden ließ. Sie ist studierte Ingenieurin, wollte jetzt einen beruflichen Neustart.

Auch Nancy Reisener und Antje Kotowski wurden ähnliche Ergebnisse mitgeteilt. Ebenso 18 weiteren Frauen aus Strausberg und Umgebung. Keine hatte die schriftliche Prüfung bestanden. Sie habe sich nur auf die Ausbildung konzentriert, Wochenenden geopfert, sich intensiv auf den Abschluss vorbereitet, berichtet die 32-jährige Kotowski.

Sie vermuten, dass die Prüfer des Oberstufenzentrums in Teltow-Fläming - dorthin wurden sie zugeordnet - sie bewusst durchfallen ließen. Denn die angehenden Erzieherinnen erlernten den Beruf bei einem privaten Träger und nicht an der staatlichen Schule. "Wir wurden von oben herab behandelt", sagt Kotowski. Zuvor hatten die Betroffenen bereits mehrere Jahre in Kindergärten gearbeitet.

"Jetzt sind Existenzängste da", sagt Reisener. Die Förderung der Arbeitsagentur ist bereits beendet, die Frauen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Dabei hatte ein Drittel der Lehrgangsteilnehmer eine feste Stelle in Kitas in Aussicht. "Meine Tochter wird eingeschult, wir wollten in eine größere Wohnung ziehen. Es ist bitter", sagt Kotowski.

Das Problem zieht sich durch das ganze Land Brandenburg. Auch in der Uckermark bekamen nur vier von 36 Frauen und Männern den Abschluss, viele scheiterten in den mündlichen Prüfungen, die insgesamt 14 Fächer umfassen. Diese wiederum wurden vom Oberstufenzentrum Bernau abgenommen. Ein ähnlich desaströses Resultat wird aus Cottbus gemeldet.

Das Gefühl der Betroffenen, sie seien nur wie Fachkräfte zweiter Klasse behandelt worden, wird von Experten bestätigt. "Die ganze Sache stinkt", sagt Axel Langner, Vize-Vorsitzender des Bundesverbandes der Erzieher. Der Diplom-Pädagoge hat früher selbst in dem Beruf als Prüfer gearbeitet. Sein Eindruck ist, dass Quereinsteiger von Schulämtern nicht gewollt seien. "Es ist ein Standesdünkel, das dort betrieben wird."

Mittlerweile fordern auch die Geldgeber eine Analyse der Prüfungsinhalte. "Wir haben einen runden Tisch angeregt", sagt Dagmar Brendel, Chefin der Eberswalder Arbeitsagentur. Dort wurden 400000 Euro in die Förderung der Erzieher-Ausbildung investiert. In der Frankfurter Agentur, die für Strausberg zuständig ist, waren es knapp 180000 Euro.

Der Frankfurter Behördensprecher André Schulz findet angesichts der hohen Negativ-Quote klare Worte. "Wir sind erschüttert, den Frauen wurden Steine in den Weg gelegt", sagt er. Die Agentur fordert, dass zeitnah eine Wiederholungsprüfung stattfindet. Auf die Auswahl der Ausbildungsteilnehmer lässt Schulz nichts kommen. Diese seien vor Beginn auf ihre Eignung überprüft worden. Auch die freien Träger hätten gute Arbeit geleistet. "Wir wollen vom Land erfahren, welchen Stellenwert die Frauen und Männer haben", sagt Brendel. "Will man sie oder will man sie nicht?"

Das Bildungswerk bbw Strausberg fordert ebenfalls eine neue Chance für die Betroffenen. Zugleich sollten die Prüfungsbedingungen analysiert werden, sagt Geschäftsführer Volker Eckhoff. "Aus unserer Sicht wurden die Teilnehmer gut auf die Prüfung vorbereitet", sagt Susann Höft, Chefin des Angermünder Bildungswerks.

