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Mehrheit des Biesenthaler Hauptausschusses stimmt für Asphaltstreifen in der Schützenstraße

Lieber den Spatz in der Hand

Straße und Gehweg erneuerungsbedürftig: Im Zuge des Baus der Abwasserdruckleitung besteht die Chance, kostengünstig die Fahrbahn der Schützenstraße zu verbessern. Auch der Gehweg verlangt nach neuem Pflaster. Im aktuellen Haushalt ist dafür aber kein Geld
Straße und Gehweg erneuerungsbedürftig: Im Zuge des Baus der Abwasserdruckleitung besteht die Chance, kostengünstig die Fahrbahn der Schützenstraße zu verbessern. Auch der Gehweg verlangt nach neuem Pflaster. Im aktuellen Haushalt ist dafür aber kein Geld © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 13.06.2013, 19:59 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der ältere Teil der Schützenstraße befindet sich in einem beklagenswerten Zustand. Jetzt beriet der Hauptausschuss darüber, welche Deckschicht die Straße erhalten soll, wenn der Wasser- und Abwasserverband "Panke/Finow" (WAV) seine Leitung verlegt hat.

Die Schützenstraße, die parallel zur Plottkeallee und Bahnhofstraße verläuft, ist noch gepflastert wie zu Zeiten des Alten Fritz. Da jetzt dort die Leitungsverlegung durch den WAV ansteht, regte Biesenthals Bürgermeister André Stahl (Linke) an zu beraten, wie die Straße anschließend wieder verschlossen werden soll. Eine Alternative zur Wiederherstellung des Zustandes vor den Tiefbauarbeiten, also zur Verwendung des alten Kopfsteinpflasters, wäre der Einbau einer drei Meter breiten Asphaltdeckschicht.

Die zusätzlichen Kosten, die dadurch für die Stadt entstehen würden, betragen rund 85 000 Euro. Würde man bei vorherigem Zustand mit Kopfsteinpflaster bleiben, hätte die Stadt keine Kosten, erläuterte der Bürgermeister auf Anfrage des Stadtverordneten Martin Wunderlich (Fraktion CDU/BfB/FDP/ProD). Der konstatierte darauf hin, dass so die Chance bestehe, die Fahrbahn halbwegs hinzukriegen. Andererseits werde schon seit Jahren moniert, dass der Gehweg so schlecht sei. "Dann werden die Leute sagen: Und da macht ihr die Fahrbahn mit Asphalt", gab er zu bedenken. Auch Jörk Bull (Fraktion Linke/Grüne) hielt dagegen, dass der Bürgersteig das größere Problem sei "Dort sollte man das Geld hineinstecken", forderte er.

Demgegenüber verwies Stahl darauf, dass sich die Stadt in den nächsten Jahren so schnell nicht einen grundhaften Ausbau leisten kann. Und selbst wenn, dann würden sich die Bürger auch an den Kosten beteiligen müssen, was sehr teuer würde, warb er dafür, die jetzt bestehende Chance zur Verbesserung zumindest der Fahrbahn zu nutzen.

Hinzukomme, dass der Gehweg in der Schützenstraße nicht mehr so intensiv wie früher als Schulweg genutzt werde, als die Grundschule noch einen anderen Eingang hatte. Zudem bedürfe der Bau eines Gehweges extra eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung und müsse in den Haushalt aufgenommen werden. Dafür könne nicht das Geld, wie jetzt möglich, aus der Haushaltsstelle für Straßeninstandsetzung genommen werden.

Jörk Bull wollte noch nicht aufgeben, als der Bürgermeister sich anschickte, über die Varianten für den Deckenschluss anstimmen zu lassen. Er monierte, dass dazu gar keine Beschlussvorlage auf der Tagesordnung steht. Dies müsse in dem Falle auch nicht sein, weil es lediglich um die Festlegung einer Tendenz gehe. Weil die Mittel für die Straßeninstandsetzung im Haushalt enthalten sind, benötige die Verwaltung im Grunde keinen Beschluss.

Die widersprüchlichen Auffassungen spiegelten sich letztlich auch in der Abstimmung wider. Von fünf Mitgliedern des Hauptausschusses sprachen sich drei für das dauerhafte Provisorium mit einem drei Meter breiten Bitumenstreifen aus. Jörk Bull stimmte dagegen, Carsten Bruch (Fraktion CDU/BfB/FDP/ProD) enthielt sich der Stimme.

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