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Biesenthaler fordern Zughalt

"Zug, komm bald wieder": Biesenthaler Demo beim letzten Halt des RE3.
"Zug, komm bald wieder": Biesenthaler Demo beim letzten Halt des RE3. © Foto: Angela Kowalick
Angela Kowalik / 09.05.2013, 15:09 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der RE 3 hielt am Sonntagabend um 18 Uhr zum Abschluss einer vorübergehenden Ausnahmeregelung ein letztes Mal in Biesenthal. Gut 70 Biesenthaler begrüßten ihn aus diesem Anlass mit Transparenten und einem spontan gedichteten Lied. "Heut' hält zum letzten Mal der RE3. Ob er aber über Ober-Biesenthal oder aber über Unter-Biesenthal oder aber überhaupt nicht hält, ist nicht egal." Die singenden Demonstranten machten so auch die Zuginsassen auf ihre Problematik aufmerksam.

"Früher," so erklärt Herbert Noll von der lokalen Agenda Biesenthal, "hielt der Zug morgens und abends zu je zwei Zeiten in unserem Bahnhof." Für die Berufspendler sei dies ein sehr wichtiger Vorteil gewesen. Da der Zug aber seit einigen Jahren nur am Biesenthaler Bahnhof durchrausche, sei die tägliche Anfahrt zur Arbeit nach Berlin für viele Biesenthaler sehr beschwerlich.

Eine Umfrage des Vereins "lokale Agenda" ergab, dass immerhin 250 Personen ein Halten des Zuges in Biesenthal sehr begrüßen würden. Einige der Befragten würde die Bahn so überhaupt erst als Neukunden gewinnen. Sie nutzen derzeit das Auto, um nach Berlin oder zumindest nach Bernau zu fahren, von wo aus sie eine bessere Anbindung haben.

Wer derzeit mit der Bahn nach Berlin pendelt, der muss mit einem der ODEG-Züge bis Bernau fahren und dort nach 20-minütiger Wartezeit in den RE3 einsteigen, der nur Minuten vorher durch Biesenthal fuhr. Die Züge der ODEG stellen aus Sicht des VBB eine ausreichende Anbindung Biesenthals an Berlin dar, fahren aber nur nach Lichtenberg. Der RE3 hält hingegen in zentraleren Bahnhöfen.

Herbert Noll und seine Mitstreiter haben vieles versucht, um die Situation zu ändern. Beim VBB stoßen sie auf taube Ohren. Der Zeitgewinn für die Biesenthaler stehe in keinem Verhältnis zum Komfortverlust der Fernreisenden. Das Tempodrosseln und der zweiminütige Halt in Biesenthal seien ein zu hoher Kostenfaktor, fasst Biesenthals Bürgermeister André Stahl die Sicht des VBB zusammen.

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