Im Bildungsministerium weist man Vorwürfe zurück, dass die Frauen und Männer unfair behandelt wurden. "Wir wollen Quereinsteiger, aber wir machen keine Abstriche bei der Qualifikation", sagt Sprecher Stephan Breiding. Bei der Prüfungsordnung sei in den vergangenen Jahren nichts geändert worden.

Das Ministerium in Potsdam hat jetzt eine Einzelfallprüfung der Tests zugesichert. Zugleich soll analysiert werden, ob die Bewertungskriterien zu streng waren. "Bei Unregelmäßigkeiten wird es außerplanmäßige Nachprüfungen geben", verspricht Breiding. Landesweit sind in diesem Jahr 72 Prozent der 150 Frauen und Männer bei den Prüfungen durchgefallen. Im Vorjahr waren es nur 20 Prozent von insgesamt 77 Teilnehmern.

Auch Landtagsabgeordnete kritisieren das Verfahren. Hier seien K.-o.-Kriterien angewandt worden, so der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann. "Diese Quote ist nicht zu akzeptieren", meint auch Jürgen Maresch (Linke). Die Gewerkschaft GEW schätzt, dass im Land in den kommenden Jahren bis zu 6000 Erzieher fehlen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Nachvollzieher 31.07.2012 - 02:17:46

@M. Jeahnig

Nun muss ich diesen "Abgrund der Unmenschlichkeit" ungewollt ertragen, seit nun mehr langen, quälenden, nicht enden, wollenden 54 Tagen und es sind die verdammt, immer wieder selben 3 plagenden, nicht aus dem Kopf wollenden,verdrängenden, menschlichen und immer wiederkehrenden Anklagen: "Haben Menschen meine Antworten falsch gelesen, bin ich selbst so unglaublich dämlich gewesen oder gibt es wirklich Leute, die solche Unwahrheiten in die Öffentlichkeit vergeben!?!" Ich kann Sie verstehen Herr oder Frau M., da kommt mir noch die merkwürdige und verstehbare Frage, ähm: Wenn wir alle Erzieher aufgrund, weil sie die Kauai Studie nich kennen, entlassen würden, wären das nicht unglaublich, unzählige gebrochene Würden bzw. nicht aufzustellende, schmierige Hürden? Auch ich kannte die Studie nicht, deswegen schmerzt es mir im Herzen, denn dadurch ist es für viele Kinder nicht möglich, mein freudiges Gesicht im realen Geschehen, was doch eigentlich mehr Gewicht hat, zu sehen ;)

Optimist 27.07.2012 - 21:49:06

Meine Geduld neigt sich dem Ende hin, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf...

Der geistige und seelische Wahnsinn, der hier mit den (hoffentlich) zukünftigen Erziehern betrieben wird, wächst nach meiner Vermutung ins Unermessliche! In was für einer betrügerischen Welt lebe ich eigentlich? Da ich mein "Orakel der Wahrheit" nicht mehr länger verschweigen kann, möchte ich hiermit ein Gefühl von mir äußern, dass sich in der Zeit meiner Abwesenheit zu diesem Thema immer weiter erhärtet: "Es wird im Jahre 2012 nicht die Erde untergehen, sondern der menschliche Verstand wird entgültig im Nichts verwehen." Wir sprechen zu diesem Thema doch nicht von "dummen" Menschen, sondern idR. von Menschen, die jahrelange Erfahrung haben und sich weise für diesen Berufsabschluss entschieden haben. Wieso werden diesen wertvollen Menschen, so viele, unverstehbare Hindernisse in ihren weiteren Lebenswegen gelegt? Es wird mit Schicksalen der Menschen so unachtsam umgegangen, dass ich vorsichtig sagen möchte, es grenzt an ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit"! Ich kann es nicht glauben, aber es ist wahr, dass Herr Platzeck es nicht für NOTWENDIG hält, sich mit dem bekanntem "Problem" auseinander zusetzen. Seine Redaktion verweist auf die Antwort von Frau Münch. Ich kann ihre Antwort nachvollziehen, aber auch diese ist nur eine weitere, um die hungrigen Mäuler der Hilflosigkeit, honigschmierende, im Unwissendem bleibende, Anwort. Es soll einiges unter die Lupe genommen werden, wieso wird nicht einmal die Wahrheit unter die Lupe genommen?

