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780 Fahrgäste täglich mit Bus nach Slubice

Die Buslinie 983: Auch Fahrer Ingo Gemmel ist mit dem Zuspruch für neu geschaffene Buslinie zwischen Frankfurt und Slubice zufrieden. Im Januar nutzten werktags durchschnittlich 875 Fahrgäste das grenzüberschreitende Angebot
Die Buslinie 983: Auch Fahrer Ingo Gemmel ist mit dem Zuspruch für neu geschaffene Buslinie zwischen Frankfurt und Slubice zufrieden. Im Januar nutzten werktags durchschnittlich 875 Fahrgäste das grenzüberschreitende Angebot © Foto: Michael Benk
Heinz Kannenberg / 31.01.2013, 20:40 Uhr
Frankfurt (MOZ) Der Bus 983 von Frankfurt nach Slubice ist inzwischen sogar die drittstärkste Linie der Stadtverkehrsgesellschaft. Von den elf Buslinien in der Stadt weisen die Linien 980 und 981 noch größere Fahrgastzahlen aus.

Im Januar nutzten durchschnittlich am Tag 780 Fahrgäste - an Werktagen 875 - den grenzüberschreitenden Bus. Über diese Entwicklung informierte Michael Ebermann, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft, am Donnerstag. An einem Werktag seien sogar etwa 1800 Fahrgäste elektronisch registriert worden. Ebermann prognostiziert für dieses Jahr etwa 200 000 Fahrgäste. "Das überwiegend gute Angebot unserer neuen Buslinie wird sehr positiv angenommen", stellt er fest. Er kündigt weitere Veränderungen an. In Gesprächen mit den Studenten und der polnischen Stadtverwaltung erkunde man gerade, welche Wünsche künftig berücksichtigt werden können. Ebermann schließt Fahrplanveränderungen und eine erweiterte Streckenführung in Slubice nicht aus. Es sei jedoch knapp zwei Monate nach dem Start des Busses zu früh, darüber jetzt zu entscheiden.

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ROESSLGAENGER 03.02.2013 - 14:32:37

Bilanz könnte noch besser ausfallen!

Herrn Koch kann ich mich nur anschließen. Muss sogar hinzufügen, dass die Auslastung noch besser wäre, würde man die Kurse die wochentags an der Uni enden zum Bahnhof durchleiten und den Takt verdichten. Evtl. sollten die Haltestellen in Slubice auch näher den Einkaufsmöglichkeiten liegen, eine Haltestelle auf deutscher Seite in der Slubicer Straße wäre ebenfalls denkbar. Im Moment profitieren auch noch die Linien 980 und 981 (verdammt noch mal, warum sagt man nicht wieder A und B?) von Einkaufstouristen nach Slubice. Möglicherweise ist ein dichterer Takt nach Slubice deshalb nicht gewollt, weil dann erkennbar würde dass eine Straßenbahn über die Oder doch kein so großer Irrweg wäre? Im Übrigen, Frau Hopp, würde man Ihre Fragestellung zum Ende durchdenken, könnte man sämtlichen ÖPNV in Frage stellen. Dieser ist immer ein Subventionsgeschäft- aber eine der wenigen sinnvollen Subventionen in dieser Gesellschaft!!!

Benno Koch 01.02.2013 - 21:20:22

Angebot schafft Nachfrage

Ein schönes Beispiel dafür, dass es geht - wenn man öffentliche Verkehrsmittel in Brandenburg ernst nimmt. In Berlin werden zwei Drittel aller Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt. Ähnliche Fahrgastzuwächse wie nach Slubice würde es bei einem vernünftigen Angebot auch von Berlin nach Stettin geben. Die zurzeit lediglich acht Minitriebwagen pro Tag und Richtung, mit Umsteigen, mit defekten Toiletten und kaputten Heizungen sowie auf maroden Schienen sehen aus wie der Versuch, diese Linie loszuwerden. Und auch die nach jahrelangem Kampf für 2020 nun versprochene Sanierung und der Ausbau der Strecke sieht wie das letzte Aufbäumen, eine wettbewerbsfähige Bahn so lange wie möglich zu verhindern. Neben Absichtsbekundungen und Forderungen an andere haben die Länder Berlin und Brandenburg ganz offensichtlich kein Interesse an einem besseren Angebot nach Stettin - die fehlenden Früh- und Spätzüge werden einzig und allein von den Ländern bestellt. Oder wie im Fall Berlin-Stettin trotz jahrelangem Betteln eben auch nicht - es gibt sie nicht und damit auch wesentliche Anschlüsse von und nach Swinemünde, Kolberg oder Danzig nicht. Und noch mal ein ausdrückliches Lob an die Unterstützer für eine Bus- und besser sogar Tramverbindung zwischen Frankfurt Oder und Slubice! Denn mit lediglich 21 Busverbindungen pro Tag und Richtung (am Wochenende sogar nur 17) dürfte die Auslastung der neuen Linie 983 pro Bus womöglich sogar besser als die der Linien 980 und 981 sein - letztere verkehrt werktags in der Innenstadt mit 43 Verbindungen mehr als doppelt so oft wie die neue Linie über die Oder. Sind hier auch doppelt so viele Fahrgäste unterwegs?

Schaffner 01.02.2013 - 20:06:47

@ Diana Hopp- Frage ausweiten

Wenn schon eine Frage nach zahlenden Fahrgästen gestellt wird, dann sollte sie sich nicht auf eine Line des Nahverkehrs beschränken. Fragen wir doch etwas genauer, wie viele nicht zahlende Fahrgäste ( auch " Schwarzfahrer" genannt) , werden monatlich oder jährlich in Frankfurt (Oder) in den öffentlichen Verkehrsmitteln erwischt und mit einem Bußgeld belangt ?

Diana Hopp 01.02.2013 - 19:22:02

Genauer hinschauen!

Für mich ist die Frage nicht wichtig, wieviele Fahrgäste im Bus mitfahren, sondern, wieviel ZAHLENDE Fahrgäste die Busse zwischen Frankfurt und Slubice nutzen. Wie ist das Verhältnis von Fahrkarten-Einnahmen und Bus-Aufwand? Erst die Kenntnis dieser Zahlen bringt die Debatte vorwärts und bestimmte, wie diese Buslinie tatsächlich eingeordnet und beurteilt werden kann. Die im Artikel genannte Fahrgastzahl bleibt deshalb vorerst pure Propaganda der SVF-Lobby. Alle Zahlen müssen auf den öffentlichen Tisch!

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