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Bio-Molkerei der Hoffnungstaler Werkstätten Lobetal zieht zahlreiche Interessierte an

Mango-Lassie heißt die Kreation des Tages

Großer Andrang an der Abfüllanlage: Molkerei-Leiter Michael Kuper erklärte den zahlreichen Besuchern, wie der Joghurt schließlich in die Becher kommt. Foto: Renate Meliß
Großer Andrang an der Abfüllanlage: Molkerei-Leiter Michael Kuper erklärte den zahlreichen Besuchern, wie der Joghurt schließlich in die Becher kommt. Foto: Renate Meliß © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 08.05.2012, 07:59 Uhr - Aktualisiert 08.05.2012, 12:34
Biesenthal (RM) Die Hoffnungstaler Werkstätten hatten zum Besuchertag eingeladen - Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen des Unternehmens zu schauen.

"Guck doch mal, da kommt jetzt der Joghurt raus!" Eine Füllung von Mango-Vanille ergoss sich in die Becher der Abfüllanlage, während sich die Kinder mit und ohne Eltern am Förderband um die Joghurtbecher drückten. Dichtes Gedränge herrschte in der Bio-Molkerei Lobetal. "Das ging schon um 10 Uhr los", so Werkstatt-Leiterin Beatrix Waldmann. "Es war auch unser erster großer Besuchertag." Denn nicht nur in der Bio-Molkerei, auch im Zierpflanzenbau, der Industriefertigung, der Baumschule und im Förderbereich waren alle Türen weit geöffnet worden. Viele Besucher waren regelrecht erstaunt, dass hier nicht nur behinderte Menschen betreut werden, sondern diese auch schöne Produkte herstellen. Es wurden viele Pflanzen gekauft, die Fachberatung dazu gab es gleich gratis und Kinder konnten überall etwas ausprobieren sowie Preise gewinnen.

Ein Mango-Lassie war in der Bio-Molkerei der Renner - extra für den Tag der offenen Tür kreiert. Zweifelsohne war hier auch der größte Besucherandrang zu verzeichnen. "Schön für die Gäste, das alles mal genau anzuschauen und auch bei der Joghurtherstellung an der Abfüllanlage dabei zu sein, was ja aus hygienischen Gründen sonst streng verboten ist." Anschließend sorgten die Mitarbeiter wieder für Keimfreiheit.

Vor der Abfüllanlage, vor der zahllose Besucher standen, erläuterte Molkerei-Leiter Michael Kuper die einzelnen Arbeitsprozesse und beantwortete Fragen. Bio-Joghurt, das bedeutet auch Bioanbau und Biofutter für die Kühe und ist ein sehr komplexer Prozess. "Wir füttern unsere 200 Kühe, die in Lobetal und Dreibrück bei Nauen stehen, nicht mit Soja aus Übersee, sondern mit eiweißhaltigem Kraftfutter aus Erbsen und Lupinen. Soja ist ein Kraftfutter, das künstlich gedüngt wird, das kommt bei uns nicht vor." Die Früchte für den Joghurt kommen von den Betrieben Agrana am Bodensee und der Firma Boddin aus Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem der Joghurt in großen Behältern angesetzt und über Nacht bei 28 Grad Celsius ruht, wird tags darauf die Fruchtmischung zugesetzt. Die bei Fruchtwechsel entstehenden Mischungen werden ausschließlich im Direktverkauf in der Molkerei verkauft. Die reinen Sorten sind zum Beispiel in Läden der Bio-Company erhältlich sowie in Bernau in Lebensmittelmärkten, Bioläden oder bei Anbietern regionaler Produkte sowie und im Lobetaler Werkstatt-Laden. Auch handgemachter Lobetaler Camembert sowie weitere Bio-Produkte aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich bietet er Laden der Bio-Molkerei an. "Wegen der Käsesorten kommen besonders viele ältere Biesenthaler gern zu uns", so Waldmann. "Für die behinderten Menschen, die hier arbeiten, schafft die hohe Präsens der Produkte ein hohes Selbstwertgefühl."

Die Öffnungszeiten des Ladens in der Bio-Molkerei: Dienstag bis Freitag: von 9 bis 18 Uhr, Sonnabend von 9 bis 14 Uhr. Ein Besuch kann zudem mit dem Pflanzenbaubetrieb in der Nachbarschaft bei gleichen Öffnungszeiten verbunden werden. Hier warten viele Beet- und Balkonpflanzen, Obstbäume und Ziersträucher auf die Interessenten. Darüber hinaus werden auch Apfel-, Birnen- und Nussbäume veredelt.

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