M. Jaehnig 27.07.2012 - 11:31:32

Erst denken, dann schreiben

Ich kann einfach nicht glauben was ich hier lese. Wie über Menschen geurteilt wird, die man garnicht kennt. Ich selbst bin "OPFER" dieser NSP 2012. Ich habe jahrelange Paraxiserfahrung gesammelt. Erzieher arbeiten auch nicht nur in Kitas oder Hort. Nein dieser Beruf bringt eine Breite Palette mit. Ich habe über 10 Jahre gute Dienste in der Jugendarbeit geleistet und war 10 Jahre gut genug für Vater Staat. Nun wurden die Voraussetzungen geändert und ich wollte meinen Abschluss nachholen. Nach nichtbestandener Prüfung verlor ich meinen Job, den ich wie gesagt 10 Jahre ohne wenn und aber ausgeführt habe. Darauf hin begab ich mich in über 12 Kitas und startete eine Umfrage zu den Prüfungsthemen. Und siehe da, vom 26 Erzieherinin konnten mir nur 2 die Fragen beantworten. Muss man jetzt alle Erzieher, die die Fragen nicht beantworten können entlassen? Muss man Angst haben sein Kind einer staatlich anerkannten Erzieherin anzuvertrauen, die nicht weiß was die Kauai Studie ist obwohl sie seit vielen Jhren ihren Beruf ausübt? Ich versteh viele Gesetzgeber nicht, aber das ist meine Baustelle.

Optimist 19.07.2012 - 03:26:33

Ich blicke in eine gerechte Zukunft...

"Dieser für mich durchlebte und nachzuempfindene Wahnsinn, wurde veröffentlicht vor 9 Tagen und ich las mich entlang, durch die teilweise merkwürdigen aber auch wertschätzenden Kommentaren! Dem einen oder anderen sind sie in den Kopf geschossen, einige ungewöhnlich plagende Fragen oder ungewollt fragende Klagen?! Ich wolte nie jemandem Hindernisse in den Weg legen, doch ist es erlaubt, gewisse Gedanken zu hegen und wenn nötig als Kommentar zu pflegen. Ich möchte diesen Bericht würdevoll und mit einem zusprechendem Gefühl von mir abschließen, dass mir möchte sagen: Schau dem Pessimisten nicht in unrealistische Lagen, sondern über die Schulter und wage einen Blick auf die wahren Aussagen!" ...Da ich keine Waffe besitze die aus Eisen besteht, kann auch ich nicht Rechtschreibfehler erschiessen, sondern werde sie begehen ;)

weiterer Betroffener 18.07.2012 - 02:02:31

Ich liebe Science Fiction und Horror...

Die Nacht schien dunkel zu sein und mein Traum fühlte sich an, wie von einem nie gedrucktem und ungewollt beschriebenem Papier: "Befinde ich mich in einer Matrix Teil 4 (kein Entkommen), die von gefühlslosen und anscheinend , maschinenähnlichen Menschen beherrscht wird?...Pooh the bäär, ich wache schwitzend auf und stelle, immernoch mit Gänsehaut zitternd, aber glücklich fest, der Science Fiction-Traum war nur ein unverarbeiteter Horror-Gedanke!" Gut, dass es solche Sachen nur in der Realität z.B. auf Blu-Ray gibt. Da bin ja nochmal davon gekommen :)

