Ruinen Ruinen und „Lost Places“ in Frankfurt (Oder)

Während einige wenige Ruinen in Frankfurt (Oder) saniert und umgebaut wurden, gibt es 86 „verwahrloste Grundstücke“. Beim Gang durch „Lost Places“ war von großen Fabrikgebäuden über prunkvolle Stadtvillen bis hin zu ehemaligen Diskotheken alles dabei.

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Ehemalige Poliklinik im Buschmühlenweg: Die Villa im italienischen Stil wurde von Maurermeister Heyse 1874 erbaut. Die erste Poliklinik wurde am Westkreuz im Heimkehrer-Lazarett am 14. August 1948 eröffnet. Diese Einrichtung erwies sich bald als zu klein. So wurden im Austausch mit der russischen Kommandantur drei zusammenhängende Wohngebäude im Buschmühlenweg gefunden und ab 1949 für 17 Jahre als Poliklinik betrieben. Seitdem ähnelt das abgesperrte Gebäude eher einem Geisterhaus.
Ehemalige Poliklinik im Buschmühlenweg: Die Villa im italienischen Stil wurde von Maurermeister Heyse 1874 erbaut. Die erste Poliklinik wurde am Westkreuz im Heimkehrer-Lazarett am 14. August 1948 eröffnet. Diese Einrichtung erwies sich bald als zu klein. So wurden im Austausch mit der russischen Kommandantur drei zusammenhängende Wohngebäude im Buschmühlenweg gefunden und ab 1949 für 17 Jahre als Poliklinik betrieben. Seitdem ähnelt das abgesperrte Gebäude eher einem Geisterhaus. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Fischerstraße 6: Das Landhaus im barocken Stil auf der Westseite der Fischerstraße liegt in direkter Nähe zur MOZ-Druckerei. Trotz seiner Umbauten und Erweiterungen soll das Bauwerk zu den bedeutendsten barocken Bauten Frankfurts gehören - und zu den wenigen, in unmittelbarer Stadtnähe errichteten Landhäusern des 18. Jahrhunderts.
Fischerstraße 6: Das Landhaus im barocken Stil auf der Westseite der Fischerstraße liegt in direkter Nähe zur MOZ-Druckerei. Trotz seiner Umbauten und Erweiterungen soll das Bauwerk zu den bedeutendsten barocken Bauten Frankfurts gehören - und zu den wenigen, in unmittelbarer Stadtnähe errichteten Landhäusern des 18. Jahrhunderts. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Ein weiterer "Lost-Place" - vergessener Ort - in der Gubener Vorstadt. Die Ruine in der Güldendorfer Straße sieht wirklich nicht einladend aus, eher gespenstisch ...
Ein weiterer "Lost-Place" - vergessener Ort - in der Gubener Vorstadt. Die Ruine in der Güldendorfer Straße sieht wirklich nicht einladend aus, eher gespenstisch ... © Foto: Jan-Henrik Hnida
Herbert-Jensch-Straße 6: Das später als Verwaltungsgebäude genutzte Wohnhaus gehörte ab 1875 zur "Frankfurter Actien-Stärke – Syrup-Traubenzucker und Zuckerfabrik". Heute ist es unbewohnt und marode.
Herbert-Jensch-Straße 6: Das später als Verwaltungsgebäude genutzte Wohnhaus gehörte ab 1875 zur „Frankfurter Actien-Stärke – Syrup-Traubenzucker und Zuckerfabrik“. Heute ist es unbewohnt und marode. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Herbert-Jensch-Straße 10: Das Wohnhaus an der Ostseite stand ursprünglich frei. Ofenfabrikant Julius Hermann Ferdinand Schimpke richtete mit dem Maurermeister Stadtrat Friedrich Dammann 1863 auf dem kurz zuvor erworbenen Grundstück eine Ofen- und Tonwarenfabrik ein. Das straßenbildprägende Wohnhaus gehört zur Reihe der frühen Fabrikantenvillen. Sie ist heute im Besitz von Privatleuten, die sie sanieren.
Herbert-Jensch-Straße 10: Das Wohnhaus an der Ostseite stand ursprünglich frei. Ofenfabrikant Julius Hermann Ferdinand Schimpke richtete mit dem Maurermeister Stadtrat Friedrich Dammann 1863 auf dem kurz zuvor erworbenen Grundstück eine Ofen- und Tonwarenfabrik ein. Das straßenbildprägende Wohnhaus gehört zur Reihe der frühen Fabrikantenvillen. Sie ist heute im Besitz von Privatleuten, die sie sanieren. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Der ehemalige Schlachthof in der Herbert-Jensch-Straße - hier erkennt man eines der Verwaltungsgebäude, die aus dem späten 19. Jahrhundert in der Lebuser Vorstadt stehen. "Morgen ist es soweit. Im Konsum, ehemaliger Schlachthof in der Herbert-Jensch-Straße, startet um 20 Uhr der erste Beat-Club", schrieb die MOZ im Juni 2001. Auch die Disko "Konsum" machte später zu.
