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Zum Jahresbeginn hat die neue Wache ihren Betrieb aufgenommen / Geschäftsführerin mit Räumlichkeiten zufrieden

Rettungswagen startet in Biesenthal

Brigitte Horn / 06.01.2012, 20:34 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Einsätze des Barnimer Rettungsdienstes starten seit 1. Januar, 7 Uhr, auch in Biesenthal. So sieht es der neue Rettungsdienstbereichsplan vor. Die MOZ hat sich in den neuen Räumen der Rettungswache, die sich neben dem Gerätehaus der Biesenthaler Feuerwehr befindet, umgesehen.

Hell, freundlich und zweckmäßig. So wirkt die neue Rettungswache auf den Besucher. Das cremeweiß verputzte Gebäude mit der roten Aufschrift "Rettungswache Biesenthal" befindet sich an der Seite des Vorplatzes vom Biesenthaler Feuerwehrgerätehaus. Hinter dem Rolltor steht das Rettungsfahrzeug. In dem schnittig wirkenden Wagen verbirgt sich fast ein kleines Krankenhaus. Vom einfachen Mullverband bis zum Computer, der Patientendaten ans nächste Krankenhaus liefert, reicht die Ausstattung. Nur Operationen sind nicht möglich.

An der Pforte wartet schon Frank Werther (38). Er und sein Kollege Danilo Splinter (33) strahlen Ruhe aus. Man hat das Gefühl, im Notfall auf sie vertrauen zu können. Direkt über dem Fahrzeugstellplatz befinden sich die Aufenthaltsräume. Über eine verzinkte Metalltreppe geht es nach oben. Dort ist ein Schalter für das Rolltor angebracht. Das geht schon auf, bevor die zweiköpfige Crew unten ist. So entstehe kein Zeitverlust, erläutert Frank Werther. Es sei natürlich auch von Vorteil, dass Fahrzeug und Wache unter einem Dach sind.

Beim Dienstbeginn gibt es zuerst einen Material-Check, sagt Werther. Verbandsmaterial, Tabletten, Infusionen - alles muss vollständig sein. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Wagen auch mehrfach mit allem ausgestattet sind. Die Information, wann sie wohin rausfahren müssen, erhalten sie per Funk über den sogenannten Pieper. Während es am Donnerstag bis zum Nachmittag noch recht ruhig war, hatte Werther bei seinem vorigen Dienst vier Einsätze. Ein Patient hatte eine stark blutende Hand, ein Waldarbeiter war vom Ast getroffen, es gab einen Patienten mit Brustschmerzen und eine Person mit einer mehrere Tage anhaltenden Magen-Darm-Grippe, die zu Kreislaufproblemen geführt hatte.

Nach jedem Einsatz geht es wieder in die Wache. Die Aufenthaltsräume befinden sich direkt unter dem Dach und sind auf die 24-Stundendienste der Rettungsassistenten und Rettungssanitäter zugeschnitten. Es gibt einen großen Raum mit einer kleinen Teeküche, einem Esstisch, einer Couchecke mit Fernseher sowie einem Schreibtisch. Vom Flur gehen noch zwei Ruheräume ab, zu denen jeweils eine Dusche gehört. Außerdem befinden sich in der oberen Etage die Toiletten. Die Umkleideschränke stehen im Erdgeschoss. Davon hat jedes Besatzungsmitglied zwei zur Verfügung, einen für die Privat-, einen für die Dienstbekleidung. Innerhalb des rollenden Dienstes wechseln sich in Biesenthal 18 Kollegen ab.

Die Örtlichkeit wird von Anita Stahnke, Geschäftsführerin der Barnimer Rettungsdienst GmbH, sehr gelobt. Es handelt sich bei den Räumen der Rettungswache um den ehemaligen Amtshof.Die Lage sei zentral und durch den Platz in Biesenthal können in der Region die Rettungsfristen besser eingehalten werden. Die Räume, die von Biesenthal zur Verfügung gestellt wurden, seien sehr großzügig. Sie entsprächen dem Arbeitsschutz, nachdem für die Rettungskräfte innerhalb des 24-Stundendienstes Ruheräume zur Verfügung stehen müssen. "Günstig ist auch die Nachbarschaft zur Feuerwehr bei Einsätzen", ergänzt Frank Werther.

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