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An einen Neubau ist gedacht, aber derzeit fehlt noch das Geld

Biesenthals Hallenkapazität zu knapp

Brigitte Horn / 06.02.2013, 07:41 Uhr
Biesenthal (MOZ) Biesenthal befindet sich mit seinen Turnhallen einem Spagat zwischen den Interessen der Vereine und individuellen Anbietern. Der Grund: Es gibt viel mehr Anmeldungen für die beiden Sporthallen als sie Kapazitäten haben.

Der Anstoß für die Diskussion kam im Hauptausschuss. Dort stritt man sich um die Frage, für welches Entgelt die Sporthalle an einen individuellen Nutzer vermietet werden soll. Konkret ging es um den derzeit gut nachgefragten Zumba-Kursus, eine tänzerische Art Popgymnastik. Für eine Kinderveranstaltung würden 15 Euro gelten. Uneins war man sich im Ausschuss über die Sporthallengebühr für den Erwachsenenbereich. Sollten 50 Euro oder die günstigeren 30 Euro erhoben werden?

Hauptausschussmitglied Jörk Bull (Fraktion Linke/Grüne) plädierte für den höheren Betrag. Dem hielt Bürgermeister André Stahl (Linke) entgegen, dass man sich überlegen müsse, ob man die Veranstaltung in der Stadt haben wolle. Wenn ja, sollte die günstigere Version mit 30 Euro gewählt werden. Auf einen anderen Aspekt wies Dirk Siebenmorgen (Fraktion Linke/Grüne) hin. Er befand, dass die städtischen Vereine Vorrang haben müssten. Dem hielt der Fraktionsvorsitzende der SPD Wolfgang Berg entgegen, dass es aber auch für den Anbieter des Kursus' eine gewisse Planungssicherheit geben müsse.

Unter Abwägung der Argumente gab es im Hauptausschuss letztlich einen einstimmigen Beschluss zugunsten der 30 Euro Gebühr für den Freizeitkursus. Das ist auch mit der geltenden Sporthallensatzung unterlegt. Nach der können außerhalb der Nutzungszeiten durch die Schule die Sporthallen vorrangig von ortsansässigen eingetragenen und nicht eingetragenen Sportvereinen und Organisatoren sportlicher Veranstaltungen für den Freizeitsport und andere sportliche Veranstaltungen genutzt werden.

Trotz des Beschlusses im Hauptausschuss verwies Dirk Siebenmorgen, der auch Vorsitzender des Haushalts- und Sozialausschusses von Biesenthal ist, darauf, dass die Sporthallensituation in Biesenthal eher prekär sei. Sowohl die Schulturnhalle als auch die Turnhalle an der Schützenstraße sind lediglich Einfelderhallen. Die reichen kaum für die Sportvereine, wie den SV 90 Biesenthal, die Wukey`s, die Judo- und die Ju-Jutsu-Sportler aus, erklärt Siebenmorgen. Zum Beispiel hätten gerade jetzt im Winter die Fußballer oder die Tischtennisspieler längere Hallenzeiten. Die haben lediglich anderthalb Stunden, was jedoch nicht viel sei, wenn man in Betracht zieht, dass sie erst die Tische auf- und dann wieder abbauen müssen.

Viele denken angesichts dieser Situation an einen Neu- oder Anbau. "Biesenthal könnte eine größere Sporthalle auch gut für Veranstaltungen gebrauchen. Derzeit wird zwar der Saal der Möbelfolien GmbH genutzt, wir wissen aber nicht, wie lange das noch geht", erläuterte Dirk Siebenmorgen. "Allerdings muss man mit einem Bauprojekt noch warten, bis die Stadt genügend Geld dafür hat", schränkte er ein.

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