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Nachwuchstüftler beeindrucken Jury

Benito Frohnauer (links) und Jamoul Tim Peters verbinden mit ihrer Entwicklung Komfort und Sicherheit.
Benito Frohnauer (links) und Jamoul Tim Peters verbinden mit ihrer Entwicklung Komfort und Sicherheit. © Foto: mzv
Philip Rißling / 07.03.2014, 14:05 Uhr - Aktualisiert 10.03.2014, 09:20
Brandenburg (MZV) Strahlende Gesichter beim Regionalfinale Brandenburg/West des Wettbewerbs "Jugend forscht": Gleich drei der vier angetretenen Entwicklerteams aus der Havelstadt konnten am Donnerstag bei der Preisvergabe Siege abräumen und dürfen ihre Innovationen am 10. und 11. April beim Landesfinale in Schwarzheide präsentieren.

Mit ihrer Erfindung dürften Benito Frohnauer und Jamoul Tim Peters vor allem bei jungen und musikbegeisterten Brandenburgern für Aufsehen sorgen, die gern mit dem Rad unterwegs sind und dabei ihre Lieblingssongs auf dem Ohr haben. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anne Dralyne Krause tüftelten die beiden Mechatronik-Azubis der Heidelberger Druckmaschinen AG zwei Monate lang an einer Apparatur, die umständlichem und gefährlichem Hantieren mit elektronischen Geräten auf dem Rad den Kampf ansagt. "Man sieht oft, wie die Leute beim Radfahren auf ihr Telefon schauen, um den nächsten Song einzustellen und dabei nicht mehr auf den Straßenverkehr achten", sagen die beiden 17-Jährigen. Anlass genug, eine Vorrichtung zu erfinden, die seit einigen Jahren in neuen Autos gang und gäbe ist - den Multifunktionslenker mit eingebautem mp3-Player fürs Fahrrad. Dieser ist ausgestattet mit den für derlei Abspielgeräte üblichen Knöpfen: An-/Ausschalter, lauter, leiser, Titel vor und zurück. "Allesamt so angebracht, dass man sie mühelos bei der Fahrt betätigen kann, ohne seinen Blick vom Straßenverkehr abwenden zu müssen", erläutern Benito und Jamoul die Idee hinter ihrer Entwicklung, an der sie auch nach dem Erfolg beim Wettbewerb in ihrer Freizeit weiter basteln und tüfteln wollen. "Wir haben schon mehrere Ideen im Kopf, wie wir den Lenker noch praktikabler machen können." Die Nachwuchsentwickler tüfteln dabei übrigens nicht an Recht und Gesetz vorbei: Das Radfahren mit Musik auf dem Ohr ist erlaubt - unter der Maßgabe, dass Geräusche der Umgebung weiterhin wahrgenommen werden können. Eine Innovation also, der durchaus Zukunftschancen zugerechnet werden dürfen.

Im Fachgebiet Technik konnten sich neben den beiden weitere Brandenburger fürs Landesfinale qualifizieren: Jan Mattheis, Philip Bullerdieck und Philip Kopplow überzeugten mit ihrem Konzept eines energieeffizienteren Motorkühlsystem ebenso wie die ZF-Azubis Maike Krogoll und Matthias Nixdorf im Bereich Arbeitswelt, die einen mit Überdruck arbeitenden Prüfadapter entwickelten. Ihre Leistungen sind umso beachtlicher, als dass beim Regionalfinale 36 Projekte mit insgesamt 77 jungen Tüftlern an den Start gingen.

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