Mit der Übergabe eines Förderbescheids für EU-Mittel und dem symbolischen ersten Spatenstich hat Brandenburgs Minister für ländliche Entwicklung, Jörg Vogelsänger, die Restaurierung der Ruine Greiffenberg gestartet.
Neben der historischen Erdholländermühle und dem Schaugarten des VERN bekommt das kleine Städtchen Greiffenberg bald eine dritte touristische Attraktion: die mittelalterliche Burgruine. Hier oben auf dem Burgberg können Besucher künftig in die Geschichte eintauchen, vom Rundturm weit übers Sernitztal, Greiffenberg und Günterberg blicken und in romantischer Kulisse historischer Mauerreste auf dem Burghof Kultur erleben, zum Beispiel Konzerte, Theater, Open-Air-Kino, Burg- und Mittelalterfeste. Das ist die Vision des Fördervereins Denkmalpflege Günterberg, der dieses ehrgeizige Projekt seit 14 Jahren mit Hartnäckigkeit und Enthusiasmus entwickelt und ins Rollen bringt. Ohne engagierte Visionäre und Akteure vor Ort seien solche Projekte überhaupt nicht umzusetzen, betonte Minister Vogelsänger bei seinem Besuch vor Ort. Das unterstrich auch Angermündes Bürgermeister Frederik Bewer, der erst durch das hartnäckige Klinkenputzen des Vereins auf dieses versteckte Kleinod aufmerksam wurde und sich von der  Begeisterung des Vereins anstecken ließ. Die Burg Greiffenberg werde ein weiterer Mosaikstein für das Angermünder Projekt „Kultur in der Landschaft“ sein, freut sich der Bürgermeister.
Bis sich diese Träume verwirklichen, ist es noch immer ein weiter Weg, doch der erste entscheidende Schritt ist gemacht, um die alte Burg endlich aus dem Dornröschenschlaf wach zu küssen. Am Montag setzten Brandenburgs Minister für ländliche Entwicklung Jörg Vogelsänger, Bürgermeister Frederik Bewer und der „Vater der Idee“ Oliver Schwers vom Förderverein Denkmalpflege Günterberg den symbolischen Spatenstich auf dem Burghof. Das Projekt sieht die Sanierung der noch vorhandenen Mauern, des Eingangsportals und des Rundturms mit einer begehbaren Aussichtsplattform vor. Außerdem  sollen eine Bühne sowie ein Sanitärgebäude errichtet und der zehn Meter hohe Burgberg, der über Jahrzehnte völlig zugewachsen war, wieder begehbar werden. Dass die verwunschene Burgruine schon bisher Neugierige nlockte, darauf deuten die Trampelpfade hin. In einigen Jahren, so hoffen die Initiatoren, wird die Burg Greiffenberg touristisch mindestens so attraktiv sein, wie  der Grützpott in Stolpe, mit der Angermünder und der Greiffenberger eine der drei Burgruinen der Stadt Angermünde. Im Netzwerk mit weiteren Burgen der Uckermark, zum Beispiel Gerswalde, könnte eine Burgenlinie entwickelt werden, so Vize-Landrat Bernd Brandenburg, der den Akteuren weiterhin einen langen Atem wünscht „für dieses tolle Projekt, das Geschichte in die Zukunft trägt und erlebbar macht.“.
Rund 800 000 Euro stehen für die Baumaßnahmen auf dem Greiffenberger Burgturm zur Verfügung. Davon sind 600 000 Euro EU-Fördermittel aus dem Leader-Programm für ländliche Entwicklung, 200 000 Euro packt die Stadt Angermünde als Eigentümerin des Burggeländes dazu. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hatte bereits Sicherungs- und Untersuchungsarbeiten mit 10 000 Euro unterstützt.
Archäologen und Burgforscher sind bereits am Werk, um Mauerreste freizulegen und tasten sich Zentimeter um Zentimeter in die Geheimnisse der alten Festung derer von Greiffenberg und Sparr vor Hunderten von Jahren