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Schafe entpuppten sich als Publikumsmagnet

Keine Berührungsängste: Auch die Kinder interessierten sich für die Tiere mit dem dichten Fell.
Keine Berührungsängste: Auch die Kinder interessierten sich für die Tiere mit dem dichten Fell. © Foto: MZV/Bandoly
Inez Bandoly / 22.10.2012, 09:57 Uhr
Linum (MZV) Um sein Rauwolliges Pommersches Landschaf in das Gehege zu bekommen, musste der elfjährige Fritz Kolecki aus Falkensee kräftig an der Leine ziehen. Er beteiligte sich gestern an der Schaf-Ausstellung in Linum. Mit seinem Vater Olaf Kolecki lud er gemeinsam zwei Böcke vom Anhänger und stellte sie auf dem Gelände der Linumer Mosterei zur Schau. Die vom Schafzuchtverband organisierte Ausstellung fand nicht nur unter den Züchtern großen Anklang. Zahlreiche Besucher standen dicht dabei und sahen neugierig bei der Körung - der Auswahl zur Zucht zugelassener Tiere - zu.

"Der Herr ist unser Hirte", scherzte Knut Kucznik, Vorsitzender des Schäfervereins Ruppiner Land, in Bezug auf das herrliche Wetter. Gemeinsam mit Zuchtleiter Professor Kurt Peters nahm er dann jedes einzeln ausgestellte Tier unter die Lupe und bewertete es nach Exterieur, Wolle und dem Gesamteindruck. Dabei stellte sich so mancher Bock quer. So wie der von Karsten Günther aus Malchow. Sein Tier der Rasse "Kerry Hill" wollte einfach nicht in das enge Gatter auf die Waage. "Ich habe diese Rasse beim Urlaub in Irland gesehen und fand sie wunderschön", erzählt er. Mit einem Bock und vier Schafen begann er, die englische Rasse zu züchten. Es gibt sie seit 150 Jahren, aber in Deutschland nur wenige Tiere davon. Günther war stolz, dass sein sieben Monate alter Bock gut bewertet wurde und hervorragend für die Zucht geeignet ist. Heute zählt seine Schafzucht sechs "Kerry Hill".

Während die vielen Schafe verschiedenster Rassen lautstark blökten und oben am Himmel die Kraniche tröteten, gesellte sich der meckernde Ton von Ziegen dazu. Reinhard und Birgit Brehe aus Dollgow kamen mit zwei Exemplaren von Burenziegen, auch Bauernziege genannt. Die Hausziege, die ihren Ursprung in Südafrika hat, wird vor allem zur Fleisch-Erzeugung gezüchtet. Diese Schaf-Ausstellung war inzwischen die zweite Veranstaltung im kleineren Rahmen.

"Wir probieren, Züchtern zu zeigen, wie man sich vernünftig auf eine Schafzuchtauktion vorbereitet", so Knut Kucznik. Am Ende der Körung wurden einige Lammböcke, die in diesem Jahr noch zur Deckung zugelassen wurden, versteigert und wechselten den Besitzer.

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