Betroffener 17.07.2012 - 18:59:25

@Hannover

Guten Abend! Ihre Frage beantworte ich gerne und mit einer kurzen und einleuchtenden Antwort für mich: Nicht JEDER ist von seinen persönlichen Vorraussetzungen dazu berechtigt, seine Fachkenntnisse an den von Ihnen beschriebenen Bildungseinrichtungen in 1 Jahr zu erwerben! Es ist mir auch bekannt, dass nicht JEDER dazu berechtigt ist, an einer 3 jährigen Ausbildung zum Erzieher teilzunehmen! Es werden gesondert von BEIDEN Bildungsgängen bestimmte(nachzuschlagende) und erfüllte Vorraussetzungen erwartet. Es gelten natürlich und verständlicherweise für den selbstgewählten Bildungsgang verschärftere Vorraussetzungen! Das von mir nachgeschlagende Wort "Ausbildung" wird mir im Internet z.B. mit Fähigkeiten/Kenntnissen erklärt. Mir stelle ich die Frage: Welche Fähigkeiten/Kenntnisse soll ich in einer "richtigen" Ausbildung erwerben? Ihnen möchte ich die Frage stellen: Wie definieren Sie eine "richtige" Ausbildung?

Hannover aus Hannover 17.07.2012 - 15:16:06

Warum brauchen wir dann noch richtige Ausbildungen?

Da die Betroffenen sich hier lauthals über die Beitäge beklägen,möchte ich diese einmal fragen,warum es überhaupt noch Ausbildungsberufe gibt,wenn ja alles über einen Bildungsträger erlernt werden kann. Diese Bildungseinrichtungen,wollen doch nur ihr Personal beschäftigen. Alles andere ist ihnen doch egal.

Fordenker 17.07.2012 - 14:41:25

Warum sich zum Skifahren in den Urlaub begeben?...

Ich lese mich seit Tagen gespannt durch die Kommentarliste zu diesem Bericht, bringe genügend Zeit auf, mich auch gerne durch andere Berichte und Kommentare zu diesem Thema zu wühlen. Zum Ende hin ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich anfange zu "Lachen, mit Tränen in den Augen". Ich kann diese Tränen nicht eindeutig zuordnen, ob sie nun vom Lachen entstehen oder weil ein Großteil der verfassten Kommentare von so wenig Verstand zeugen?! Ich kann aus verschiedenen Kommentaren entnehmen, dass jetzt schon ein wirklich völlig unrealistischer und besorgniserregneder Vergleich entstanden ist. Da ich diesen unangebrachten Vergleich als Entwertung der einzelnen Personen und unachtenswert empfinde, möchte ich diesen hier auch nicht genauer aufführen. Der ein oder andere liest diesen "Unfall-Vergleich" evtl. aus anderen unerfahrenen Kommentaren herraus ;) Letztendlich wächst meine Hilflosigkeit bzw. Betroffenheit. Wiederum werde ich doppelt, durch Erfahrungsberichte von Menschen aus der Realität, positiv bestärkt. Ich beschreibe es als ein umsorgendes Gefühl der Zustimmung. Für mich klingt es wie ein warmer Wind vom Kamin in meinen Ohren, wenn reife Menschen berichten, wie die wirkliche Zusammenarbeit mit diesen "sogenannten Leuten" im Erzieheralltag aussieht. Ich lese, dass sie von einer zufriedenen Zusammenarbeit berichten usw...! Einige Menschen sollten diese wahren Erfahrungen für Ernst nehmen und nicht irgendwelchen abwertenden "Kram" schreiben, den sie sich in ihren 4 Wänden der Unwissenheit ausgesponnen haben. Ich entschuldige mich, wenn ich mit dem letzten Satz, ein Gefühl der Missachtung erzeuge. Das ist nicht meine Absicht, sondern beruht auf Wahrheit. Da ich nicht dem Zorn der Gesellschaft erliegen möchte, schließe ich diesen Text mit einem, nicht ganz Ernst zunehmenden Zitat von mir ab: "Mein bestehendes Gefühl erhärtet sich, dass das Tal der Ahnungslosen immer größer wird und bald als "Verdummungsdomizil" im Reisekatalog angboten wird. Da die steigende Ahnungslosigkeit/Verdummung, wie Schnee vom Himmel rieseln, werde ich bald die Möglichkeit besitzen, im Sommer Ski fahren zu können ;) ." ...Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Fordenker 15.07.2012 - 18:08:08

Es kann sich doch nur um einen Witz handeln ;)

