Eine neue Brennwertheizung oder andere Energiesparmaßnahmen an Gebäuden können derzeit so günstig finanziert werden wie selten zuvor. Innerhalb eines kurzen Zeitraumes hat die KfW-Förderbank ihre Konditionen für Kredite zur energetischen Sanierung zum vierten Mal gesenkt. Der günstigste Zinssatz für Einzelmaßnahmen (Programm 152) und Komplettsanierungen (Programm 151) liegt derzeit bei 1,00 Prozent (Stand: 18. November 2011). Er gilt für eine Darlehenslaufzeit von zehn Jahren mit einer zweijährigen tilgungsfreien Anlauffrist.
Auch bei anderen Laufzeiten liegen die Effektivzinssätze der KfW mit 1,00 Prozent deutlich unter den üblichen Konditionen. (Anträge für eine KfW-Finanzierung müssen über die Hausbank vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden.) Dazu kommt bei besonders energiesparenden Umbauten ein Tilgungszuschuss von 2,5 bis 12,5 Prozent. Bei einem Kredit von 75 000 Euro für eine Umrüstung zum „KfW-Effizienzhaus 55“ müssen beispielsweise 9 375 Euro weniger zurückgezahlt werden.
„Mit Beginn der kalten Jahreszeit denken Bauherren verstärkt daran, ihr Haus oder ihre Wohnung energetisch zu modernisieren und so dauerhaft Heizkosten zu sparen. Die attraktive Förderung soll einen Anstoß geben, das auch umzusetzen. Energiesparende Gebäude sind ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. In Deutschland werden 35 Prozent der Energie für Heizen und warmes Wasser verbraucht“ erklärt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.
Private Bauherren und Wohnungseigentümergemeinschaften, die für die energetische Modernisierung der Eigentumswohnung oder des Ein- und Zweifamilienhauses keinen Kredit aufnehmen möchten, können alternativ einen Investitionszuschuss von bis zu 17,5 Prozent (maximal 13 125 Euro pro abgeschlossene Wohnung) bei der KfW beantragen.
Auch den energieeffizienten Neubau fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit sehr günstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. Im Programm „Energieeffizient Bauen“ liegen die effektiven Jahreszinsen derzeit zwischen 1,51 Prozent und 2,02 Prozent. Fast jede zweite neu hergestellte Wohnung in Deutschland wird mittlerweile mit „Energieeffizient Bauen“ gefördert. Das bedeutet, dass das energetische Niveau von Neubauten oftmals besser ist, als gesetzlich gefordert. Dadurch werden der Kohlendioxid-Austoß und der Energieverbrauch deutlich reduziert. (kw/hü)
Weitere Informationen zu den mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgelegten Förderprogrammen für energetisches Bauen und Sanieren erhält man auf der Internetseite www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter der Telefonnummer 0800/539 9002.