Zelt an Zelt oder Wohnwagen hatten sich auch alle Stars der Nationalmannschaft mit den anderen Sportlern (ab Schüler A/ 13-14 Jahre) direkt an der Rennstrecke für mehrere Tage eingefunden. Neben den Wettkämpfen der Olympia-Starter bildete der stimmungsvolle Empfang der Mannschaft vor einer bis auf den letzten Platz gefüllten Tribüne den Höhepunkt des Championats. Besonders stürmisch bejubelt wurden die Auftritte von Sebastian Brendel und Jan Vandrey, den Schwedter Rio-Goldjungen im Canadier-Zweier. Alle Sportler hatten zudem die Möglichkeit, sich Autogramme zu holen und die eine oder andere Frage zu stellen.
Für die Wettbewerbe der etwa 1000 Teilnehmer aus 108 deutschen Vereinen war die Beetzsee-Regattastrecke - auf und neben dem Wasser - gewohnt bestens vorbereitet. Hoch "Gerd" sorgte für Temperaturen von weit über 30 Grad.
Für die Schüler A gab es traditionell die Mehrkampf-Entscheidung mit Schnellkraft-Tests und Laufen an Land sowie den Bootsprüfungen über 100 m und 1000 m im Einer auf dem Wasser. Als einziger Teilnehmer, der direkt in Schwedt lebt und trainiert, war Moritz Schlomsky für die Landesauswahl "Brandenburger Adler" mit dabei - er zeigte einen ausgezeichneten Wettkampf und belohnte sich letztlich mit der Silbermedaille bei seinem letzten Start bei dieser Meisterschaft über 2000 m im Kajak-Vierer.
Aus Sicht des Vereins Wassersport PCK war natürlich das Abschneiden der zahlreichen Sportschüler von großem Interesse. Drei von ihnen wurden Deutsche Meister in der besonders anspruchsvollen Einerkonkurrenz: Fabien Schatz (Jugend) im Canadier über 200 m, Saskia Regorius über 500 m und Clara Thieme (beide Juniorinnen/jeweils im Kajak) über 200 m. Saskia schaffte es bei jedem ihrer Starts auf einen Medaillenrang, Clara vervollständigte ihren lupenreiner Hattrick, nachdem sie die gleiche Strecke bereits 2014 in Hamburg und 2015 in München gewonnen hatte.
Beide Kajak-Spezialistinnen fuhren zudem gemeinsam im K 2 und K 4 in die Medaillenränge - sie hatten ihren Jahreshöhepunkt bereits Ende Juli in Minsk bei der Junioren-WM (MOZ berichtete), während für die Konkurrenz das nationale Championat den Jahreshöhepunkt darstellte. Um so höher sind die Leistungen einzuschätzen, beispielsweise auch jene von Anton Regorius (ebenfalls in Minsk am Start).
Großartige Wettkämpfe zeigten auch die übrigen Oderstädter - hervorzuheben ist noch Ricky Sternkiker, der nach seinem EM-Start im Juli in Plovdiv nun auch noch drei DM-Medaillen holte.
Ergebnis-Übersicht - Schüler A: Moritz Schlomsky 2. K4 2000 m/4. K4 500 m/8. K2 500 m/15. im Mehrkampf; männliche Jugend: Fabien Schatz 1. C1 200 m/ 3. C2 500 m/3. C4 500 m Mixed/ 4. C2 5000 m/5. C2 (bei den Junioren) 200 m/ 5. C2 1000 m/6. C1 500 m/6. C1 1000 m
Juniorinnenen: Saskia Regorius 1. K1 500 m/2. K2 500 m/2. K1 5000 m/2. K4 500 m (Leistungsklasse)/3. K4 500 m/3. K2 200 m/3. K1 1000 m; Clara Thieme 1. K1 200 m/2. K2 500 m/ 3. K4 500 m/3. K2 200 m/6. K1 500 m
Junioren: Ricky Sternkiker 2. C1 1000 m/3. C8 200 m (Rahmenprogramm)/3. C4 1000 m Mixed/5. C1 500 m/5. C2 1000 m; Kay Hildebrand 8. K2 5000 m/9. K2 200 m
Herren Leistungsklasse: Anton Rego-rius 1. C2 200 m/2. C1 200 m/2. C4 1000 m Mixed/3. C8 200 m (Rahmenprogramm)/4. C1 500 m; Fabian Dittrich 2. C1 5000 m/ 3. C8 200 m (Rahmenprogramm)/8. C1 1000 m/9. C1 500 m; Jonathan Gerber 1. K4 200 m; Jan Vandrey 1. C1 200 m/1. C2 200 m/2. C4 1000 m Mixed/3. C8 200 m (Rahmenprogramm); Sebastian Brendel 2. C1 1000 m/3. C8 200m (Rahmenprogramm)