Ich stelle mir eine Schale vor, die mit 1€ Münzen gefüllt ist. Es befinden sich insgesamt 10€ in dieser gedachten Schale. Ich hege den Gedanken, diesen Betrag gerecht und gleichbehandelnt freundlich an 10 Personen aufzuteilen. Da es 10 Personen sein sollen und ich 10€ verteilen möchte, bekommt jede Person 1€ von mir. Das Ende vom Lied ist, dass ich jeder der 10 Personen 1€ gegeben habe und danach pleite bin, aber zufrieden! Doch wie sieht es mit den Personen aus, denen ich allen "gerecht" und gleichbehandelnt freundlich 1€ gegeben habe? Wird jeder zufrieden sein? Ich stelle mir vor, dass diese Personen an einer Linie antreten. Ich lege jedem seinen Euro auf die ausgestreckte Handfläche. Dies geschieht in 2sek Abständen. Nach 18sek erhält die letzte Person ihr Geld. Jetzt meldet sich Person Nr. 4 und stellt fest: "Ich habe mein Geld 6sek später erhalten, als Person Nr 1." In diesem Moment klagt Person Nr. 7: "Und ich nochmal 6sek später als du!" Nun platzt Person Nr. 10 der Kragen und faucht die beiden an: "Was ihr euch aufregt, ich habe am längsten auf mein Geld gewartet! An mich denkt keiner." Ich stelle fest: 10P+10€=1€/1P= gerecht! Aber was ist mit den 3 Personen, die sich ungerecht behandelt fühlten? Das Beispiel zeigt, dass eine Kluft zwischen einer gerechten Verteilung und einem "gerecht-behandeltem" Gefühl besteht. Wird es je möglich sein, 100% der Menschheit ein Gefühl der vollsten Zufriedenheit zu ermöglichen? Ich denke ja, doch nur als Wunschvorstellung in meinem Kopf...

Entlarver 15.07.2012 - 13:58:47

höchst umstritten, es ist erstaunlich, Co-Finanzierung, kein Schnellverfahren, soebend gefunden, höhrt,höhrt

Ein Nachtrag eines Artikels der BA 15.07.2012, 12:00 Uhr Arbeitsagentur: Keine Schmalspur-Umschulung zur Erzieherin Nürnberg (dpa) - Die umstrittene Umschulung von Arbeitslosen zu Erziehern ist nach den Worten von Arbeitsagentur-Vorstand Heinrich Alt keine Schmalspurausbildung. Bereits heute würden 1100 Arbeitssuchende zur Erzieherin umgeschult. Zusammen mit Kinderpflegern seien es rund 3000. "Das ist kein Sonderprogramm, sondern laufendes Geschäft mit einem zusätzlichen Akzent wegen der hohen Nachfrage", sagte Alt mit Blick auf den Ausbau der Kitas und den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab nächstem Jahr. "Insgesamt haben wir derzeit mehr als 50 000 Menschen, die von uns gefördert eine Berufsausbildung machen", erläuterte Alt - und zwar nicht in einem Schnellverfahren, sondern ganz regulär. In erster Linie ziele die Initiative auf Arbeitslose unter 35 Jahren, auf junge Arbeitssuchende oder etwa Mütter in Elternzeit ab. "Wir haben mal sehr konservativ geschätzt, dass unter den drei Millionen Arbeitslosen 5000 als Erzieher infrage kommen", erläuterte Alt. Doch sollte die BA alle motivieren können, gebe es ein anderes Problem: "Wir haben derzeit nicht überall genügend Ausbildungskapazitäten", berichtete Alt. Der Ball liege deshalb nun bei den Bundesländern, die zusätzliche Kapazitäten schaffen und je nach Ausbildungsdauer auch in die Co-Finanzierung einsteigen müssten. Alles: http://www.gmx.net/themen/beruf/karriere/509ejm6-arbeitsagentur-schmalspur-umschulung-erzieherin Es ist erstaunlich, das Spiel mit menschlichen Schicksalen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG