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Vogelsänger für Aufkleber statt Alt-Kennzeichen

© Foto: MOZ/Gerrit Freitag
dpa / 07.04.2012, 12:32 Uhr - Aktualisiert 07.04.2012, 17:13
Potsdam (dpa) Ihre Heimatverbundenheit sollten Brandenburger aus Sicht von Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) lieber mit einem Aufkleber statt mit einem Alt-Kennzeichen am Auto zeigen. Die rot-rote Landesregierung halte die von der Bundesregierung geplante Wiedereinführung von Alt-Kennzeichen für Fahrzeuge nicht für notwendig, erklärte Vogelsänger (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Für den Fahrzeughalter sei kein großer Nutzen ersichtlich und der Aufwand für die Zulassungsbehörden steige.

Das Bundesverkehrsministerium will den Weg freimachen für die Rückkehr alter Autokennzeichen. Es bereitet eine Verordnung vor, die die Wiedereinführung von Altkennzeichen durch die Länder ermöglichen soll. Kennzeichen, die im Zuge von Gebietsreformen verschwunden waren, sollen so wieder genutzt werden können.

In Brandenburg haben bereits Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) und Seelow (Märkisch-Oderland) beim Potsdamer Ministerium ihr Interesse an Alt-Kennzeichen bekundet. Die Eisenhüttenstädter wollen statt des Kreis-Kennzeichen "LOS" wieder ihr "EH" zurück und die Seelower wünschen sich statt "MOL" das ehemalige "SEE". Auch in anderen Städten wie Calau (Oberspreewald-Lausitz) und Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) favorisieren Bürger statt der Kreiskennzeichen "OSL" und "OPR" ihre ehemaligen Kennzeichen "CA" und "WK", die die Namen der Städte verdeutlichen.

Aus Sicht Vogelsängers kann man die Identifikation mit seiner Heimatregion auch anders deutlich machen, zum Beispiel mit einem Aufkleber.

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Gesche 10.04.2012 - 22:21:07

Das hat System

Herr Vogelsänger, das schafft Arbeitsplätze und im gleichem Zug können geschlossene Zulassungsstellen wieder eröffenen! Schaut man sich Strausberg an, sitzt man dort den halben Tag rum um ein Auto an zumelden, eine weitere Stelle würde die Wartezeit verkürzen und die Damen und Herren in Strausberg würden einen nicht gefrustet Empfangen! Hinzu kommt das man in eine bereits abgehackte Region (Das Oderbruch) wieder ativieren müßte und somit wieder Gelder zukommen lassen muss, was der Regierung nun mal gar nicht gefällt und den Vorgaben der Globaliesierung einen dicken Strich durch die Rechnung machen würde.

Naomi Dummer 08.04.2012 - 12:00:25

Neuer Schildbürgerstreich in Sicht!

Demnächst wird die bisher kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) mit den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland zu einem neuen Großkreis "Frankfurt-Oder-Spree" vereint. Da freue ich mich schon auf die Verwirrung in den Ämtern, wenn die Alt-Kennzeichen "LOS", "MOL" und "FF" zusätzlich zu dem dann ganz neuen Grosskreis-Kennzeichen (z.B. "FOS") heraugegeben werden und dazu dann noch die Alt-Alt-Kennzeichen "EH", "SEE", "BEE" usw. Da kommt Freude auf angesichts solch eines Schilder-Chaos. Man kann die Politik nur warnen vor solch einem Schildbürgerstreich!

M Ruthenberg 07.04.2012 - 20:22:22

Vogelsänger für Aufkleber statt Alt-Kennzeichen

Wie wäre es denn mit einem Tempo 70 Aufkleber für alle, die diese Schnapsidee vom Vogelsänger mittragen und so langsam fahren möchten. Als zweites könnte man dazu noch einen Aufkleber "I love Vogelsänger" anbringen,falls man bergab von Traktoren oder Fahrradfahrern überholt wird.

Leser 07.04.2012 - 20:14:47

Sinnhaftigkeit

Demnächst gibt es in Ostdeutschland weitere Kommunalreformen, wobei neue Landkreise entstehen incl. neuer Kennzeichen. Was ist denn der wer wahre Grund für eine "Neu§regelung? Etwa die Ankurbeluing einer erlahmten Schilderherstellerindustrie?

Skeptiker 07.04.2012 - 19:03:25

@Johanna Wurst

Sie haben recht, das ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, aber zumindest liegen beide Städte im Bezirk Frankfurt(O).

Fürstenberger 07.04.2012 - 17:45:54

E

Bald gibt es für uns das "E"-Kennzeichen zurück. Das will die Rot/Rote-Landesregierung. Aus Eisenhüttenstadt wird dann wieder Stalinstadt.

Johanna Wurst 07.04.2012 - 16:12:43

Der dpa-Autor kennt die Ostbrandenburger Strukturen nicht!

Hier kommt das grausame Nichtwissen des dpa-Autors sehr anschaulich zum Ausdruck: "In Brandenburg haben bereits Eisenhüttenstadt und Seelow (beide Oder-Spree) beim Potsdamer Ministerium ihr Interesse an Alt-Kennzeichen bekundet. Die Eisenhüttenstädter wollen statt des Kreis-Kennzeichen "LOS" wieder ihr "EH" zurück und die Seelower wünschen sich stattdessen das ehemalige "SEE"." Eisenhüttenstadt liegt zwar im Landkreis Oder-Spree, SEELOW jedoch ist die Kreisstadt des Landkreises Märkisch-Oderland!!! Warum übernimmt die Märkische Oderzeitung diese Falschmeldung??? Die Zeitungsmacher müssten es aufgrund ihrer Ortsnähe doch besser wissen, dass Seelow nicht im Landkreis Oder-Spree liegt!!! Offenbar werden dpa-Texte in der MOZ-Redaktion nicht geprüft, sondern 1:1 ohne Kontrolle übernommen!

Schwe67 07.04.2012 - 13:13:10

Was die Landesregierung für notwendig hällt oder nicht

ist unwichtig. Was die Bürger wollen, das hat sie umzusetzen. Dazu wurde sie gewählt. Mir ist es auch egal inzwischen, aber wenn es eine Mehrheit wünscht, dann soll es so sein.

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