Wegen der neuerlichen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie hat die Verwaltung vom Mühlenbecker Land die für den 4. November angesetzte Bürgerwerkstatt zum Interkommunalen Verkehrskonzept der S-Bahn-Gemeinden abgesagt. Sie sollte im Schildower Bürgersaal stattfinden.

Workshop war Ersatztermin

„Wir können die Einwohner nicht zu solch einer Veranstaltung, bei der gemeinsam Zettel an Pinnwände geklebt werden, einladen, wenn andererseits Restaurants und Kneipen schließen müssen“, sagte Bauamtsleiter Hanns-Werner Labitzky.
Der Workshop war als Zusatztermin geplant, weil es bei der Organisation zur ersten Werkstatt Anfang September Pannen gab. Die Post hatte die Einladungen nicht flächendeckend verteilt.

Ziele des Konzeptes

Einen Ersatztermin gebe es vorerst nicht, teilte Labitzky mit. Im Frühjahr sei aber eine weitere Bürgerbeteiligung geplant, so der stellvertretende Bürgermeister.
In allen vier beteiligten Gemeinden hat es bereits Bürgerwerkstätten gegeben. Zudem fanden und finden Verkehrszählungen und Befragungen statt.
Die Kommunen Birkenwerder. Glienicke, Hohen Neuendorf und Mühlenbecker Land lassen derzeit ein gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept erarbeiten. Beteiligt sind auch die Berliner Bezirke Reinickendorf und Pankow.
Das Konzept soll unter anderem Themen wie Pendler- und Durchgangsverkehr, Radverkehr/Radschnellwege, Park-&-Ride-Möglichkeiten, Anreize zum Umstieg auf die Bahn und ein Pilotprojekt zum Carsharing in Birkenwerder untersuchen. Ziel ist neben der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes ein Maßnahmenkatalog mit sowohl überberregionalen als auch lokalen Schwerpunkten und Lösungsansätzen zu erstellen. Eine Beteiligung der Bürger bei der Entwicklung des Konzepts ist ausdrücklich vorgesehen.
Ergebnisse und Vorschläge werden Ende nächsten Jahres erwartet. Die Kosten für das Konzept belaufen sich auf mehr las 440.000 Euro.
Weitere Informationen zum interkommunalen Verkehrskonzept gibt es auf der Homepage der Gemeinde Glienicke sowie auf den Internetseiten der beteiligten Kommunen.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.