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Stippvisite am Tag der offenen Gärten bei Baumanns in Biesenthal / Nahezu 200 Besucher gezählt

Verborgene Idylle und lauschige Ecken

Besuchergruppe im Garten unterwegs: Entlang der Gartenwege gab es eine üppige Vielfalt zu bewundern.
Besuchergruppe im Garten unterwegs: Entlang der Gartenwege gab es eine üppige Vielfalt zu bewundern. © Foto: MOZ
Brigitte Horn / 09.07.2012, 18:41 Uhr
Biesenthal (MOZ) Bundesweit war am Wochenende zum Tag der offenen Gärten eingeladen worden. An diesem Tag öffnen Privatleute ihr Refugium. Zu ihnen gehörten Hannelore und Hans-Jürgen Baumann aus Biesenthal. Etwa 200 Gäste haben sich das Biesenthaler Gartenparadies angesehen.

Es müssen nicht die "Gärten der Welt" oder der englische Garten in München sein - auch die Region Berlin-Brandenburg hat viel zu bieten. Nahezu 90 Gärten sind an der gemeinsamen Initiative des Urania-Vereins "Wilhelm Förster" Potsdam und der "Initiative Offene Gärten Berlin-Brandenburg" beteiligt, im Landkreis Barnim sind es drei, darunter der von Baumanns in Biesenthal.

Dorthin pilgerten am Sonnabend und am Sonntag mehr als 200 Menschen, die sich von schönen Gärten faszinieren lassen, fachsimpeln und sich Ratschläge holen wollen. Etwa 80 waren schon am Sonnabend, trotz des regnerischen Wetters mit angekündigtem Unwetterpotenzial, gekommen. Deutlich mehr waren es dann am sonnigen Sonntag, so dass Hannelore Baumann alle Hände voll zu tun hatte, um für Kaffee- und Kuchen-Nachschub zu sorgen. Denn das gehört zu solchen einem Tag der offenen Gärten dazu. Trotz der Arbeit - Hannelore Baumann sieht den Tag als Bereicherung und Anerkennung an. Man versteht sich mit den Leuten, die auch manchmal von weither, aus der Schweiz, aus Leipzig oder aus Mecklenburg kommen. Es kommen auch viele vorbei, die eine Radtour machen, erzählt sie. Und natürlich sind Biesenthaler darunter, wie Kerstin Weprajetzky. "Diese Düfte für die Nase. Es ist wie im Paradies und die Seele wird ruhig", schwärmt sie. "So viele verborgene Idylle, überall lauschige Sitzecken", sind auch Angelika und Klaus Thiel, seit zwei Jahren Biesenthaler, ganz angetan.

Nur selten gebe es Unverständnis, macht Hannelore Baumann deutlich. Und zwar wenn die Besucher für eine Plakette zwei Euro zahlen sollen. Die gilt für alle Gärten und für alle Termine, sagt sie, und wird für die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative Offenen Gärten genutzt. Sie selbst haben nichts davon, erklärt sie. Aber die meisten wüssten ja auch Bescheid, wie zum Beispiel Bernd Schumann. Er weilte mehrere Stunden bei Baumanns, um sich anzuschauen, wie es an einem solchen Tag zugeht. "Ich spiele selbst mit dem Gedanken, beim Tag der offenen Gärten mitzumachen", sagt der Berliner. Allerdings habe er im Vergleich zu den fast 5000 Quadratmetern der Baumanns nur einen 250 Quadratmeter großen Stadtgarten.

Auf die Frage einer Besucherin, wie viele Gärtner denn im Garten beschäftigt seien, sagte Schumann, dass eigentlich immer nur die auf die Arbeitsstunden schauen, die selbst keinen Garten haben. Er gehe früh in seinen Garten und beschäftigte sich dort bis zum Abend. "Aber das ist keine Arbeit. Ich lebe dort." Nicht viel anders ist es bei den Baumanns. Beide sind auch von früh an in ihren Garten. Dazu bringt Hans-Jürgen Baumann als gelernter Gärtner und studierter Obstbauingenieur auch das nötige Fachwissen mit.

Der nächste Termin für den Tag der offenen Gärten ist am 29. und 30. September. Dann liest Danuta Schmidt aus ihrem Buch "Tritt ein in meine Gärten".

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