Der ehemalige Schlachthof in der Herbert-Jensch-Straße - hier erkennt man eines der Verwaltungsgebäude, die aus dem späten 19. Jahrhundert in der Lebuser Vorstadt stehen. "Morgen ist es soweit. Im Konsum, ehemaliger Schlachthof in der Herbert-Jensch-Straße, startet um 20 Uhr der erste Beat-Club", schrieb die MOZ im Juni 2001. Auch die Disko "Konsum" machte später zu. © Foto: Jan-Henrik Hnida
1983 eröffnet der Jugendclub "Blaues Gewölbe" – ehemaliger Brauereikeller – in der Großen Müllroser Straße/Ecke Johann-Eichorn-Straße in Frankfurt (Oder). Über Jahre tanzten Diskobesucher im Gewölbe. Nach der Wende schließen sich die Türen. Heute ist das Blaue Gewölbe zugewachsen.Es befindet sich im städtischen Eigentum.
1983 eröffnet der Jugendclub "Blaues Gewölbe" – ehemaliger Brauereikeller – in der Großen Müllroser Straße/Ecke Johann-Eichorn-Straße in Frankfurt (Oder). Über Jahre tanzten Diskobesucher im Gewölbe. Nach der Wende schließen sich die Türen. Heute ist das Blaue Gewölbe zugewachsen.Es befindet sich im städtischen Eigentum. © Foto: Jan-Henrik Hnida
In diesem alten Fabrikgebäude am Winterhafen stürzte Ende Juli ein 12-jähriges Mädchen sieben Meter in die Tiefe eines Schachts.
In diesem alten Fabrikgebäude am Winterhafen stürzte Ende Juli ein 12-jähriges Mädchen sieben Meter in die Tiefe eines Schachts. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Ende Juli stürzte eine Jugendliche in einer Ruine am Winterhafen mehrere Meter in die Tiefe . Glücklicherweise wurde der Aufprall des Mädchens im Schacht durch Müll abgefedert. Laut Feuerwehr war das Gelände nur durch einen Baumstamm am Eingang gesichert gewesen. In Folge des Unfalls hat dort das Ordnungsamt nun Zaunfelder ersetzt und offene Türen und Fenster in unteren Bereichen einiger Gebäude schließen lassen.
Ende Juli stürzte eine Jugendliche in einer Ruine am Winterhafen mehrere Meter in die Tiefe . Glücklicherweise wurde der Aufprall des Mädchens im Schacht durch Müll abgefedert. Laut Feuerwehr war das Gelände nur durch einen Baumstamm am Eingang gesichert gewesen. In Folge des Unfalls hat dort das Ordnungsamt nun Zaunfelder ersetzt und offene Türen und Fenster in unteren Bereichen einiger Gebäude schließen lassen. © Foto: Jan-Henrik Hnida
In diesem alten Fabrikgebäude am Winterhafen stürzte Ende Juli ein 12-jähriges Mädchen sieben Meter in die Tiefe eines Schachts. Hier ist ein Treppenaufgang zu sehen.
In diesem alten Fabrikgebäude am Winterhafen stürzte Ende Juli ein 12-jähriges Mädchen sieben Meter in die Tiefe eines Schachts. Hier ist ein Treppenaufgang zu sehen. © Foto: Jan-Henrik Hnida
Ruinen Ehemalige Stadthalle und Easy-Dance-Disko im Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder): Viele Frankfurter verbinden mit der legendären Easy Dance und Music Hall, die nach einem Brand im Jahr 1998 zur Ruine wurde, ihre Jugenderinnerungen. "Zukunft der Stadthalle noch unklar - Neuer Eigentümer hält den Bau eines Hotel oder von Wohnungen für denkbar" so titele der Stadtbote vor zwei Jahren. Nach der Versteigerung der alten Stadthalle im Buschmühlenweg wollte der künftige Eigentümer zunächst die vollständige Übertragung der Immobilie abwarten. Bisher passierte nichts.
Ruinen Ehemalige Stadthalle und Easy-Dance-Disko im Buschmühlenweg in Frankfurt (Oder): Viele Frankfurter verbinden mit der legendären Easy Dance und Music Hall, die nach einem Brand im Jahr 1998 zur Ruine wurde, ihre Jugenderinnerungen. „Zukunft der Stadthalle noch unklar - Neuer Eigentümer hält den Bau eines Hotel oder von Wohnungen für denkbar“ so titele der Stadtbote vor zwei Jahren. Nach der Versteigerung der alten Stadthalle im Buschmühlenweg wollte der künftige Eigentümer zunächst die vollständige Übertragung der Immobilie abwarten. Bisher passierte nichts. © Foto: Jan-Henrik Hnida