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Verein Wukaninchen baut ökologisch gestaltete Betreuungsstätte / Naturpädagogik bestimmt die Arbeit

Projektehof erhält Kindergarten

Brigitte Horn / 13.04.2012, 07:30 Uhr - Aktualisiert 13.04.2012, 09:19
Biesenthal (MOZ) Eine Kindertagesstätte mit einem reformpädagogischen Konzept wird in Biesenthal entstehen. Der Verein Wukaninchen hat eine Einrichtung mit 30 Plätzen geplant. Die Baugenehmigung dafür liegt bereits vor. Der Verein rechnet mit der Eröffnung der Kita im Herbst diesen Jahres.

Hinter großen Kiefern und alten Laubbäumen versteckt, steht auf dem Wukania-Gelände am Großen Wukensee ein kleines Klinkerhaus. Es stammt aus den 30er-Jahren und soll Teil des neuen Kindergartens werden, berichtet Christina Wendt, Vorstandsmitglied des Vereins Wukaninchen. Die Planer würden von einem Kleinod der Architektur sprechen. Daher werde die äußere Struktur erhalten bleiben und das Haus vollständig saniert werden. Dazu kommt ein Kristall. Das ist der Arbeitstitel für einen Anbau an den Klinkerbau (siehe Zeichnung rechts).

Mit dem Kindergarten wird das erste große, nach außen wirksame Vorhaben auf dem Projektehof Wukania verwirklicht. "Wir haben überlegt, dass die Region noch eine weitere reformpädagogische Kindertagesstätte brauchen kann. Als Waldkita, einfach nur mit einem Bauwagen als Quartier, hätten wir nur ein Halbtagsangebot machen können", schildert Christina Wendt. Doch man wisse, dass viele der Arbeit wegen ihre Kinder den ganzen Tag unterbringen müssen. Daher habe man sich für den Bau einer Ganztagseinrichtung entschieden, in der die Naturpädagogik der Schwerpunkt sein soll. Dabei lernen die Kinder, wie die Kreisläufe in der Natur funktionieren und vieles mehr.

"Der Bedarf ist auf jeden Fall da, denn für ähnliche Kitas in Bernau oder Wandlitz müssen die Eltern lange Wartezeiten in Kauf nehmen", ergänzt Beate Gollnast vom Vereinsvorstand. Zudem habe man schon zehn Anmeldungen, obwohl der Bau noch gar nicht richtig begonnen habe. Nicht zuletzt seien die beiden Kitas der Stadt voll ausgelastet, so dass ihr Vorhaben auch von dort unterstützt werde.

Mit Blick auf den pädagogischen Schwerpunkt liegt nahe, dass das neue und das sanierte Gebäude ökologisch gestaltet werden. Das beginnt beim Gründach des Anbaus, reicht über dessen große Fenster, damit die Kinder die direkte Verbindung zur Natur haben, bis hin zu Lehmputz für die Wände, um nur einige Beispiele zu nennen.

Für die Finanzierung der Gebäude bringt der Verein Eigenmittel und Eigenleistungen ein, hat Kredite und Spenden eingeworben sowie eine Förderung mit EU-Mitteln in Höhe von 150 000 Euro so gut wie sicher. Um den EU-Zuschuss zu erhalten, muss der durch Mittel der öffentlichen Hand vom Land oder der Kommune in Höhe von 50 000 Euro ergänzt werden. Daher hofft der Verein auf eine entsprechende Entscheidung. Man glaube auch auf Grund des schon jetzt bestehenden Interesses, dass die Einrichtung gut für die Stadt sei. Mancher, der bauen möchte, schaue sich erst an, wo die Kinder betreut werden können, so die beiden Frauen.

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