Der Spieltag zuvor brachte eine deutliche Zuspitzung der Lage an der Tabellenspitze der Uckermarkliga:  Während Spitzenreiter Lychener SV I zu Hause im Duell der Giganten gegen den Gerswalder SV I klar den Kürzeren zog (845:965), schlug der ärgste Verfolger,  Pool & Kegel Templin, in Greiffenberg beim Sieg gegen die Zweite (1027:723) so mächtig auf die Pauke, dass man es sinnbildlich bis nach Lychen hörte.
Die Templiner hatte in Greiffenberg gegen die Zweite eine ganz dicke Rechnung offen – resultierend aus der katastrophalen Niederlage des Hinspiels. Die nagte noch immer an den Kurstadt-Akteuren, was man gleich am Ergebnis von Ralf Meden mit seinen sehr guten 226 Punkten merkte. Sven Borde und Wieland Heide standen dem mit 236 und 261 Punkten in nichts nach, nein – sie legten noch eine Schippe drauf. Der große Gladiator des Abends war aber Bernd Lach mit seinen 305 Punkten, die letztendlich dazu führten,  dass die Templiner mit 1027 Zählern als Dritte im Bunde zum erlesenen Kreis derjenigen gehören, die die 1000er-Marke geknackt haben.
Ohne vollends zu überzeugen, sicherte die SG Greifferberg I  bei Milmersdorf II mit einem 791:640-Sieg den dritten Tabellenplatz ab. Es ist wohl so, dass eine Mannschaft nicht mehr tut, als sie unbedingt muss.
Dem SV Rot-Weiß Günterberg I  reichten gegen den Gerswalder SV II magere  709 Punkte, um sich gegen die überhaupt nicht zurechtkommenden Hausherren mit  nur 533 Punkten durchzusetzen. Günterbergs Reserve stellte sich in ihrer Billardkneipe gut an,  was die 746 Punkte gegen 636 von Boitzenburg II eindeutig beweisen.
Gerswalde besiegt Spitzenreiter
In der Flößerstadt Lychen trafen die alten Rivalen aufeinander:  Für die Hausherren ging es um sehr viel, denn bei einem Sieg hätten sie die Meisterschaft quasi vorzeitig  vorentschieden. Die Gäste vom Gerswalder SV I hatten –  in der Tabelle schon deutlich zurückliegend – nichts zu verlieren, sie kämpften  vor allem um die Ehre. Für den Gerswalder SV stand die Frage, ob er – seit acht Jahren in Lychen sieglos – den Bock wieder einmal umstoßen würden. Die Vorzeichen dafür standen insofern günstig, weil Lychen den Ausfall des erfahrenen Michael Hundt kompensieren musste, der seinen Rücktritt erklärt hatte. Die Antwort darauf fiel eindeutig aus.
Während das Gerswalder Team wie aus einem Guss spielte und sein Leistungsvermögen voll ausschöpfte, gelang genau dies dem Gastgeber nicht. Da halfen auch die hervorragenden 279 Punkte von Überflieger Sebastian Peykow allein nicht. Kai Forth zum Beispiel kam mit der Bürde, erstmals in seiner langen Laufbahn als Letzter seines Teams zu spielen, einfach nicht zurecht. Der 945:825-Sieg der Gerswalder sprach eine deutliche Sprache.
Boitzenburg und Milmersdorf I trennten sich 746:671.